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Europa- und kommunalpolitischer Abend der Kreis-FDP

FDP-Kollegen aus Bund, Stadt und Kreis: Dr. Andreas Anton, Dr. Herbert Spägele, Nicole Mecherlein, Michael Theurer MdB und Hans-Peter Bensch (v.l.n.r.). Foto: FDP

TROSSINGEN

„Wer wird denn gezwungen, einen SUV zu fahren?“

LESEDAUER: 4 MIN

Mai 2019

Redakteurin: SIEGRID BRUCH

 Beim europa- und kommunalpolitischen Abend der Freien Demokraten hat am Freitagabend Michael Theurer – Mitglied im Bundestag und Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion – vor zahlreichen Gästen in der „Linde“ den Bogen von der Europa-bis zur Kommunalpolitik gespannt. Er betonte: „Die europäische Integration müssen wir gemeinsam liberal und zukunftsfähig gestalten“.

Grußworte sprachen der Trossinger FDP-Ortsvorsitzende Andreas Anton sowie der Europa-, Kreistags- und Gemeinderatskandidat Herbert Spägele und FDP-Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch aus Tuttlingen.

Zu Beginn seiner Ausführungen riet Michael Theurer: „Gehen Sie zur Wahl“.

Die europäische Integration liege im deutschen Interesse, um Probleme gemeinsam zu lösen. Es seien geniale Ideen, die geschaffen wurden, diese müsse man verteidigen und allem anderen eine klare Absage erteilen.

Zum Brexit meinte Theurer, er hoffe immer noch, dass ein zweites Referendum komme, „wir von der FDP würden uns freuen“.

Ein weiteres Thema war der „digitale Airbus“. Anstatt darüber zu diskutieren, sollte die Bundesregierung mit ihrer digitalen Strategie konkret werden. Theurer meinte: „Wir brauchen eine sichere Regierungs-Datenwolke“.

Ein Thema war auch die Bürokratie, sie müsse überall bekämpft werden. Es brauche eine Lobby für die kleinen und mittleren Betriebe. „Stärken Sie die FDP, um Auswüchse zu verhindern“, reif er auf. Zum Thema Klimaschutz behauptete Theurer, Frau Merkel führe uns an der Nase herum. Es sei nicht die Industrie, die verantwortlich sei, sondern die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen. „Wer wird denn gezwungen, einen SUV zu fahren?“, fragte er.

Theurers Antwort auf die Klimakrise lautete: Technologie und Innovation. „Wir sind für Technologie-Offenheit“. Man könne nicht nur auf Batterie setzen, es gebe Alternativen. Nachhaltige Entwicklung könne nur durch das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von umweltbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen erreicht werden: mit Technologie-Offenheit und technischem Fortschritt Umwelt und Klima schützen, ohne unseren Wohlstand zu vernichten.

Der Wettbewerb dürfe nicht auf der Strecke blieben. Man müsse Wirtschaftspolitik auf europäischer Ebene in den Mittelpunkt stellen, dies soll die Wettbewerbsfähigkeit fördern. Auch eine gemeinsame Sicherheitspolitik sei wichtig.

Das Schengener Abkommen sei eine große Errungenschaft, deshalb müsse man die Außengrenzen schützen.

Auf die abschließende Frage eines Besuchers, wie die Stimmung in Berlin sei, meinte der Bundestagsabgeordnete: „Die Große Koalition löst keine Probleme, sie ist das Problem“.

