Artikel in "Presseberichte"

Europa- und kommunalpolitischer Abend der Kreis-FDP

FDP-Kollegen aus Bund, Stadt und Kreis: Dr. Andreas Anton, Dr. Herbert Spägele, Nicole Mecherlein, Michael Theurer MdB und Hans-Peter Bensch (v.l.n.r.). Foto: FDP

TROSSINGEN

„Wer wird denn gezwungen, einen SUV zu fahren?“

LESEDAUER: 4 MIN

Mai 2019

Redakteurin: SIEGRID BRUCH

 Beim europa- und kommunalpolitischen Abend der Freien Demokraten hat am Freitagabend Michael Theurer – Mitglied im Bundestag und Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion – vor zahlreichen Gästen in der „Linde“ den Bogen von der Europa-bis zur Kommunalpolitik gespannt. Er betonte: „Die europäische Integration müssen wir gemeinsam liberal und zukunftsfähig gestalten“.

Grußworte sprachen der Trossinger FDP-Ortsvorsitzende Andreas Anton sowie der Europa-, Kreistags- und Gemeinderatskandidat Herbert Spägele und FDP-Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch aus Tuttlingen.

Zu Beginn seiner Ausführungen riet Michael Theurer: „Gehen Sie zur Wahl“.

Die europäische Integration liege im deutschen Interesse, um Probleme gemeinsam zu lösen. Es seien geniale Ideen, die geschaffen wurden, diese müsse man verteidigen und allem anderen eine klare Absage erteilen.

Zum Brexit meinte Theurer, er hoffe immer noch, dass ein zweites Referendum komme, „wir von der FDP würden uns freuen“.

Ein weiteres Thema war der „digitale Airbus“. Anstatt darüber zu diskutieren, sollte die Bundesregierung mit ihrer digitalen Strategie konkret werden. Theurer meinte: „Wir brauchen eine sichere Regierungs-Datenwolke“.

Ein Thema war auch die Bürokratie, sie müsse überall bekämpft werden. Es brauche eine Lobby für die kleinen und mittleren Betriebe. „Stärken Sie die FDP, um Auswüchse zu verhindern“, reif er auf. Zum Thema Klimaschutz behauptete Theurer, Frau Merkel führe uns an der Nase herum. Es sei nicht die Industrie, die verantwortlich sei, sondern die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen. „Wer wird denn gezwungen, einen SUV zu fahren?“, fragte er.

Theurers Antwort auf die Klimakrise lautete: Technologie und Innovation. „Wir sind für Technologie-Offenheit“. Man könne nicht nur auf Batterie setzen, es gebe Alternativen. Nachhaltige Entwicklung könne nur durch das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von umweltbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen erreicht werden: mit Technologie-Offenheit und technischem Fortschritt Umwelt und Klima schützen, ohne unseren Wohlstand zu vernichten.

Der Wettbewerb dürfe nicht auf der Strecke blieben. Man müsse Wirtschaftspolitik auf europäischer Ebene in den Mittelpunkt stellen, dies soll die Wettbewerbsfähigkeit fördern. Auch eine gemeinsame Sicherheitspolitik sei wichtig.

Das Schengener Abkommen sei eine große Errungenschaft, deshalb müsse man die Außengrenzen schützen.

Auf die abschließende Frage eines Besuchers, wie die Stimmung in Berlin sei, meinte der Bundestagsabgeordnete: „Die Große Koalition löst keine Probleme, sie ist das Problem“.

Die Veranstaltung wurde vom „Cedric Biamont Jazz Trio musikalisch umrahmt.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 19. Mai 2019

https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-tuttlingen/trossingen_artikel,-wer-wird-denn-gezwungen-einen-suv-zu-fahren-_arid,11055835.html

 

Das gab’s noch nie: Volle Liste für die FDP bei der Tuttlinger Kreistagswahl

Diese Kandidaten der FDP wollen zur Kreistagswahl antreten. (Foto: Simon Schneider)

 

14. März 2019

SIMON SCHNEIDER

Auf der Wahlkreiskonferenz der Freien Demokratischen Partei (FDP) des Tuttlinger Kreisverbands haben die Mitglieder am Mittwoch 60 Kandidaten für die Kreistagswahl am 26. Mai nahezu einstimmig gewählt.

In seinen Eingangsworten betonte der Tuttlinger FDP-Kreisvorsitzende Hans-Peter Bensch erfreut, dass die Freien Demokraten alle Listen der sieben Wahlkreise mit der maximalen zulässigen Anzahl an Bewerbern, dem 1,5-fachen der zu vergebenen Sitze, gefüllt wurden. „Die Listen sind somit mit insgesamt 60 Kandidaten bestückt. Das hatten wir noch nie“, sagte Bensch stolz.

Die 25 stimmberechtigten und anwesenden FDP-Parteimitglieder wählten im Anschluss in der Brauereigaststätte „Hirsch“ in Wurmlingen die Wahlvorschläge nahezu alle einstimmig und in der vorgeschlagenen Reihenfolge. Die Regie übernahm Wahlversammlungsleiter Ernst Burgbacher, Ehrenvorsitzender des FDP-Kreisverbands.

Somit führt bei der FDP erneut Hans-Peter Bensch die Liste des Wahlkreises Tuttlingen an. Ebenso stehen seine Parteigenossen und die derzeit amtierenden Mitglieder des Kreistags Leopold Grimm für den Wahlkreis Spaichingen, Walter Willy für den Wahlkreis Trossingen und Paul Haug für den Wahlkreis Immendingen ganz oben auf den jeweiligen Listen und stellen sich somit alle vier wieder zur Wahl für den Kreistag.

„Ich finde wir haben einen tolle Liste zusammen. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass wir bei der Wahl erfolgreich sind“, so die abschließenden Worte von Burgbacher. Ernst Pfister, auch Ehrenvorsitzender des Kreisverbands, betonte, dass das Wahlkreismanagement der FDP „wunderbar funktioniert“. Beide Ehrenvorsitzenden dankten Hans-Peter Bensch für sein Engagement bei der Wahlkreiskonferenz und die Zusammenstellung der Listen.

Die Parteimitglieder besprachen auf der Veranstaltung weitere organisatorische Dinge, darunter die Gestaltung und den Inhalt des Wahlkampfprospekts und Wahlkampftermine.

Die Kandidaten im Überblick

Folgende Kandidaten, sortiert nach Wahlkreis mit Nennung der Listenposition, Name und Wohnort, nominierte die FDP bei der Wahlkreiskonferenz für die Kreistagswahl am 26. Mai.

Wahlkreis 1 Tuttlingen: 1. Hans-Peter Bensch (Tuttlingen), 2. Gesine Barthel-Wottke (Tuttlingen), 3. Herbert Spägele (Tuttlingen), 4. Jacqueline Ferraro (Tuttlingen), 5. Michael Baur (Tuttlingen), 6. Cornelia Jerger (Tuttlingen), 7. Sandro Gay (Tuttlingen), 8. Ivona Schmidt (Tuttlingen), 9. Thomas Kattler (Tuttlingen), 10. Andreea Sima (Tuttlingen), 11. Michael Kohlbecher (Tuttlingen), 12. Gundram Meurer (Tuttlingen), 13. Rainer Michaelis (Tuttlingen-Nendingen), 14. Arthur Valenta (Tuttlingen) und 15. Peter Wiljotti (Tuttlingen-Möhringen).

Wahlkreis 2 Mühlheim: 1. Marc-André Waldvogel (Fridingen), 2. Jessica Ziegler (Kolbingen), 3. Manfred Vogler (Neuhausen-Worndorf), 4. Claus-Peter Fritz (Trossingen), 5. Karl Haller (Trossingen) und 6. Dieter Heiss (Tuttlingen-Nendingen).

Wahlkreis 3 Gosheim: 1. Marcel Hermle (Gosheim), 2. Inge Maus (Denkingen), 3. Mike Scherm (Gosheim), 4. Werner Glöckler (Trossingen), 5. Jerome Gratzer (Tuttlingen) und 6. Jan Ackermann (Tuttlingen).

Wahlkreis 4 Spaichingen: 1. Leopold Grimm (Spaichingen), 2. Marcel Aulila (Spaichingen), 3. Dominik Ahlfeld (Hausen), 4. Stefan Bechler (Aldingen/Spaichingen), 5. Sarah Broghammer (Spaichingen), 6. Katharina Wroblewska (Immendingen), 7. Ingo Hasselbrinck (Spaichingen), 8. Frank Leda (Spaichingen), 9. Alfred Leopold (Spaichingen), 10. Giovanni Miranda (Spaichingen), 11. Edgar Schneider (Spaichingen) und 12. Kevin Voss (Spaichingen).

Wahlkreis 5 Trossingen: 1. Willy Walter (Trossingen), 2. Ursula Kratt (Trossingen), 3. Andreas Anton (Trossingen), 4. Nicole Mecherlein (Trossingen), 5. Richard Fisel (Trossingen), 6. Antje Spehn (Trossingen), 7. Hilmar Fleischer (Trossingen), 8. Josef Ilg (Durchhausen) und 9. Thomas Springer (Trossingen).

Wahlkreis 6 Wurmlingen: 1. Felix Cramer von Clausbruch (Rietheim-Weilheim), 2. Osswald Gassner (Emmingen-Liptingen), 3. Stefan Nieberding (Wurmlingen), 4. Roger Steindamm (Tuttlingen), 5. Claudia Anton (Trossingen) und 6. Wilfried Ragg (Tuttlingen).

Wahlkreis 7 Immendingen: 1. Paul Haug (Geisingen), 2. Thomas Becker (Geisingen), 3. Hans-Albert Elsäßer (Geisingen), 4. Reinhold Elsäßer (Geisingen), 5. Dirk Hetzer (Immendingen) und 6. Carolin Baur (Tuttlingen).

