„Es gab für mich keine andere Partei als die FDP“

0 Kommentare

Allgemein | 21. November 2016

Lokales | 20.11.2016 | Gabriel Rinaldi

„Es gab für mich keine andere Partei als die FDP“
Kreisverband ehrt Arnold Kutzli und Bernhard Märkt für 40 Jahre Mitgliedschaft

pressefoto_rinaldi_trossinger_zeitung_matinee_20_11_2016

Hatten gleich zwei Gründe zum Feiern: Der Ehrenvorsitzende Ernst Pfister, die Geehrten Arnold Kutzli und Bernhard Märkt mit Ehefrau Helga, der Ehrenvorsitzende Ernst Burgbacher und Hans-Peter Bensch, Kreisvorsitzender (von links). Foto: Gabriel Rinaldi

 

Trossingen sz Der Kreisverband der FDP hat am Sonntagmorgen gleich zwei Gründe zum Feiern gehabt: bei einer Matinee im Hotel „Bären“ wurden Bernhard Märkt und Arnold Kutzli für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Die Feierstunde begann mit einem musikalischen Intermezzo: Gérard Deleye und die zwei Ehrenvorsitzenden Ernst Pfister und Ernst Burgbacher, auch als „Liberales Panikorchester“ bekannt, spielten ein munteres Stück. „Wieso wir so heißen? Wir üben nicht und wissen bis zwei Minuten vor dem Auftritt nicht, was wir spielen“, erläuterte Pfister.

Theodor-Heuss-Ansteck-Pin in silber

Theodor-Heuss-Ansteck-Pin in silber

Beim Grußwort des Kreisvorsitzenden Hans-Peter Bensch wurde die Landesversammlung angesprochen, bei der die Listenplätze für die Bundestagswahl gewählt wurden – der Wahlkreis-Kandidat Marcel Aulila fand sich auf Platz 17 wieder. „Er hat gestern viele Reden gehalten und hatte heute Morgen keine Stimme mehr“, sagte Bensch über den deshalb entschuldigten Spaichinger.

Ohne Aulila, aber mit viel Witz und Weitsicht hielten Pfister und Burgbacher eine etwas andere Laudatio, die zur Diskussion am Bistrotisch umfunktioniert wurde. Ein besonders schönes und unschönes Erlebnis in 40 Jahren FDP-Arbeit, der Grund für den Parteieintritt oder sonstige Anekdoten wurden auf diese Weise erzählt.

Der Wurmlinger Bernhard Märkt stieß in seiner Zeit als FDPler oft aufWiderstand: „Nicht gut lief das Plakatieren, manchmal wurden unsere Plakate einfach abgerissen.“ Außerdem seien seine Lehrer-Kollegen nicht über die Mitgliedschaft erfreut gewesen. Der Liberalismus ist für ihn mehr als eine politische Denkweise: „Ich wurde bewegt durch die Aufklärung, die liberalen Ideen haben mich fasziniert und ich hatte das Bedürfnis, mich da zu zeigen. Es gab für mich keine andere Partei als die FDP.“

„Arnold hat Trossingen geprägt“

Sein Trossinger Mitstreiter Arnold Kutzli blickt ebenfalls auf eine lange Zeit als freier Demokrat zurück. Das „Multi-Talent“, wie Pfister ihn nannte, war in Trossingen überall tätig: lange Zeit als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, bei der Turngemeinde und vor allem in der Musik. „Trossingen gäbe es in der Form ohne Arnold Kutzli nicht“, meinte Ernst Burgbacher.

Musik als Markenzeichen für die Liberalen? „Kreativität ist wichtig für die Zukunft“, stellte Pfister am Ende der Laudatio fest. „Beide haben einen musikalischen Hintergrund, vielleicht zeichnet uns das aus.“

Nach der Übergabe der Urkunden und Theodor-Heuss-Medaillen in Silber bedankten sich die zwei Geehrten – Bernhard Märkt wünschte der Trossinger FDP für die Zukunft einen Bundestagskandidaten. Kurios: Seit diesem Jahr gibt es bei der FDP eigentlich eine Anstecknadel, Kutzli und Märkt bekamen trotzdem Nadel und Medaille: „Damit der Übergang leichter fällt“, stellte Hans-Peter Bensch klar.

 

Quelle: Schwäbische Zeitung Online
Link: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Es-gab-fuer-mich-keine-andere-Partei-als-die-FDP-_arid,10566639_toid,690.html