Elisabeth und Dr. Dieter Schwarz für 40 Jahre Mitgliedschaft in der FDP geehrt

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Pressemitteilungen | 9. November 2015

Freie Demokraten würdigen das politische und gesellschaftliche Engagement der früheren Stadträtin und des ehemaligen Kreisrats

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Zu einem besonderen Anlass hatten der Kreisvorsitzende der FDP Hans Dieter Scheerer sowie der Stadtverbandsvorsitzende Norbert Floegel, in das historische Gasthaus „Rössle“ nach Weil der Stadt eingeladen. Floegel dankte den Eltinger Flötenspielerinnen für die Umrahmung des Abends.
Für die Eheleute Schwarz jährt sich der Eintritt in die FDP jeweils zum 40. Mal. Dafür erhielten sie von Scheerer eine Medaille und eine Urkunde vom FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner MdL, der sich für die Treue und die lange persönliche Mitarbeit bedankt.

Die Laudatio für Elisabeth Schwarz hielt der frühere Weil der Städter Gemeinde- und Kreisrat Dietmar Spreer. Für ihn war sie stets ein besonderes Vorbild an Verantwortlichkeit und Aufrichtigkeit. „Als geforderte Familienfrau, als aktive Apothekerin stand sie immer, auch heute, in der Mitte des Lebens. Sie hat dabei stets das Vertrauen aller, die mit ihr zu tun haben“, so Spreer. Ab 1980 war Elisabeth Schwarz zwei Amtsperioden im Weil der Städter Gemeinderat, 1994 wurde sie noch ein weiteres Mal gewählt. Spreer beschrieb sie: „Als eine bestens qualifizierte und angesehene Kollegin, die über die Fraktionsgrenzen hinweg allseits geschätzt und anerkannt war.“

„Es ist beeindruckend, dass Dieter Schwarz bis heute noch konstruktiv in der FDP mitarbeitet, und durch seine technische und ökologische Kompetenz bereichert“, meinte der Sindelfinger Stadt- und Kreisrat Andreas Knapp, der die Laudatio auf Dieter Schwarz hielt. Schwarz war mehrere Jahre als Schöffe engagiert und wurde 1984 und 1999 für Weil der Stadt in den Böblinger Kreistag gewählt. Er vertrat die Freien Demokraten dort im Umwelt- und Verkehrsausschuss. „Dieter Schwarz versteht es, komplizierte Sachverhalte deutlich und verständlich auf den Punkt zu bringen und leistet so einen verlässlichen Beitrag zur politischen Debatte. Er ist ein leidenschaftlicher und engagierter Verfechter unserer liberalen Sache“, so Knapp.

Für Elisabeth Schwarz sei „Freiheit“ ein Begriff der oft ge- und missbraucht werde. In ihrer Rede erklärte sie, dass ihre Kindheit von der Vertreibung aus Prag und später aus der DDR geprägt sei. Somit wisse sie was es bedeute unfrei zu sein. Durch den Willen die Freiheit für möglichst viele zu erhalten und auszubauen, hat sie ihren Weg in ihre politische Heimat, die FDP, gefunden. Zum Abschluss ihrer Rede zitierte sie den FDP-Bundesvorsitzenden, dessen Botschaft sie unterstütze: „Jeder Einzelne hat es in der Hand: Veränderung, Chancen, Aufbruch. Der Mensch ist frei, wenn er vom Getriebenen zur treibenden Kraft wird. Unser Auftrag: Stärken wir den Glauben der Menschen an sich selbst!“

Dieter Schwarz beklagte, dass der Wert der Freiheit heutzutage allzu selbstverständlich sei: „Fleißige und sachliche politische Arbeit reicht heute wohl leider nicht mehr, um auf die Notwendigkeit der FDP hinzuweisen.“ Es sei wichtig, dass die Freien Demokraten und ihre Querköpfe wieder stärker wahrgenommen werden. „40 Jahre in einer Partei zu sein ist keine Selbstverständlichkeit, das geht nur, wenn man fest von deren Zielen überzeugt ist“, so Dieter Schwarz. Für ihn sei es offensichtlich, dass Freiheit in unserer Gesellschaft ständig neu erstritten werden müsse.

Für die Festrede wünschten sich die Jubilare den Sozialpolitiker Pascal Kober. Er ist stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Baden-Württemberg, ehemaliger Bundestagsabgeordneter sowie als Standortpfarrer der zuständige Militärseelsorger der Evangelischen Landeskirche in Stetten am kalten Markt und Pfullendorf. Er beklagte in seiner Rede: „Die Botschaft der Freiheit hat in Deutschland leider seit jeher weniger Konjunktur als die Botschaft von Sicherheit und Gleichheit.“

Zurecht sei die Bildung ein zentrales Thema der Liberalen. Bildung bedeute nach Kober Freiheit, sie sei eine Voraussetzung für eine freie Gesellschaft: „Weil sie einem die Vielfalt der Welt, die Vielfalt der Lebenschancen und Lebensmöglichkeiten öffnet, Wahlmöglichkeiten überhaupt erst erkennen und individuelle Lebensziele erreichen lässt. Sie hilft den Einzelnen zur Verantwortungsfähigkeit.“

Selbstverständlich sei für die FDP, dass Freiheit nur in einer offenen und toleranten Gesellschaft möglich sei, die eine materielle Grundsicherung, Bildung und Gesundheit sicher stelle. „Wer Angst haben muss vor Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit oder Kriminalität ist nicht frei. Und wer die natürlichen Lebensgrundlagen nicht schützt, wer Schulden anhäuft und Infrastruktur verkommen lässt, beraubt künftigen Generationen ihre Freiheit“, so Kober.

Die wirtschaftliche Freiheit hänge dabei mit der persönlichen Freiheit zusammen. Er betonte: „Wir verteidigen die Marktwirtschaft, weil sie das Wirtschaftssystem ist, das dem freien Menschen, seiner Individualität am ehesten entspricht. Nämlich seiner Individualität, sofern er sich als Produzent oder Konsument verwirklichen will.“ Die FDP trete dafür ein, dass die soziale Marktwirtschaft für jeden Menschen die beste Ordnung darstelle, sei er vom Leben begünstigt oder benachteiligt.

Dabei stelle die Digitalisierung die Marktwirtschaft vor neue Herausforderungen, für deren Lösung die Politik verantwortlich sei. „Internetgiganten oder andere marktbestimmende Unternehmen können die Freiheit mindestens genauso gefährden wie ein ausufernder Staat“, so Kober zum Schluss seiner Rede.

Daniel Alexander Schmidt