 

Quelle: Schwäbische Zeitung, Regionalausgabe Gränzbote, Redakteur Simon Schneider

Link: https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-tuttlingen/wurmlingen_artikel,-das-gabs-noch-nie-volle-liste-f%C3%BCr-die-fdp-bei-der-tuttlinger-kreistagswahl-_arid,11022399.html

 

 

 

 

 

22. Neujahrs- und Bürgerempfang des FDP-Kreisverbandes Tuttlingen

In lockerer Interviewrunde: Stv. Kreisvorsitzende Paul Haug u. Marcel Aulila mit Prof. Dr. Feld | Foto: Simon Schneider, Schwäbische Zeitung

Einwanderungsgesetz soll klare Regeln schaffen

Neujahrs- und Bürgerempfang der FDP beschäftigt sich mit Bildung, Digitalisierung und Zuwanderung

Beim Neujahrs- und Bürgerempfang des Tuttlinger Kreisverbands der Freien Demokratischen Partei (FDP) am Samstag in der Stadthalle haben deren Mitglieder auf den Abbruch der Sondierungsgespräche geblickt und unter anderem über die Themen Bildung, Einwanderung, Finanzpolitik und Wirtschaft gesprochen.

Der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten Hans-Peter Bensch begrüßte im Kleinen Saal der Stadthalle mehr als 80 geladene Gäste und Parteigenossen, darunter den Südbadischen Bezirksvorsitzenden Marcel Klinge sowie den Professor für Wirtschaftspolitik Lars Peter Feld, der außerdem Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist…

Den vollständigen Artikel der Schwäbischen Zeitung. finden Sie hier:

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Einwanderungsges…

Impressionen vom 22. Neujahrs- und Bürgerempfang der Freien Demokraten Kreisverband Tuttlingen:

Hans-Peter Bensch, Vorsitzender der Freien Demokraten Kreisverband Tuttlingen, bei seiner Begrüßungsrede

FDP-Bezirksvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Dr. Marcel Klinge bei seinem Grußwort

Professor Dr. Dr. h. c. Lars Peter Feld 

Matthias Matzke beim musikalischen Ausklang „Sonate D-Dur“ von Joseph Haydn

Gute besuchter Neujahrs- und Bürgerempfang der Freien Demokraten

FDP-Ehrenvorsitzender Ernst Burgbacher, Bundestagsabgeodneter und Parl. Wirtschaftsstaatssekretär a. D.

Eine vergoldete Schere nebst Spätburgunder vom ehemaligen Tuttlinger Hausberg Hohentwiel als Dank an Prof. Feld

v.l.n.r. Marcel Aulila, Dr. Marcel Klinge, Hans-Peter Bensch, Prof. Dr. Lars P. Feld, Ernst Burgbacher, Dr. Gerhard Aden, Paul Haug | Foto: FDP

 

Presseartikel zum FDP-Kreisparteitag: „Hans-Pe­ter Bensch bleibt FDP-Kreis­vor­sit­zen­der“

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Allgemein, Presseberichte | 6. November 2017

Hans-Pe­ter Bensch bleibt FDP-Kreis­vor­sit­zen­der

Marcel Aulila rückt als dritter Kreisvorsitzender für Dirk Hetzer nach

Von Claudia Steckeler 6. November 2017

 

 

Neuwahlen beim FDP-Kreisparteitag (von links): Andreas Anton, Felix Cramer von Clausbruch, Marcel Aulila, Hans-Peter Bensch, Hilmar Fleischer, Florian Rosa, Claus Peter Fritz, Heinrich Lachenmaier, Ernst Pfister und Ernst Burgbacher (Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes). Auf dem Foto fehlen Paul Haug, Karl Haller und Thomas Teufel.  Foto: Claudia Steckeler

Tuttlingen/Kirchen-Hausen – Beim Kreisparteitag der Freien Demokraten am Samstagnachmittag im „Sternen“ in Kirchen-Hausen ist der bisherige Vorsitzende Hans-Peter Bensch bei den Wahlen einstimmig in seinem Amt bestätigt worden. Nur bei seinen Stellvertretern fand ein Wechsel statt. Da der bisherige dritte Kreisvorsitzende Dirk Hetzer aus beruflichen Gründen nach Durbach umgezogen ist, rückt für ihn Marcel Aulila nach.

Paul Haug gab in seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister von Geisingen (Walter Hengstler war krank) sowie als Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion einen kurzen Überblick über die Tätigkeiten der FDP: In Geisingen sei nach wie vor das Tempolimit auf der Autobahn ein Hauptthema, wobei Haug betonte: „Wir haben eine Lärmschutzwand gefordert, nicht mehr und nicht weniger.“ Im Kreistag sei das Thema Neubau des Landratsamts und die dafür notwendigen Parkplätze ein wichtiger Verhandlungspunkt sowie nach wie vor die Breitbandverkabelung.

Zwölf neue Mitglieder gewonnen

Einen Überblick über die rege Tätigkeit und Präsenz des Kreisverbands im vergangenen Jahr gab Hans-Peter Bensch. Erfreulich sei, dass der Kreisverband zwölf neue Mitglieder begrüßen konnte, teilweise noch vor, teilweise nach dem positiven Ergebnis der Bundestagswahl. „Bei allen Wahlkreisen aus Baden-Württemberg lag Tuttlingen am Ende an vierter Stelle“, so der Vorsitzende. Insgesamt gehören dem Kreisverband momentan 162 Mitglieder an.

Nachdem Kreisschatzmeister Heinrich Lachenmaier seinen Rechenschaftsbericht abgegeben hatte, bestätigte ihm Kassenprüfer Hans Peter Elsässer eine korrekte Kassenführung, sowie eine geordnete Vermögenslage.

Während der Wahlen und deren Auszählung nahm FDP-Mitglied Thomas Teufel die Gelegenheit wahr, um auf die Gefahren von zentralen Plattformen im Bereich der Digitalisierung aufmerksam zu machen. „Wir werden dominiert von zentralen Plattformen, die Daten sammeln. Wir müssen unser Wissen schützen, ansonsten werden wir in fünf bis zehn Jahren von den ,Big Five‘ beherrscht“, so Teufel. Um dem vorzubeugen, gäbe es nur eine Möglichkeit: Dezentrale Plattformen auf europäischer, Landes- und kommunaler Ebene, oder vom Unternehmer selbst zu schaffen. „Im Wahlkreis ist die Digitalisierung ein Thema bis 2021, und ich sehe durch diese eine Welle der Arbeitslosigkeit auf uns zukommen. Deshalb muss auch das bedingungslose Grundeinkommen diskutiert werden“, sagte Teufel.

Am Ende der Kreisverbandssitzung stellte Bensch den Antrag, dass der Landkreis aufgefordert werden solle, auf dem Alt- und/oder Neubau des Landratsamts so viel Fläche als möglich mit einer Fotovoltaikanlage zu bebauen. „Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien sollte die öffentliche Hand ein Stück voran gehen“, sagte Bensch. Er verwies darauf, dass die FDP auch eine Fotovoltaikanlage für den Neubau der Kreissporthalle beantragt habe, diese aber mit den Stimmen der Grünen abgelehnt worden sei. Und zwar, weil die bisherige Förderung der Anlagen, die eine Amortisierung in acht bis zehn Jahren vorsah, zurückgefahren worden sei, sodass sich eine Anlage inzwischen erst in etwa 20 Jahren amortisiere. „Aber wir wollen den Kreis ermuntern, das Thema fortzusetzen“, so Bensch.

Er gab auch noch die nächsten Termine bekannt: Den ordentlichen Landesparteitag am 5. Januar in Stuttgart mit der Dreikönigslounge; Die Dreikönigskundgebung am 6. Januar im Staatstheater in Stuttgart sowie den Neujahrsempfang des FDP-Kreisverbands Tuttlingen am selben Tag in der Stadthalle Tuttlingen, der in diesem Jahr erstmals als Bürgerempfang für alle interessierten Bürger geöffnet werden soll. Am 12. und 13. Mai folgt dann der 69. Bundesparteitag in Berlin.

 

Quelle: Schwäbische Zeitung, Regionalausgabe Gränzbote Tuttlingen, 6.11.2017

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Hans-Peter-Bensch-bleibt-FDP-Kreisvorsitzender-_arid,10764703_toid,705.html

 

Marcel Aulila: „Habe noch keine Wohnung in Berlin“

23. September 2017

Marcel Aulila: „Habe noch keine Wohnung in Berlin“

Bundestagswahl: Marcel Aulila

Von Moni Marcel (mm)

Marcel Aulila. Foto: pm

Der 26-Jäh­ri­ge Mar­cel Auli­la hat kla­re Zie­le, „aller­dings hab ich noch kei­ne Woh­nung in Ber­lin.“ Gute Chan­cen rech­net sich der FDP-Kan­di­dat trotz­dem aus, in den Bun­des­tag zu kom­men, immer­hin steht er auf der Lis­te auf Platz 16.

Wie er zur Poli­tik gekom­men ist? „Ich hab frü­her gern SIM-City-gespielt“, ein Com­pu­ter­spiel, bei dem man Städ­te ent­wirft. Und dabei ist dem jun­gen Mar­cel all­mäh­lich klar gewor­den, was das bedeu­tet, dass eine Stra­ße nicht nur eine Stra­ße ist, son­dern dar­un­ter Ver­sor­gungs­lei­tun­gen lie­gen. Und dass sich die Bür­ger nicht gera­de freu­en, wenn man die Steu­ern erhöht. Das Inter­es­se an Kom­mu­nal­po­li­tik war geweckt.

Als er dann nach dem Abitur am Spai­chin­ger Gym­na­si­um nach Fried­richs­ha­fen ging, um Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten zu stu­die­ren, „hat­te ich ein libe­ra­les Umfeld um mich. Da lag es nahe, in die FDP ein­zu­tre­ten.“ Und dann tat er das, was vie­le sei­ner Kom­mi­li­to­nen belä­chel­ten: Er kehr­te in die alte Hei­mat zurück. In den Mona­ten, die er in Mün­chen und Schwe­den ver­brach­te, „wur­de mir klar, dass mir der länd­li­che Raum ein­fach fehlt.“

Er fand Arbeit, grün­de­te den Orts­ver­band der Jun­gen Libe­ra­len, die nach zwei Jah­ren schon 23 Mit­glie­der hat­ten. „Wir haben Voll­gas gege­ben.“ 2014 wur­de er in den Gemein­de­rat gewählt, 2015 zum Vor­sit­zen­den der Lan­des-Julis. Und das alles, wie er betont, ohne beson­de­re Kar­rie­re-Ambi­tio­nen: „Das hat sich ein­fach so ergeben.“

Nun also die Kan­di­da­tur für den Bun­des­tag, bei der er sich durch­aus Chan­cen errech­net. Immer­hin: Erfah­rung in der Kom­mu­nal­po­li­tik hat er schon gesam­melt, und das wünscht er sich eigent­lich für jeden, der im Bun­des­tag sitzt. „Mir ist es uner­klär­lich, wie jemand das machen kann, der noch nie in einem kom­mu­na­len Par­la­ment saß.“ Daher möch­te er auch in Spai­chin­gen wei­ter­ma­chen, soll­te er am Sonn­tag genug Stim­men für Ber­lin bekom­men. Und sei­ne The­men hat er auch schon klar gesetzt: Bil­dungs­po­li­tik kommt an ers­ter Stelle.

