Matinee mit Silberhochzeit

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Presseberichte | 4. September 2017

Matinee mit Silberhochzeit

FDP  Vor 25 Jahren wurde Dr. Hilmar Fleischer Mitglied der Freien Demokraten, Anlass für den Stadtverband ihm die silberne Ehrennadel zu überreichen. Zu einer besonderen Matinee versammelten sich rund 30 Parteifreunde des FDP-Stadtverbandes Trossingen gestern Vormittag im „Bischdro Goschehobel“: Den Anlass nannte Stadtverbandsvorsitzender Andreas Anton eine Silberhochzeit. Gemeint war die 25-jährige Mitgliedschaft von Dr. Hilmar Fleischer. Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch befand gar, dass eigentlich die Goldene Hochzeit zu feiern sei, denn, so scherzte er: „In der FDP zählt jedes Jahr doppelt.“

Die Ehrung gestaltete sich wie das Wetter, vorwiegend heiter. Gleichwohl standen die Verdienste des engagierten Liberalen, auch als Vorsitzender und Stadtrat, im Mittelpunkt. Er sei einer, der auch in turbulenten Jahren der FDP die Treue gehalten habe, betonte der Stadtverbandsvorsitzende, erinnerte an den Triumph von 2009 mit fast 15 Prozent bei der Bundestagswahl ebenso wie an die Enttäuschung vier Jahre später, als die Freidemokraten an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten.

Das werde am 24. September nicht geschehen, versprach der Wahlkreiskandidat Marcel Aulila, der in seinem Grußwort Eckpunkte liberaler Politik für die Zukunft aufzählte.

Als Laudatoren angekündigt, baten die Urgesteine der Partei, der ehemalige Wirtschaftsminister Ernst Pfister und der ehemalige Staatssekretär Ernst Burgbacher, statt Lobreden zu halten lieber ihren Freund Hilmar Fleischer zu einer lockeren Plauderei an den Bistrotisch.

Ernst Pfister erinnert sich

Ernst Pfister rief seinen Wahlkampf von 1992 ins Gedächtnis, als er an die Tür der Familie Fleischer klopfte. Da freilich war der Arzt bereits in der Partei. Schon am 19. Januar war er in die FDP eingetreten. Bei der Überreichung der Urkunde und Ehrennadel zählte Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch herausragende Ereignisse des Jahres 1992 auf, so die Deutsche Meisterschaft des VfB Stuttgart, den Start des Mobilfunknetzes oder auch die Wahl von Bill Clinton zum amerikanischen Präsidenten und eben den Parteieintritt von Dr. Hilmar Fleischer.

Inzwischen, so der ehemalige Bundestagsabgeordnete Ernst Burgbacher, sei aus dem Ortsvorsitzenden und Gemeinderat auch als Delegierter bei Parteitagen ein richtiger Parteigänger geworden. Der gestern Geehrte, dem aus den Erfahrungen der 68er-Zeit politischer Druck ein Gräuel sei, hob die Offenheit und Ehrlichkeit der Parteifreunde untereinander hervor.

Radfahrgruppe zu Gast

Am harten politischen Geschäft, zum Beispiel bei der Aufstellung der Landeslisten, hat er aber offenbar nur geringen Gefallen. Bei allem Lob für ihn, verwies er auf die Unterstützung seiner Frau Brigitte, worauf spontaner Applaus aufbrandete.
Mitten in die Feier hinein platzten Hilmar Fleischers Kameraden aus der Radfahrergruppe „Kaputtocinos“, deren Präsident Peter Hellstern als eingefleischter Christdemokrat entlarvt wurde. Indes, der Schwenninger Unternehmer relativierte sein politisches Verhältnis zu seinem Sportkameraden. Hilmar Fleischer sei der Schwarze in der FDP und er selbst sei der Liberale in der CDU, erläuterte er. Darum verstünden sich beide so gut. Das leuchtete allen ein. hd

”In der FDP zählt jedes Jahr doppelt.“
Hans-Peter Bensch
Der FDP-Kreisvorsitzende hätte Dr. Hilmar Fleischer am liebsten für 50 Jahre bei den Liberalen gratuliert.