Rückenwind vom Spitzenkandidaten

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Pressemitteilungen | 14. September 2017

FDP-Landeschef und Spitzenkandidat Michael Theurer unterstützt Dr. Florian Toncar in Weil der Stadt

Mit FDP-Landeschef Michael Theurer und dem hiesigen Bundestagskandidaten Dr. Florian Toncar läuteten die Freien Demokraten in Weil der Stadt den Endspurt zur Bundestagswahl ein. Der 50jährige Europaabgeordnete Theurer aus Horb am Neckar führt die Liste der Südwest-FDP als Spitzenkandidat an.

<Weil der Stadt> Toncar zeigte sich hocherfreut über den Rückenwind für die letzten Wahlkampftage, denn die Stimmung sei zwar gut für die Liberalen, aber viele Wähler seien eben auch noch unentschlossen. Er wolle alles dafür tun, dass die Freidemokraten im Kreis Böblingen wieder ein besonders gutes Ergebnis holen. Toncar verwies auf die für den Kreis Böblingen zentralen Themen Automobilindustrie und Verkehr. Er erinnerte an den Investitionsbedarf vor Ort: Der überfällige Lückenschluss zwischen B295 und B464 riskiere einen Verkehrskollaps spätestens dann, wenn die Autobahn 81 zwischen Böblingen-Hulb und dem Kreuz Stuttgart sechsspurig ausgebaut werde. Der grüne Verkehrsminister habe diesen Lückenschluss auf die lange Bank geschoben, nun müsse man ihn so weit wie möglich vorziehen, „zumindest den einen oder anderen Teil bereits vor Beginn des Ausbaus der A81“, so Toncar.

Dagegen setzt er beim Thema Elektroauto auf Zurückhaltung: der Gesetzgeber dürfe sich nicht vorschnell auf eine bestimmte Technologie festlegen, sondern müsse vielmehr ergebnisoffen die Forschung fördern. Ein Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2030 setze die vielen Arbeitsplätze aufs Spiel, die im Kreis Böblingen am Auto hängen.

Michael Theurer, der sich innerhalb der Bundes-FDP für die Wirtschaftspolitik verantwortlich zeigt, widmete große Teile seiner Rede der Digitalisierung. Der Großen Koalition warf er bei diesem Thema „Komplettversagen“ vor. Es könne nicht sein, dass Datenträger mit dem Auto von A nach B gefahren werden müssen, weil das Internet zu langsam sei. Der Glasfaserausbau müsse vorangetrieben werden: „Deutschland und Europa müssen die Technologieführung übernehmen. Wenn wir es nicht machen, dann machen es andere.“ Als Beispiel nannte Theurer die Automatisierung in den 70er Jahren, die man gemeistert habe, ohne dass dabei Arbeitsplätze verloren gingen. Man brauche dazu „German Mut“ und ein Digitalministerium, in dem eine umfassende Digitalstrategie entwickelt werde.

Mit Blick auf das Thema Sicherheit und Migration forderte Theurer statt immer neuer Gesetze eine konsequente Anwendung des geltenden Rechts: „Bewaffnete Zollbeamte sollen nicht Arbeitszeiten im Weinbau kontrollieren müssen, sondern dort sein, wo sie wirklich gebraucht werden.“ Ebenso machte er klar, dass ein Zuwanderungsgesetz für qualifizierte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt „einer der Knackpunkte“ für etwaige Sondierungsgespräche nach der Wahl werden wird. Tenor: „Wir wollen uns diejenigen aussuchen, die zu uns kommen. Und nicht jeder von denen, die schon gekommen sind, wird hier bleiben dürfen.“

Zuletzt wandte Theurer sich beim Thema Diesel eindeutig gegen Fahrverbote und bekannte sich zur Automobilindustrie. Ein Miteinander von Elektro- und Verbrennungsmotor sei optimal. Zudem sei beim Verbrenner das Ende der Entwicklung noch nicht erreicht. Plänen anderer Parteien für ein Verbot erteilte er eine Absage: „Unsere Technologieführung dürfen wir nicht ohne Not aufgeben.“ Der große Applaus der Anwesenden zeigte, dass das Thema die Menschen bewegt.

In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass er besonders mit dem Thema Digitalisierung einen Nerv getroffen hatte. Chancen aber auch Risiken kamen zur Sprache. Das Publikum sprach aber auch das Thema Steuern (Theurer: „Wir wollen den Soli abschaffen“) und eine mögliche Regierungsbeteiligung an („nur wenn wir wesentliche Inhalte umsetzen können“). Theurer rief alle Anwesenden zur Wahl auf: Zwar habe die FDP durch zuletzt gute Ergebnisse Rückenwind, dennoch sei die Wahl noch nicht gelaufen und werde nur aus der Mitte heraus gewonnen.

Florian Toncar überraschte Michael Theurer am Ende noch mit Ritter Sport-Schokolade, denn: „Der Kreis Böblingen ist breit aufgestellt, und wir können nicht nur Auto.“

Daniel Alexander Schmidt