Her­un­ter­ge­kom­me­ne Schu­len, „im Spai­chin­ger Gym­na­si­um geht’s noch, aber da ste­hen noch Tages­licht­pro­jek­to­ren“, da muss der Bund ran, das ist für ihn klar. Des­halb muss das Koope­ra­ti­ons­ver­bot weg, damit der Bund sanie­ren kann, wenn die Län­der kein Geld dafür haben. „Das könn­te man gleich am ers­ten Tag machen“, sofern die FDP dann in der Regie­rung mit­mischt. Ver­gleich­ba­re Abschlüs­se, das ist das nächs­te. Er hat es selbst erlebt im Stu­di­um, der Kom­mi­li­to­ne aus Ham­burg, des­sen Mathe­kennt­nis­se nicht über die zehn­te Klas­se der Schwa­ben hin­aus­reich­ten, „und damals gab es noch 13 Klas­sen.“ Das ist für den Ham­bur­ger doof, der dann nach­ler­nen muss, aber auch für den Baden-Würt­tem­ber­ger, der viel­leicht bes­ser ist als der Ham­bur­ger, aber den­noch ein schlech­te­res Abi­zeug­nis hat und daher bei der Stu­di­en­platz­ver­ga­be den Kür­ze­ren zieht.

Breit­band­aus­bau, das nächs­te The­ma: Da soll der Bund sei­ne Antei­le an Post und Tele­kom ver­kau­fen, mit dem Geld wird dann das schnel­le Inter­net für alle finan­ziert. Wich­tig, nicht nur für die Unter­neh­men, son­dern auch, damit die Jun­gen auf dem Land leben wol­len. „Die schau­en heu­te nicht mehr fern“, sie brau­chen Net­flix und Co. Da kommt gleich das nächs­te The­ma: Die GEZ-Gebüh­ren, das muss anders wer­den, fin­det Mar­cel Aulila.

Klar, ARD und ZDF sol­len wei­ter öffent­lich blei­ben, sich aber auch mehr anstren­gen, aktu­el­ler wer­den. Dass bei­de öffent­lich-recht­li­chen Sen­der am Abend des Put­sches in der Tür­kei erst ihre Spiel­fil­me fer­tig lau­fen lie­ßen, wäh­rend N24 längst live aus Istan­bul berich­te­te, geht gar nicht, fin­det der FDP-Kan­di­dat. Ein Ein­wan­de­rungs­ge­setz nach kana­di­schem Vor­bild („das for­dert die FDP schon seit 20 Jah­ren“), das enga­gier­te Immi­gran­ten för­dert, die Unwil­li­gen abschiebt. „Wir brau­chen Rege­lun­gen“, dass Leu­te abge­scho­ben wer­den, die im Beruf oder der Aus­bil­dung ste­hen, gehe nicht. „Wir ste­cken da Geld rein, und dann wer­den sie abgeschoben.“

 

Quelle: NRWZ – Neue Rottweiler Zeitung

Link: https://www.nrwz.de/topnews/marcel-aulila-habe-noch-keine-wohnung-berlin/181179

 

Firmenbesuch: Kraus setzt auf eigene Teilefertigung

LOKALES
20.09.2017al

Kraus setzt auf eigene Teilefertigung

FDP-Politiker besuchen den Spaichinger Maschinenbauer


Firmenchef Joachim Kraus zeigt den Politikern Papiere, die mit einer Maschine gezählt werden und/oder einen Code aufgedruckt bekommen (v.l.): Leo Grimm, Joachim Kraus, Michael Theurer und Marcel Aulila. Foto: Alois Groß

Spaichingen al Politischen Besuch hat die Firma Kraus Maschinenbau GmbH in Spaichingen erhalten: Der Spitzenkandidat der FDP in Baden-Württemberg zur Bundestagswahl, Michael Theurer MdEP sowie der Vorsitzende des FDP-Ortsverbands, Leo Grimm, und FDP-Wahlkreiskandidat Marcel Aulila informierten sich.

Firmeninhaber und Geschäftsführer Joachim Kraus, der kurz vor einer Maschinenabnahme durch die Bundesdruckerei stand, gab einen Überblick über seine noch recht junge Firma, die er am 1. Oktober 2008 gegründet hat. Die damalige Wirtschaftsflaute sei allerdings nicht der günstigste Zeitpunkt dafür gewesen, erinnert sich Kraus. Vor Firmengründung war er bereits zehn Jahre in der Branche tätig.

Mit fünf Personen hatte er begonnen. Anfangs wurde das Gebäude von der Firma Zuführtechnik Leo Grimm gemietet, wobei der hintere Teil sogar untervermietet wurde, da das Gebäude viel zu groß war. Heute, mit 35 Mitarbeitern, platze das Gebäude aus allen Nähten, sodass ein Neubau in unmittelbarer Nähe geplant ist. Der Firmenchef denkt an einen Einzug Ende 2018. Angesprochen auf Zuschüsse, etwa aus dem europäischen Fördertopf, konterte Kraus mit Lachen: „Hilf dir selber, dann weißt du, dass dir geholfen wird.“

Größter Konkurrent in Kanada

Inzwischen sei die Firma Kraus Maschinenbau in gewissen „Nischen“ zum Beispiel in der Pharmaindustrie und Kosmetik weltweit ohne viel Konkurrenten. Der größte sitzt in Kanada.

Die Firma entwickelt Lösungen für das Zuführen, Positionieren, Spenden, Zählen, Vereinzeln von Papier und flachen Produkten bis 30 Millimeter Dicke. Das können einzelne Papierbögen, Etiketten, Broschüren, Booklets, Gruß- und Glückwunschkarten, aber auch Kunststoffprodukte sein. Geht es um den Verpackungsprozess selbst, so sind es Karton- und Faltschachtelzuschnitte, die für weitere Veredelungsschritte vorbereitet werden können, stellte der Firmeninhaber Kraus die Leistungen in einem kurzen Überblick dar.

Um maximale Flexibilität schon im Prototypenbau und später bei der Projektmontage sicherzustellen, wurde 2012 eine eigene Teilefertigung geschaffen. Mit der eigenen Sonderteilefertigung bleibt das Know-How im Haus und Weiterentwicklungen können zeitnah umgesetzt werden. Auch Maschinen für die Bundesdruckerei werden nach Kundenwunsch gebaut, um Papiergeld zu zählen und sortieren.

In der Ausbildung von zum Beispiel Mechatronikern sieht man in der noch jungen Firma gute Perspektiven, um in Zukunft an wirklich gute Facharbeiter zu gelangen.

„Schnelles Internet“ ist essentiell

Auch das „schnelle Internet“ bildete ein Gesprächsthema in der Runde. Vorerst ginge zu Hause allerdings alles schneller als hier in der Firma, stellte Joachim Kraus fest. Eine Verbesserung sei allerdings bereits zugesagt worden. Kostenlos könne man auch kein schnelles Internet bekommen, wie viele erwarten. Man bekomme es, nur müsse man halt bezahlen, denn die Leitungen liegen parat, brachte Leo Grimm ein.

Auf einem Rundgang durch die Firma mit Montage erklärte Joachim Kraus den Gästen die Besonderheiten der verschiedenen Maschinen, die jeweils auf genauen Kundenauftrag angefertigt werden.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 20.09.2017

Wahlkampf ohne Schlagworte

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Allgemein, Presseberichte | 21. September 2017

TROSSINGEN/KREIS TUTTLINGEN

Donnerstag, 21. September 2017

Wahlkampf ohne Schlagworte

Parteien Der ehemalige FDP-Vorsitzende Dr. Wolfgang Gerhardt erklärt den Besuchern im gut besetzten Trossinger Kesselhaus, warum es aus seiner Sicht eine starke FDP braucht. Während der neue Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Trossingen, Andreas Anton, und Bundestagskandidat Marcel Aulila das neue Gesicht der FDP prägen, liefert ein Altvorderer noch einmal das Hauptreferat des Abends: Dr. Wolfgang Gerhardt, mittlerweile 73 Jahre alt und als Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung nicht mehr den Aufgeregtheiten der Tagespolitik verpflichtet. Als Aulila, Jahrgang 1991, geboren wurde, saß Gerhardt bereits im hessischen Landtag. Ernst Burgbacher, langjähriger politischer Weggefährte Gerhardts, wird später bemerken, dass Gerhardt „nie Schlagwortpolitik“ gemacht habe. Ein Eindruck, der sich auch beim Vortrag in Trossingen bestätigt.

Wahlkampf macht Spaß

Gerhardt, ehemaliger Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, hat sich noch einmal für den Wahlkampf einspannen lassen. „Das hat Spaß gemacht“, sagt er fünf Tage vor dem Wahltermin. Er lobt den jungen Kandidaten des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen und wünscht ihm politisches Durchhaltevermögen, nachdem Aulila der Einzug in den Bundestag dieses Mal wegen eines hinteren Listenplatzes wohlverwehrt bleibt. Den forschen Auftritten der nachfolgenden Politikgeneration setzt Gerhardt die Abgeklärtheit einer fünf Jahrzehnte währenden politischen Laufbahn entgegen. Der Name Lindner kommt in seinem40-minütigen Vortrag gar nicht vor. Scheel und Genscher durchaus. Nicht dass er den jungen FDP-Vorsitzenden nicht schätzen würde („Er macht seine Arbeit sehr, sehr gut“, sagt er im persönlichen Gespräch), doch den Personenkult überlässt er anderen.

Gerhardt registriert dieser Tage eine „gute Stimmung“ für die FDP. Ganz anders als noch vor vier Jahren, als sich die damalige FDP-Spitze am Wahlabend nach Bekanntwerden der schweren Niederlage recht schnell aus dem Staub machte, wie Gerhardt heute schmunzelnd erklärt. Er, schon damals nicht mehr in vorderster Reihe, habe dann das Debakel erklären müssen. „Wir sind nicht an Frau Merkel, sondern an uns selbst gescheitert“, sagt Gerhardt heute. Die ehemaligen Trossinger FDP-Spitzenpolitiker Ernst Burgbacher und Ernst Pfister nicken wissend.