Die Veranstaltung wurde vom „Cedric Biamont Jazz Trio musikalisch umrahmt.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 19. Mai 2019

https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-tuttlingen/trossingen_artikel,-wer-wird-denn-gezwungen-einen-suv-zu-fahren-_arid,11055835.html

 

Firmenbesuch: Kraus setzt auf eigene Teilefertigung

LOKALES
20.09.2017al

Kraus setzt auf eigene Teilefertigung

FDP-Politiker besuchen den Spaichinger Maschinenbauer


Firmenchef Joachim Kraus zeigt den Politikern Papiere, die mit einer Maschine gezählt werden und/oder einen Code aufgedruckt bekommen (v.l.): Leo Grimm, Joachim Kraus, Michael Theurer und Marcel Aulila. Foto: Alois Groß

Spaichingen al Politischen Besuch hat die Firma Kraus Maschinenbau GmbH in Spaichingen erhalten: Der Spitzenkandidat der FDP in Baden-Württemberg zur Bundestagswahl, Michael Theurer MdEP sowie der Vorsitzende des FDP-Ortsverbands, Leo Grimm, und FDP-Wahlkreiskandidat Marcel Aulila informierten sich.

Firmeninhaber und Geschäftsführer Joachim Kraus, der kurz vor einer Maschinenabnahme durch die Bundesdruckerei stand, gab einen Überblick über seine noch recht junge Firma, die er am 1. Oktober 2008 gegründet hat. Die damalige Wirtschaftsflaute sei allerdings nicht der günstigste Zeitpunkt dafür gewesen, erinnert sich Kraus. Vor Firmengründung war er bereits zehn Jahre in der Branche tätig.

Mit fünf Personen hatte er begonnen. Anfangs wurde das Gebäude von der Firma Zuführtechnik Leo Grimm gemietet, wobei der hintere Teil sogar untervermietet wurde, da das Gebäude viel zu groß war. Heute, mit 35 Mitarbeitern, platze das Gebäude aus allen Nähten, sodass ein Neubau in unmittelbarer Nähe geplant ist. Der Firmenchef denkt an einen Einzug Ende 2018. Angesprochen auf Zuschüsse, etwa aus dem europäischen Fördertopf, konterte Kraus mit Lachen: „Hilf dir selber, dann weißt du, dass dir geholfen wird.“

Größter Konkurrent in Kanada

Inzwischen sei die Firma Kraus Maschinenbau in gewissen „Nischen“ zum Beispiel in der Pharmaindustrie und Kosmetik weltweit ohne viel Konkurrenten. Der größte sitzt in Kanada.

Die Firma entwickelt Lösungen für das Zuführen, Positionieren, Spenden, Zählen, Vereinzeln von Papier und flachen Produkten bis 30 Millimeter Dicke. Das können einzelne Papierbögen, Etiketten, Broschüren, Booklets, Gruß- und Glückwunschkarten, aber auch Kunststoffprodukte sein. Geht es um den Verpackungsprozess selbst, so sind es Karton- und Faltschachtelzuschnitte, die für weitere Veredelungsschritte vorbereitet werden können, stellte der Firmeninhaber Kraus die Leistungen in einem kurzen Überblick dar.

Um maximale Flexibilität schon im Prototypenbau und später bei der Projektmontage sicherzustellen, wurde 2012 eine eigene Teilefertigung geschaffen. Mit der eigenen Sonderteilefertigung bleibt das Know-How im Haus und Weiterentwicklungen können zeitnah umgesetzt werden. Auch Maschinen für die Bundesdruckerei werden nach Kundenwunsch gebaut, um Papiergeld zu zählen und sortieren.

In der Ausbildung von zum Beispiel Mechatronikern sieht man in der noch jungen Firma gute Perspektiven, um in Zukunft an wirklich gute Facharbeiter zu gelangen.

„Schnelles Internet“ ist essentiell

Auch das „schnelle Internet“ bildete ein Gesprächsthema in der Runde. Vorerst ginge zu Hause allerdings alles schneller als hier in der Firma, stellte Joachim Kraus fest. Eine Verbesserung sei allerdings bereits zugesagt worden. Kostenlos könne man auch kein schnelles Internet bekommen, wie viele erwarten. Man bekomme es, nur müsse man halt bezahlen, denn die Leitungen liegen parat, brachte Leo Grimm ein.

Auf einem Rundgang durch die Firma mit Montage erklärte Joachim Kraus den Gästen die Besonderheiten der verschiedenen Maschinen, die jeweils auf genauen Kundenauftrag angefertigt werden.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 20.09.2017