Vier Jahre später verheißen die Umfragen der Partei wieder Werte um die neun Prozent; der Wiedereinzug in den Bundestag dürfte gelingen. Auch Gerhardts Blick richtet sich auf den kommenden Sonntag und die Zeit danach. So ganz sicher ist er nicht, ob seiner Partei nicht noch vier Jahre in der Opposition ganz gut tun würden, sagt er am Rande der Veranstaltung. Andererseits dürften sich die Liberalen auch nicht verweigern, wenn sie zur Bildung einer tragfähigen Regierung gebraucht würden. „Es sind zu viele unterwegs, die zu bereitwillig das Geld anderer Leute ausgeben“, sagt der Wahlkämpfer. Auch dies sei ein Grund, warum dem neuen Bundestageine wieder erstarkte FDP gut tun würde.

Auch Gerhardt stimmt das hohe Lied der Eigenverantwortung an. Wer sich nicht in allem auf den Staat verlasse und gleichzeitig die Komplexität der heutigen Welt anerkenne, sei auch viel weniger anfällig für die „Märchenerzähler“. Wenn er damit meint, ist klar: die AfD, die sich dieser Tage anschickt, möglicherweise drittstärkste Kraft im neuen Bundestag zu werden. Deren Verachtung für die „Altparteien“ hält Gerhardt Verdienste mit durchaus historischer Dimension entgegen – etwa der Zwei-Plus-Vier-Vertrag Anfang der 90er-Jahre, den er als „Wunder der Weltgeschichte“ beschreibt. Gerhardt fordert „ein bisschen Stolz auf das Erreichte“ ein. „Wir müssen denen entgegentreten, die nur am Ressentiment arbeiten“, sagt der Liberale unter dem Applaus der Kesselhaus-Besucher.

Gerhardt zeigt sich als entschiedener Gegner einer Rückbesinnung auf die Nation. Den Brexit hält er für einen schlimmen Fehler, deren Protagonisten wie Boris Johnson für „extremkurzsichtig“. Und beim Gedanken an den amerikanischen Präsidenten: keine markige Ablehnung, eher entsetztes Schweigen eines engagierten Streiters für die transatlantische Allianz. Im weiteren Fortgang des Abends dekliniert der Gast aus Hessen das Wahlprogramm seiner Partei durch. Etwa die Kritik an der Bildungspolitik oder überzogenen Ansprüche vieler Eltern. Inklusion sieht er eher kritisch: „Ich glaube nicht, dass wir den Schwächeren gerecht werden, wenn wir die Stärkeren aufhalten.“

Beim Rentenalter will die Partei jeden Einzelnen entscheiden lassen, wann denn Schluss ist. In Sachen Europäischer Union fordert Gerhardt Härte gegenüber Staaten wie Ungarn ein. Für Länder, die Urteile des Europäischen Gerichtshof nicht akzeptierten, müsste der Rauswurf eine Option sein. Auf die Frage des ehemaligen FDP-Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Hilmar Fleischer, in wiefern wirtschaftlicher Druck zu politischen Einlenken führen könne, verweist Gerhardt darauf, dass diplomatisches Geplänkel der Marke Steinmeier gegenüber Russland nicht weiterhelfe. Putin brauche klare Ansagen.

Ernst Pfister optimistisch

Umrahmt vom FDP-Panikorchestermit Gérard Deleye, Ernst Pfister, Ernst Burgbacher und dem dezenten Perkussionisten Marcel Aulila geht ein Abend zu Ende, der eine durchaus selbstbewusste FDP zeigte. Als Ernst Pfister 20 Prozent plus X für das Zweitstimmenergebnis der Partei in Trossingen vorhersagt, schaut Aulila kurz irritiert und sagt: „Wäre schön.“ mas

”Es sind zu viele unterwegs, die zu bereitwillig das Geld anderer Leute ausgeben. Wolfgang Gerhardt zu den Gründen, warum die FDP aus einer Sicht wieder in den Bundestageinziehen muss. Wird Trossingen wieder zur FDP-Hochburg? Beim Vortrag von Wolfgang Gerhardt war das Kesselhaus gut gefüllt. Foto: Markus Schmitz

Quelle: Südwestpresse/Neckarquelle vom 21.09.2017

Das „Bimmelbähnchen“ auf der Gäubahn

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Allgemein, Presseberichte | 21. September 2017

Region Tuttlingen

LOKALE NACHRICHTEN

15.09.2017 | Christian Gerards

Das „Bimmelbähnchen“ auf der Gäubahn

Die FDP diskutiert mit ihrer lokalen Polit-Prominez über die Verkehrssituation in der Region – Unternehmer ist die Bahnstrecke mit Blick auf seine Gäste schon fast peinlich. Diskutieren über die Verkehrssituation in der Region (von links): Andreas Schmidt, Jürgen Keck, Paul Haug, Hans-Peter Bensch, Ernst Pfister, Willy Walter, Ernst Burgbacher und Dieter Teufel. Foto: Christian Gerards

 

Tuttlingen sz Mit ihrer geballten Politik-Prominenz aus dem Landkreis Tuttlingen hat die FDP am Donnerstagabend bei der Tuttlinger Vito AG sich mit der Frage „Verkehrsinfrastruktur für den Mittelstand – wo fehlt es?“ auseinandergesetzt. Der Tenor war schnell klar: Es müssen Investitionen in die Infrastruktur her – und vor allem die Gäubahn zweispurig ausgebaut werden.

Neben den Kreisräten Hans-Peter Bensch, Willy Walter und Paul Haug waren auch mit Ernst Pfister der ehemalige baden-württembergische Wirtschaftsminister und mit Ernst Burgbacher der ehemalige parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium vertreten. Auch der Konstanzer FDP-Landtagsabgeordnete Jürgen Keck und IHK-Präsident Dieter Teufel nahmen an der Diskussionsrunde teil. Dagegen fehlte der Direktkandidat Marcel Aulila, er war zeitgleich bei einer Podiumsdiskussion im Landkreis Rottweil eingespannt.

Lärmschutz an Autobahn 81

Paul Haug zeigte zunächst auf, wie wichtig eine neue Lärmschutzwand an der A 81 auf Höhe von Geisingen sei. Die Autobahn zerschneide die Stadt und würde dadurch zu einer kräftigen Lärmbelästigung führen. Solange die neue Wand nicht kommt, plädiere Geisingen für eine Temporeduzierung auf dem Streckenabschnitt. „Es ist nicht die Aufgabe der Stadt, den Lärmschutz für die Autobahn zu finanzieren“, sagte Haug. Einig waren sich die Liberalen auch darin, dass die Umfahrungen für Spaichingen und Immendingen dringend kommen müssen.

Ein zentraler Punkt der Diskussion war der zweispurige Ausbau der Gäubahn. Andreas Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Vito AG, meinte, dass es zu bestimmten Zeiten nicht schön sei, mit der Gäubahn zu fahren: „Manche unserer Gäste kommen zum ersten Mal nach Deutschland, da will man sie nicht unbedingt in diesen Regionalzug setzen. Da holen wir sie am Flughafen lieber mit dem Auto ab.“ Zudem würde der Flughafen in Zürich deutlich besser und zeitlich besser planbarer zu erreichen sein. Dem stimmte Pfister zu, aber nicht ohne den Hinweis, dass er den Trend nicht gut finde.

Die Bezeichnung „Regionalexpress“, der auf der Gäubahn unterwegs ist, sei für Burgbacher ein Euphemismus. Unter einem Express stelle er sich etwas anderes vor. Die Region dürfe es sich nicht weiter gefallen lassen, auf den Gäubahn-Ausbau zu warten.

Für Teufel ist der Name „Gäubahn“ zudem eine ungünstige Bezeichnung. Schließlich verbinde die Linie Stuttgart und Zürich und sei keine Bahnlinie in der Provinz. Dass der zweispurige Ausbau nun im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans sei, heiße allerdings nicht, dass „wir nächste Woche mit dem Ausbau anfangen“. So würde Stuttgart 21 auch nur Sinn machen, wenn die Gäubahn ertüchtigt wird.

Die Schweizer sind schon fertig

Keck wies darauf hin, dass die Strecke über Zürich weiter nach Mailand führen würde: „Für so eine Strecke fährt da ein Bimmelbähnchen“, meinte er. Während die Schweizer ihren Teil des Locarno-Abkommens, der den Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz verbessern soll, eingehalten haben, hinke Deutschland hinterher. Die Züge der Eidgenossen hätten eine deutlich bessere Qualität als die Züge der Deutschen Bahn: „Die Schweiz hat ihre Hausaufgaben gemacht.“

Bensch wies darauf hin, dass die Gäubahn laut SWR-Tickernachricht vom gleichen Tage an den Stuttgarter Tiefbahnhof  angeschlossen werden müsse. Kostenpunkt: 150 Millionen Euro. Die überparteiliche Koalition vor dem Bürgerentscheid zu Stuttgart 21 im November 2011 habe den Neubau des Bahnhofs immer mit dem Ausbau der Gäubahn verknüpft. Zudem müsse die Region laut Burgbacher aufpassen, dass der Flughafenanschluss der Gäubahn nach Stuttgart nicht wegbricht. „Rund 300 000 Passagiere aus diesem Einzugsgebiet fliegen pro Jahr von Stuttgart“, betonte er. Wenn der Anschluss wegbreche, dann würde sich der Ausbau der Gäubahn nicht rechnen.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 16.09.2017

Bundestagskandiaten im Porträt: Marcel Aulila (FDP)

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Allgemein, Presseberichte | 21. September 2017

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RegionTuttlingen

LOKALES

24.08.2017 | Regina Braungart

Bundestagskandiaten im Porträt: Marcel Aulila (FDP)

Die Dinge zielstrebig voranbringen, ist der Ansatz des FDP-Kandidaten Marcel Aulila

„Die Freiheit führt das Volk“ heißt das Bild von Eugène Delacroix zur französischen Revolution, das im Wohnzimmer Marcel Aulilas hängt. Sein Bild ist derzeit auf vielen Plakaten zu sehen. Foto: Regina Braungart

Tuttlingen/Spaichingen sz Ein wenig überrascht hat Marcel Aulila sein politischer Aufstieg selbst. „Eigentlich wollte ich Kommunalpolitik machen.“ Nach einer kurzen Phase in der Jungen Union Spaichingens gründete er die Jungen Liberalen in Spaichingen. Er war Kreisvorsitzender, dann Landesvorsitzender, setzte sich knapp durch, ist jetzt im FDP-Landesvorstand und wurde von den Delegierten des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen zum Bundestagskandidaten gewählt. Und obwohl sein Listenplatz erst bei bisher unrealistischen Prozentzahlen der FDP zu einem Mandat führen wird, hängt sich der 26-Jährige ins Zeug. Im September werden es dann mindestens 15 Termine in der Woche sein.

Urlaub ist in diesem Jahr gestrichen, die Arbeit in der Firma seines Vaters kann er sich selbst einteilen. Er baut dort ein europäisches Vertriebssystem auf und macht den Vertrieb im ganzen süddeutschen Raum für Sicherungssysteme an Maschinen. Maschinenbau und Automatisierungstechnik sind die Hauptbranchen, mit denen seine Firma kooperiert.

Schon als Landesvorsitzender der Jungen Liberalen habe er berufliche Termine mit politischen koordiniert. Überhaupt: Disziplin und Zielstrebigkeit scheinen zwei Haupt-Eigenschaften Aulilas zu sein. Dabei wirkt er immer gelassen-freundlich, ohne jede Verbissenheit.

„In der Regelstudienzeit“, drei Jahren, so bemerkt er nebenbei, habe er auch sein Bachelorstudium an der Zeppelin University Friedrichshafen absolviert. Das Politik-, Wirtschafts- und Soziologiestudium am Bodensee, begleitet von zahlreichen Praktika auch in Großstädten, ist ihm wichtig. Die Urkunde hängt im großen Wohn- und Küchenraum der modernen Wohnung im elterlichen Haus an der Wand. Neben Beruf und Politik besucht Aulia drei- bis viermal die Woche das Fitnesstudio. Das Schlagzeug-Spielen hat er aufgegeben.

„Nie wieder Großstadt“

Er bezeichnet sich als „Rückkehrer“ vom Studium und bilanziert: „Nie wieder Großstadt.“ Er habe als Erwachsener die Gegend ganz neu kennen gelernt, mit eigenem Auto und fühle sich in der gesunden und schönen Umgebung pudelwohl. Den Landkreis Tuttlingen kannte er auch durch seinen Zivildienst gut. Den machte er bei der Awo in Tuttlingen. Über Essen auf Rädern habe er in soziale Bereiche geblickt, die er vorher nicht kannte und, wie er ehrlich sagt, wohl auch nicht kennen gelernt hätte.

Außerdem begleitete er einen gelähmten Jungen im Gymnasium in Tuttlingen. Dessen Lebensprognose sei schlecht gewesen, „und jetzt hat er Abi gemacht und das Studium in Friedrichshafen begonnen.“ Für Aulila auch so ein Beispiel, wie stark der Wille zur Selbstbestimmung sein kann.

So bleibt von dieser Phase eine wichtige Erfahrung, auch wenn er den Zwang zum Zivildienst damals als ungerecht empfunden hatte.

Wohin man kommen kann, wenn man zielstrebig und pragmatisch ist, das hat Marcel Aulila immer auch in der Familie und der eng verbundenen donauschwäbischen Gemeinschaft gesehen. Der Vater ist in Darowa geboren, die Mutter sogar in Brasilien, weil deren Familie als Donauschwaben aus Jugoslawien vertrieben wurde. Sie kam als Kleinkind nach Aldingen, beziehungsweise Spaichingen. Keine einfachen Lebenswege. Und heute? Demnächst expandieren der Vater und der Sohn mit ihrer Firma.

Die väterliche Firma irgendwann einmal zu übernehmen, ist der Wunsch, sagt Marcel Aulila. Er nimmt sich einerseits Leo Grimm, den früheren FDP-Landtagsabgeordneten und Unternehmer, aber auch Franz Schuhmacher, der neben seinem Landtagsmandat auch sein Unternehmen weiter führte, zum Vorbild. Seit 2014 ist er im Gemeinderat.

An der Politik gefällt Aulila die Bewegung; Dinge voranbringen, nicht an Ideologien festhalten. Muss und darf so ein junger Mann nicht auch ein wenig querschießen? Er schmunzelt und zitiert nicht ganz ernst den Parteivorsitzenden Christian Lindner: „Wenn du heute deine Eltern ärgern willst, gehe zur FDP.“

Das Programm der FDP

Die Punkte, die er nennt, sind die aus dem FDP-Programm. Bildungspolitik etwa – Vereinheitlichung bundesweit, mehr Kompetenzen für den Bund und mehr für die Schulen selbst, um sich etwa auch einer bestimmten regionalen Wirtschaftsstruktur besser anpassen zu können oder auch ein eigenes Personalmanagement zu betreiben. Steuerpolitik: „Jeder Neunte zahlt den Spitzensteuersatz, da stimmt doch was nicht.“ 500 000 Euro Freibetragsgrenze für Grunderwerb – es ist klassisch liberale Politik, die Aulia vorschwebt.

Eingebettet worin? Bildung solle den Menschen ermächtigen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und die materielle Grundlage solle den jungen Leuten wie ihm ermöglichen, über materielle Werte ihre eigene Zukunft zu sichern, wenn die staatlichen Renten nicht mehr funktionieren werden.

Sein jugendliches Alter sieht er als starken Pluspunkt. Gerade was Digitalisierung und neue Medien angehe, sei die FDP als durchschnittlich junge Partei dafür prädestiniert, entsprechende Weichen zu stellen.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 24.08.2017

Matinee mit Silberhochzeit

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Presseberichte | 4. September 2017

Matinee mit Silberhochzeit

FDP  Vor 25 Jahren wurde Dr. Hilmar Fleischer Mitglied der Freien Demokraten, Anlass für den Stadtverband ihm die silberne Ehrennadel zu überreichen. Zu einer besonderen Matinee versammelten sich rund 30 Parteifreunde des FDP-Stadtverbandes Trossingen gestern Vormittag im „Bischdro Goschehobel“: Den Anlass nannte Stadtverbandsvorsitzender Andreas Anton eine Silberhochzeit. Gemeint war die 25-jährige Mitgliedschaft von Dr. Hilmar Fleischer. Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch befand gar, dass eigentlich die Goldene Hochzeit zu feiern sei, denn, so scherzte er: „In der FDP zählt jedes Jahr doppelt.“

Die Ehrung gestaltete sich wie das Wetter, vorwiegend heiter. Gleichwohl standen die Verdienste des engagierten Liberalen, auch als Vorsitzender und Stadtrat, im Mittelpunkt. Er sei einer, der auch in turbulenten Jahren der FDP die Treue gehalten habe, betonte der Stadtverbandsvorsitzende, erinnerte an den Triumph von 2009 mit fast 15 Prozent bei der Bundestagswahl ebenso wie an die Enttäuschung vier Jahre später, als die Freidemokraten an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten.

Das werde am 24. September nicht geschehen, versprach der Wahlkreiskandidat Marcel Aulila, der in seinem Grußwort Eckpunkte liberaler Politik für die Zukunft aufzählte.

Als Laudatoren angekündigt, baten die Urgesteine der Partei, der ehemalige Wirtschaftsminister Ernst Pfister und der ehemalige Staatssekretär Ernst Burgbacher, statt Lobreden zu halten lieber ihren Freund Hilmar Fleischer zu einer lockeren Plauderei an den Bistrotisch.

Ernst Pfister erinnert sich

Ernst Pfister rief seinen Wahlkampf von 1992 ins Gedächtnis, als er an die Tür der Familie Fleischer klopfte. Da freilich war der Arzt bereits in der Partei. Schon am 19. Januar war er in die FDP eingetreten. Bei der Überreichung der Urkunde und Ehrennadel zählte Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch herausragende Ereignisse des Jahres 1992 auf, so die Deutsche Meisterschaft des VfB Stuttgart, den Start des Mobilfunknetzes oder auch die Wahl von Bill Clinton zum amerikanischen Präsidenten und eben den Parteieintritt von Dr. Hilmar Fleischer.

Inzwischen, so der ehemalige Bundestagsabgeordnete Ernst Burgbacher, sei aus dem Ortsvorsitzenden und Gemeinderat auch als Delegierter bei Parteitagen ein richtiger Parteigänger geworden. Der gestern Geehrte, dem aus den Erfahrungen der 68er-Zeit politischer Druck ein Gräuel sei, hob die Offenheit und Ehrlichkeit der Parteifreunde untereinander hervor.

Radfahrgruppe zu Gast

Am harten politischen Geschäft, zum Beispiel bei der Aufstellung der Landeslisten, hat er aber offenbar nur geringen Gefallen. Bei allem Lob für ihn, verwies er auf die Unterstützung seiner Frau Brigitte, worauf spontaner Applaus aufbrandete.
Mitten in die Feier hinein platzten Hilmar Fleischers Kameraden aus der Radfahrergruppe „Kaputtocinos“, deren Präsident Peter Hellstern als eingefleischter Christdemokrat entlarvt wurde. Indes, der Schwenninger Unternehmer relativierte sein politisches Verhältnis zu seinem Sportkameraden. Hilmar Fleischer sei der Schwarze in der FDP und er selbst sei der Liberale in der CDU, erläuterte er. Darum verstünden sich beide so gut. Das leuchtete allen ein. hd

”In der FDP zählt jedes Jahr doppelt.“
Hans-Peter Bensch
Der FDP-Kreisvorsitzende hätte Dr. Hilmar Fleischer am liebsten für 50 Jahre bei den Liberalen gratuliert.

 

Kein Ende in Sicht

MS will weiter expandieren – FDP besichtigt MS Powertrain Technologie
Von Larissa Schütz

TROSSINGEN-SCHURA – Mehr als 700 Mitarbeiter insgesamt, zwei internationale Zweigstellen, ein Jahresumsatz von mehr als 180 Millionen Euro in der MS Powertrain Technology Group und insgesamt weltweit 238 Millionen Euro – die MS ist Trossingens größtes Unternehmen. Seit mehr als einem Jahr läuft die Produktion inzwischen im Schuraer Gewerbegebiet: Anlass für die Trossinger FDP, einen Besichtigungsbesuch bei der Firma zu unternehmen.

Die MS ist groß – und das Unternehmen möchte noch weiter expandieren.

Das war eine der ersten Informationen, die die Gäste von der FDP erhielten: „Wir werden ein deutliches Wachstum anstreben“, kündigte Vorstandsmitglied Armin Distel mit dem Hinweis auf neue Produkte an. „Wir haben alles so vorbereitet, dass schnell expandiert werden kann“, erläuterte auch Wolfgang Bieber, Geschäftsführer der MS Powertrain Technologie GmbH. Der Geschäftszweig, der sich mit Komponenten und Systemen für die Antriebstechnik befasst und unter anderem an Daimler, ZF, MAN oder Liebherr liefert, wurde mit dem Umzug von Spaichingen nach „Neuen II“ („Neuen I“ ist das Burgbacher-Areal am Ortsrand von Schura) großteils autark und erhielt einen eigenen Geschäftsführer.

Dieselbe Entwicklung durchlief das Geschäftsfeld Ultraschall, das als MS Ultraschall Technologie GmbH derzeit noch am alten Standort in Spaichingen auf 26 000 Quadratmetern Fläche residiert. Auf der Seite der Kreisstraße 5910, auf der bereits die MS Powertrain Technologie GmbH auf 18 000 Quadratmetern steht, wird noch ein Verwaltungstrakt gebaut. Auf der anderen – der Durchhausener – Straßenseite ist die Erweiterung „Neuen III“ bereits gerodet – und wartet auf die MS Ultraschall. Deren Umzug ins Gewerbegebiet Neuen ist geplant, aber „wir haben keinen solchen Zeitdruck wie damals beim Umzug der MS Powertrain“, sagte Distel. Mindestens denselben Platz wie in Spaichingen wird der Geschäftsbereich in „Neuen III“ benötigen, so Distel. Eine Verbindung über die K 5910 soll die Fabrikteile verbinden.

Eigenes Blockheiz-Kraftwerk

Vorerst gab es für die FDP aber nur die MS Powertrain zu besichtigen – die mit Produktion, Logistik, Personal und Versorgung einschließlich eigenem Blockheiz-Kraftwerk mehr als genug Stoff für einen ausgiebigen Rundgang bietet. Beim Gang durch die elf Meter hohe Produktionshalle fiel vor allem auf – Bieber betonte es auch -, dass die Luft sehr sauber ist. Dafür verantwortlich ist eine Schichtbelüftung, die für einen Luftstrom von unten nach oben sorgt. Bis ins Detail durchgetaktet sind die Arbeitsabläufe: Jeden Morgen wird der Tag in einem eigens dafür ausgestatteten Raum geplant (Bieber: „Hier findet der Showdown statt“). Wer hier wieder rausgeht, weiß genau, was er wann, wie und wo zu tun hat. Arbeitsflächen, Abläufe, Raumaufteilung: „Wir sind einem ständigen Optimierungsprozess ausgesetzt“, sagte Bieber, und fügte hinzu: „Das Thema Geschwindigkeit begleitet uns.“

Im Anschluss diskutierte die FDP mit Bieber und Distel über aktuelle Themen, die auch für die MS relevant sind, wie Elektromobilität, von der Distel nicht überzeugt ist („Sie wird sicher verstärkt kommen, aber nicht so flächendeckend, so schnell wie und anders als wir denken.“) und die Gewinnung von Fachkräften, bei der die MS laut Bieber auf regionales Marketing setzt – als nächstes beim Stadtfest Trops.

Quelle: Schwäbische Zeitung, Regionalausgabe Trossinger Zeitung, Redakteurin Larissa Schütz vom 29.06.2017

MS expandiert weiter

Bei MS Powertrain in Schura werden Teile für Antriebstechnik gefertigt. Mitglieder der FDP-Ortsgruppe Trossingen und FDP-Bundestagskandidat Marcel Aulila aus Spaichingen konnten sich bei einer Betriebsbesichtigung von der Leistungsfähigkeit der Firma überzeugen. Foto: Ingrid Kohler

 

Wirtschaft     FDP-Ortsgruppe Trossingen und Bundestagskandidat Marcel Aulila aus Spaichingen waren zu Besuch bei der neu firmierten MS Powertrain Technology in Schura.

Die ehemalige „MS Spaichingen“ hat sich nicht nur räumlich und örtlich verändert, sondern die Geschäftsfelder mit jeweils eigenen  Geschäftsführern neu bestellt. Am neuen Standort im Interkommunalen Gewerbegebiet in Schura, wo seit mehr als einem Jahr die Produktion läuft, befindet sich jetzt die „MS Powertrain Technologie  GmbH“, während am alten Standort in Spaichingen die „MS Ultraschall
Technologie GmbH“ produziert und sich die „MS Industrie-Verwaltungs GmbH“ befindet. Dies erfuhren die Teilnehmer der FDP Trossingen bei der Besichtigung der MS in Schura mit dem Geschäftsführer der Powertrain Technologie, Wolfgang Bieber, sowie Armin Distel, der gemeinsam mit Dr. Andreas Aufschnaiter und einem Bilanzbuchhalter den dreiköpfigen Vorstand der MS Insdustrie AG mit Sitz in München bildet. Auch Karl-Heinz Haller, in Spaichingen und Schura zuständig für das Marketing, begleitete die Besucher.

Verwaltung zieht erst später um

18 000 Quadratmeter Fläche, davon 12 000 für die Produktion und jeweils 2000 für Verwaltung, Versorgung und Logistik, fasste Geschäftsführer Bieber die Gebäudeflächen am Standort in der Neuenbühlstraße 6 zusammen. Zusätzlich seien die gerodeten
Flächen bereits in Besitz von MS, und man werde bei Bedarf weitere angrenzende Flächen kaufen, betonte Armin Distel. Allerdings
habe man aktuell keinen Zeitdruck zum Bauen. Die MS Ultraschall Technologie in Spaichingen sei zwar auch sehr stark gewachsen
und wie die Powertrain weiter auf Expansionskurs, habe aber nunmehr in Spaichingen 26 000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Auch verbleibe die Verwaltung noch in Spaichingen. „Wir sind zwar an der Vermarktung der Immobilien in Spaichingen dran, aber alles noch ohne zeitliche Vorgabe“, so Distel. Erstrebtes Ziel sei aber, „alles an einem Standort“ und zwar in Schura mit angedachter Straßenüberquerung von der Powertrain zur Ultraschall. Was die MS Powertrain betrifft, seien dies derzeit 330 Mitarbeiter in Schura,
140 im Werk Zittau und 150 in Webberville in den USA. Insgesamt habe MS in allen Bereichen mehr als 600 Mitarbeiter und einen
Jahresumsatz von 170 bis 180 Millionen Euro, so Distel.

Beim Rundgang durch die Produktion wurden die Dimensionen des Gebäudes deutlich. Mehr als 100 Bearbeitungszentren laufen im Drei-Schicht-Verfahren. Streng getrennt von der normalen Serienfertigung ist die Prototypenfertigung, in die MS rund drei Millionen Euro investiert hat. Geprüft werden die Teile in klimatisierten Räumen mit 3 D-Messanlagen. Und was die Umwelttechnik betrifft, da ist MS auf dem neuesten Stand der Dinge. Fast schon klein erscheint der Logistikbereich, doch auch hier ist wie in der Produktion bis ins kleinste Detail alles durch getaktet. „Von 24 Mitarbeitern werden im Drei-Schicht-Betrieb zwischen 25 und 30 Lkw pro Tag beladen.

Beim Stadtfest dabei

Um Fachkräfte zu gewinnen, setzte man auf Marketing in der Region, so die Geschäftsführung auf die Frage Ernst Pfisters. Auch beim Stadtfest „Trops“ werde man sich präsentieren. iko

Quelle: Neckarquelle Online vom 27.06.2017

FDP-Kreisparteitag: Kreis-FDP schickt acht Delegierte ins Rennen

Lokales | 06.11.2016 | Katja Mielcarek

Kreis-FDP schickt acht Delegierte ins Rennen

Aufstellung der Landesliste am 19. November in Donaueschingen – Hoffnungen ruhen auf Marcel Aulila

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Geisingen/Tuttlingen sz Bei seinem ordentlichen Parteitag hat der FDP-Kreisverband Tuttlingen in Geisingen unter anderem die Delegierten für die Landesvertreterversammlung am 19. November gewählt. In Donaueschingen wird die Landesliste für die Bundestagswahl aufgestellt.

Der Kreisverband hofft auf einen guten Platz – möglichst unter den Top Fünf – für seinen Spitzenkandida-ten Marcel Aulila, den Landesvorsitzenden der Jung-Liberalen. Aulila stimmte knapp 30 Mitglieder auf die Herausforderungen der kommenden Monate ein.
Die Liberalen des Kreisverbandes Tuttlingen ziehen optimistisch in den anstehenden Bundestagswahl-kampf. Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch sprach beim Kreisparteitag in Geisingen-Kirchen-Hausen vorsichtig von sieben Prozent der Stimmen, die die FDP erreichen könne. Der einstige Landeswirtschafts-minister Ernst Pfister berichtete von diversen Gesprächen, in denen „geradezu eine große Sehnsucht“ nach einer liberalen Stimme im Bundestag zum Ausdruck komme. Und Marcel Aulila, der Spitzenkandidat der baden-württembergischen Jungliberalen, zeigte sich überzeugt, dass die FDP in Zukunft wieder eine wich-tigere Rolle in Deutschland spielen werde. Der Weg dorthin führe über die klassischen Werte der FDP, aber auch über die Bespielung neuer Themen, wie die Digitalisierung oder auch die Freigabe von Canna-bis. Die Partei müsse sowohl auf die erfahrenen Kräfte setzen, als auch auf neue, frische Gesichter.
Eines dieser frischen Gesichter sei Marcel Aulila, sagte der Kreisvorsitzende Hans-Peter Bensch. Der Kreisverband Tuttlingen hoffe, ihn bei der Landesvertreterversammlung auf einem der ersten fünf – und damit vergleichsweise sicheren – Plätze auf der Landesliste positionieren zu können. Allerdings werde das nicht ganz einfach sein.

Aktuelle Situation nicht einfach

Nicht ganz einfach ist auch die aktuelle Situation des Kreisverbandes, der mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen habe, wie der Vorsitzende sagte. Auch finanziell war das Jahr 2016 für die Liberalen an-spruchsvoll, berichtete Schatzmeister Heinrich Lachenmaier. Während das Jahr 2015 noch mit einem Plus von 35000 Euro abgeschlossen wurde, sei nun mit einem „deutlichen Fehlbetrag“ zu rechnen. Grund seien die deutlich zurückgegangenen Spenden, die Ausgaben für den Landtagswahlkampf und auch die Sonderumla-ge von 25 Euro pro Mitglied, die die Bundespartei von ihren Kreisverbänden fordere.

Paul Haug, der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, berichtete über den geplanten Neubau des Landrat-samts und die Diskussionen um die notwendigen Parkplätze. Er plädierte für ein Parkdeck auf dem ehema-ligen Schweickhardt-Gelände. Dem widersprach Hans-Peter Bensch, der für eine andere Lösung plädierte. Die könne aber aller Voraussicht nicht das Parkhaus sein, das Aesculap im Bereich des Bahnhofs bauen will. Dort würde eine Miete von 60 Euro pro Stellplatz fällig – ein Betrag, der den Angestellten im Land-ratsamt nicht zumutbar sein. Der Landkreis müsse dann die jeweils die Hälfte zusteuern. Problematisch sieht die Kreistags-FDP auch die Parksituation im Bereich der gewerblichen Schulen, sagte Paul Haug. Die Arbeitsbedingungen der Putzfrauen im Landratsamt (unser Bericht am Samstag) müssten unbedingt ge-klärt werden. So sinnvoll die Privatisierung in vielen Bereichen sein könne, in diesem Fall müsse ernsthaft überlegt werden, die Verträge zu kündigen. Oft würden Einsparungen auf Kosten des Personals durchge-setzt so Haug, der aber ausdrücklich keine Aussage zur Situation im Landratsamt machte. Er verwies auf das Klinikum, wo die Arbeiten jetzt zum Teil wieder mit einigen Leuten erledigt würden.

Quelle:  http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Kreis-FDP-schickt-acht-Delegierte-ins-Rennen-_arid,10557996_toid,705.html

Portrai Marcel Aulila: Er ist keiner der „Dummschwätzer“

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Allgemein, Presseberichte | 8. November 2016

Villingen-Schwenningen

Er ist keiner der „Dummschwätzer“

Von Jasmin Cools 19.09.2016 – 16:15 Uhr

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In seiner Heimatstadt Spaichingen ist Marcel Aulila Stadtrat. Hier hat er auch einst den Ortsverband der Jungen Liberalen gegründet. Fotos: Cools Foto: Schwarzwälder-Bote

„Um ganz offen zu sein…“, setzt Marcel Aulila an und legt die Fingerkuppen dabei aneinander. Noch während er spricht, ertappt er sich selbst bei der Politiker-Floskel und muss lachen. Sobald ein paar Reizworte fallen, schlüpft er kurz in die Rolle des Politikers, jedoch ohne dabei abgehoben oder distanziert zu wirken. Vielleicht liegt es daran, dass er noch so jung ist. Mit 25 Jahren hat er schon einiges erreicht. Der Spaichinger ist nicht nur FDP-Stadtrat in seiner Heimatstadt, sondern auch Landesvorsitzender der Jungen Liberalen. Im kommenden Jahr wird er seine politische Karriere damit krönen, dass er als Bundestagskandidat für die FDP in den Wahlkreisen Tuttlingen und Rottweil antritt.
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Der junge Mann hat seine Passion für die Politik schon früh entdeckt. „Alles begann, als ich zehn Jahre alt war und das Computerspiel SimCity 3000 gespielt habe“, erinnert er sich, nicht ohne grinsen zu müssen. Da habe er sich erstmals mit städtebaulicher Entwicklung, Infrastruktur – Verkehr wie auch gesellschaftlicher – und Steuern befasst. „Ich lernte schnell, dass mehr Steuern bedeuten, dass man mehr Geld zum Agieren hat, die Leute aber gleichzeitig ungehaltener werden“, bringt er die Zusammenhänge auf den Punkt. Kein Wunder, dass das erste politische Engagement nicht lange auf sich warten ließ.

In der elften Klasse kandidierte er am Spaichinger Gymnasium als Schülersprecher, trat vor 800 Schülern gegen vier andere Kandidaten an und gewann souverän. Sein erster Triumph: Aulila kämpfte für einen Billardtisch im Schülermitverwaltungszimmer und bekam ihn.

Man könnte sagen, dass er von diesem Moment an angefixt war. Beim Studium in Friedrichshafen vertiefte der Vertriebler für Maschinen-Sicherheitstechnik sein Wissen und führte so manche Diskussion über liberale Philosophen. Dann kam das dritte Semester und der heimatverbundene Aulila wollte etwas Parteipolitisches machen. „Also habe ich 2012 mit ein paar Freunden in Spaichingen den Ortsverband der ›Jungen Liberalen‹ gegründet“, erzählt er. Damals war er 22 Jahre alt. Mittlerweile hat der Ortsverband 24 Mitglieder.

2014 folgte der Posten des Stadtrats. Der nächste logische Schritt sei der Landesvorsitz gewesen, erklärt der 25-Jährige. Damals ging er auf Promo-Tour durch die Landkreise. „In einer knappen Kampfabstimmung bekam ich letztendlich 56 Prozent der Stimmen, obwohl mein Gegenkandidat besser vernetzt war“, sagt er nicht ohne Stolz. Seine Rede habe wohl den Ausschlag gegeben. „Trotz nicht so guter Deutschnoten bin ich rhetorisch relativ versiert, denke ich“, gibt er eine ehrliche Selbsteinschätzung ab.

Mit dem Problem, als Politiker nicht ernst genommen zu werden, hatte er weniger zu kämpfen. „Meine Vita hat mich qualifiziert, aber sicher, man muss sich seine Lorbeeren verdienen“, weiß er. Natürlich sei man als junger Mensch idealistischer veranlagt, aber wenn man sich langfristig engagiere und authentisch sei, würde man auch ernst genommen. Und sein Alter hat auch Vorteile. Er gilt im Verband als Schnittstelle zur Jugend, kämpft unter anderem für Themen wie die Abschaffung des Tanz- und Alkoholverkaufsverbots. „Wenn es um Themen geht, für die ich brenne, dann ist keine Diskussion zu mühselig“, beweist er langen Atem.

Generell sei es wichtig, junge Leute ernst zu nehmen. „Nur so begeistert man sie für die Politik“, findet Aulila. Die Jugendlichen seien heute viel informierter über die Politik dank der sozialen Medien. „Klassische Hinterzimmertreffen sind natürlich wenig attraktiv für junge Leute. Stattdessen sollte es eine Möglichkeit geben, online den Kurs zu bestimmen“, schlägt der Jungpolitiker vor.

Wenn es um seine politischen Ziele geht, ist er voll in seinem Element. Dann passen Gestik und Worte perfekt zum gebügelten Hemd und dem zurückgegelten Haar. Doch als typischer Politiker oder gar als abgehoben sieht sich der junge Mann keinesfalls. „Nur weil ich ein Hemd trage, heißt das nicht, dass ich nicht auch gern mal einen mit Freunden hebe“, stellt er klar. So hatte er früher nicht nur lange Haare, sondern war auch Schlagzeuger in einer Band. „Wir hießen ›Insane Eye‹ und haben Kurt Cobain nachgeeifert“, erinnert er sich lachend.

Viel Zeit für Privates hat er nicht mehr, aber wann immer es möglich ist, geht er squashen. Das Wichtigste sei, bodenständig zu bleiben, für seine Sache zu kämpfen und sich durchzubeißen, „auch wenn manche Leute sagen: ›Politiker sind alle die gleichen Dummschwätzer‹.“

Trotz der vielen bisherigen Erfolge findet Aulila nicht, dass er sich verändert hat. „Man muss ja kein homo politicus werden, sondern soll authentisch bleiben. Spaß haben gehört dazu“, betont er. Aber natürlich finde man keine „Saufbilder“ von ihm auf Facebook. Auf so etwas achte er, denn sein Profil repräsentiert ihn und seine Rolle.

Die Vorbereitungen für seine Bundestagskandidatur laufen bereits. „Momentan stelle ich mein Wahlkampfteam zusammen, suche lokale Themen und besuche im November den Parteitag der FDP mit 400 Delegierten“, erzählt er. Er will dort für die Top Fünf kandidieren. „Ich bringe viel Erfahrung mit und traue mir das zu“, sagt er ohne einen Hauch von Zweifel.

Ansonsten schluckt das Hobby Politik viel Zeit und Benzin. 20 Stunden pro Woche investiert er in seine Aufgaben als Landesvorsitzender, auf Veranstaltungen lokal wie landesweit zeigt er Präsenz und fährt mit seinem Audi um die 1500 Kilometer im Monat. Doch das alles tut er gern, denn: „Die Politik braucht junge Menschen.“

Marcel Aulila verbreitet Aufbruchstimmung

FDP-Kreisverbände Tuttlingen und Rottweil nominieren Spaichinger als Bundestagskandidaten

Von Frank Czilwa 27. Juni 2016

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Foto oben: Der junge Kandidat (Dritter von rechts) wird von einem Kreis erfahrener „Politprofis“ unterstützt (von links): Tuttlingens FDP-Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch, Dieter Kleinmann MdL a.D., Rottweils FDP-Kreisvorsitzender Gerhard Aden MdL, Marcel Aulila, Ernst Burgbacher MdB a.D. und Ernst Pfister MdL a.D. Foto: Frank Czilwa
Trossingen – Marcel Aulila ist nun offiziell Bundestagskandidat der FDP für den Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen. Der 25-jährige Spaichinger ist in der Nominierungsversammlung am Samstag im Trossinger Kesselhaus von den anwesenden 45 Stimmberechtigen bei einer Enthaltung einstimmig gewählt worden.

Im Herbst 2017 findet die Wahl für den Deutschen Bundestag statt. Die FDP macht sich gute Hoffnung, dann wieder ins deutsche Parlament zurückkehren zu können. „Ich erlebe eine richtige Aufbruchstimmung“ mit vielen Neueintritten und steigendem Medieninteresse, meinte Marcel Aulila, als er sich den FDP-Mitgliedern aus den Kreisen Tuttlingen und Rottweil vor seiner Nominierung vorstellte. Auch der Trossinger Ernst Burgbacher, von 1998 bis 2013 Abgeordneter der FDP im Deutschen Bundestag, ist überzeugt, dass die Stimmung in der Bevölkerung den Liberalen gewogen sei: „Jeder sagt, ihr fehlt und wir warten, dass ihr wieder kommt.“

„Aus dem wird mal was“, war Ernst Burgbacher schon überzeugt, als er Marcel Aulila beim Europa-Wahlkampf 2014 kennen gelernt hatte. Burgbacher war es auch, der der Versammlung formell Aulila als Kandidat vorschlug.

„Mit Leidenschaft“

Marcel Aulila ist 25 Jahre alt und kommt aus Spaichingen. Seit 2015 ist er Landesvorsitzender der Jungen Liberalen (Julis), die er auch im Kreis führt. Zur FDP kam er, als er 2012 den Spaichinger Ortsverband der Julis mit gegründet hatte. Er ist – „mit Leidenschaft“, wie er sagt – Stadtrat in seiner Heimatstadt Spaichingen und war 2014 Kandidat für das Europa-Parlament und Zweitkandidat bei der Landtagswahl 2016.

Von 2010 bis 2013 hat er an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen Wirtschafts- und Politikwissenschaft studiert und arbeitet seit 2014 als Produktmanager im technischen Vertrieb des elterlichen Unternehmens.

Im Bundestag will er „urliberalen Positionen“ wieder Gehör verschaffen: „Es gibt einige Felder in Berlin, die darauf warten, von uns Liberalen bestellt zu werden.“

So sei Deutschland etwa beim digitalen Ausbau gegenüber anderen Ländern „hinterher“ – auch was die Akzeptanz digitaler Innovationen in der Bevölkerung angeht. „Wir wollen den Zugang zum Internet zu einer Art Grundrecht machen“, so der Kandidat. Dies sei gerade auch für den Mittelstand und das Handwerk wichtig. Die Datensouverenität des Einzelnen müsse vor der „Sammelwut deutscher Behörden“ geschützt werden, weswegen er gegen die anlasslose Vorratsdatenspeicherung eintreten werde.

Er wolle für den Mittelstand kämpfen und vor allem für Neugründer, die mehr Unterstützung und weniger bürokratische Fesseln bräuchten. Beim Thema Erbschaftssteuer fordert Aulila bürokratische Erleichterungen oder diese „am besten ganz abzuschaffen“; durch diese Steuer gingen Arbeitsplätze und Wohlstand verloren.

„Alle 16 Landesregierungen experimentieren auf dem Rücken der Schüler herum, oft aus ideologischen Gründen“, beklagte Aulila beim Thema Bildung. Er fordert bundesweite Standards für das Abitur – die sich an dem hohen Niveau von Baden-Württemberg und Bayern orientieren sollten. In der Europapolitik will er sich dafür einsetzen, dass sich die EU wieder auf ihre „Kernkompetenzen“ besinnt.

Vor Beginn der Versammlung, die vom gastgebenden Kreisvorsitzenden Hans-Peter Bensch geleitet wurde, gab es Grußworte des FDP-Ortsvorsitzenden Hilmar Fleischer und des Rottweiler FDP-Kreisvorsitzenden Gerhard Aden, der über seine ersten sechs Wochen als Abgeordneter im baden-württembergischen Landtag berichtete.

Am 19. November 2016 findet in Donaueschingen die Landesvertreterversammlung der FDP statt, in der die Liste für den Bundestagswahlkampf aufgestellt wird.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 27. Juni 2016, Regionalausgabe Gränzbote Tuttlingen, Heuberger Bote Spaichingen, Trossinger Zeitung, Redakteur Frank Czilwa

Freie Demokraten für einen Politikwechsel

Freie Demokraten für einen Politikwechsel

Fellbach, den 5.01.2016

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Anlässlich des Dreikönigsparteitags der FDP Baden-Württemberg in Fellbach erklärt der Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg, Michael Theurer MdEP und der Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Hans-Ulrich Rülke:

„Heute haben wir unsere Prüfsteine für den Politikwechsel verabschiedet. Wir werden diese inhaltlichen Positionen an unsere demokratischen Mitbewerber übermitteln. Unsere Mitbewerber können sich dann zu unseren Inhalten, unseren Punkten für eine andere Politik in Baden Württemberg äußern. Denn eins ist klar, wir werden nur dann Regierungsverantwortung übernehmen, wenn wir liberale Politik für Baden-Württemberg auch umsetzen können. Dabei sind unsere wichtigsten Punkte die Zukunftsthemen: Bildung, Infrastruktur, Wirtschaft. In die Zukunft zu investieren bringt das Land weiter. Dabei müssen wir Belastungen, Bürokratie und unfairen Wettbewerb abstellen und endlich an die Zukunftsfähigkeit unseres Landes denken. Nur mit den Freien Demokraten wird er gelingen. Der nächste Schritt für unser Land.“

In der einundhalb stündigen Rede des Landesvorsitzenden Michael Theurer wird klar, dass Baden-Württemberg und auch Deutschland die Freien Demokraten braucht: „Die schwarz-rote GroKo in Berlin setzt den Volksbeglückungsreigen munter fort – so als ob die künftigen Generationen nicht durch die Rente mit 63, durch die Erwerbsminderungsrente und durch die Mütterrente genug belastet worden wären“ so Theurer. „Ein Blick nach Berlin zeigt, zu was Christdemokraten fähig sind, wenn die Freien Demokraten als Gewissen der Sozialen Marktwirtschaft und als Korrektiv fehlen. Dann macht die CDU nur noch Sozialpolitik und verrät die Interessen des Mittelstands.“

„Wir als Freie Demokraten treten ein für eine offene Gesellschaft, in der jeder seinen eigenen Lebensentwurf verwirklichen kann. Jeder Mensch, egal welcher Herkunft, welchen Geschlechts, welcher Ethnie oder welcher Religion und auch welcher sexuellen Orientierung, Jeder Mensch muss eine faire Chance haben. Wir sind die politische Kraft, die Chancen eröffnet und möglich macht.“ So Theurer weiter.

Der Leitantrag wurde eingebracht durch den Spitzenkandidaten Hans-Ulrich Rülke: „Opposition ist nicht „Mist“, sondern wichtig für die parlamentarische Demokratie. Ich sage es ganz klar. Wir werden nur dann regieren, wenn die Inhalte stimmen. Deshalb haben wir heute ein inhaltliches Angebot gemacht. Wer mit uns regieren will, muss sich bewegen.“

Auf dem Dreikönigsparteitag in Fellbach durfte man sich über zahlreiche prominente Gäste Freuen. So gab es Grußworte von Lencke Steiner, Volker Wissing (Spitzenkandidat in Rheinland-Pfalz) und Nicola Beer (Generalsekretärin der Bundes-FDP) und zahlreicher Unternehmer. Ebenfalls zu Gast war Hans van Baalen, ein Vertreter der niederländischen Liberalen und Abgeordneter im Europäischen Parlament.

Quelle: FDP-Landesverband Baden-Württemberg

Die FDP startet in den Wahlkampf

Die FDP startet in den Wahlkampf

Am Donnerstagabend kommt ihr Spitzenkandidat, Hans-Ulrich Rülke, nach Tuttlingen

Von Christian Gerards

8. January 2016

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Mit ihrem Spitzenkandidaten, Hans-Ulrich Rülke (stehend) startete die FDP in den Wahlkampf. Mit dabei (vorne rechts) ist Niko Reith, der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen. Foto: cg

Tuttlingen – Einen Tag nach ihrem Dreikönigstreffen in Stuttgart hat die baden-württembergische FDP am Donnerstag den Wahlkampf für die Landtagswahl am 13. März auch im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen eröffnet. Dazu reiste extra ihr Spitzenkandidat, Hans-Ulrich Rülke, an.

Die erste Station im Landkreis Tuttlingen machte die FDP mit Rülke und ihrem lokalen Kandidaten und Landtagsabgeordneten, Niko Reith, im Möhringer Lädele. Für Rülke ist der genossenschaftlich organisierte Laden ein „tolles Projekt, das zunehmend ein Thema wird“. Wenn Leute ins Lädele investierten, dann hätten sie ein Interesse daran, dass der Laden läuft. „So etwas habe ich noch nicht gesehen“, sagte Rülke. Reith zeigte sich fasziniert, wie schnell das Lädele umgesetzt worden sei.

Am Abend beim Wirtschaftsstammtisch mit rund 25 Zuhörern im Tuttlinger „Engel“ kamen die harten Themen auf den Tisch. Rülke präsentierte eine FDP, die sich deutlich von der CDU abgrenzen möchte. So sei mit den Liberalen etwa ein sofortiger Stopp der Gemeinschaftsschule, wie es der CDU-Spitzenkandidat, Guido Wolf, verkündet habe, nicht zu machen. Auch wenn die FDP gegen „eine Gleichmacherei im Bildungsbereich“ sei, so sollte die Gemeinschaftsschule eine „faire Chance“ bekommen. Die Schulform könne die vielfältige Bildungslandschaft in Baden-Württemberg ergänzen, aber nicht ersetzen.

Die zentralen Themen der FDP

Für die FDP, so betonte Rülke, gebe es im Wahlkampf drei zentrale Themen: weniger Bürokratie, eine Bildungslandschaft, die den hohen Bildungsstand im Ländle weiter gewährleistet und die Schaffung einer Infrastruktur, die es ermöglicht, dass die Unternehmen in Baden-Württemberg weiter erfolgreich seien können. Bis zur Landtagswahl sei es die Aufgabe, diese Themen den Menschen näher zu bringen.

Reith betonte, dass das Land ein „mittelstandsfreundliches Klima“ brauche. Vieles, was Tuttlingen ausmache, würde von den liberalen Themen berührt werden. In Stuttgart habe er eine „Atmosphäre des Misstrauens“ ausgemacht, die mit „Verboten und Bevormundung“ einher gehe. Das Vertrauen in die Fähigkeit der Menschen sei das, was die Liberalen antreibe.

Der Mühlheimer Unternehmer Wolfram Hensle betonte, dass das schnelle Internet und die Bildung Themen seien, bei denen Baden-Württemberg hintendran sei: „Man ruht sich aus, weil es derzeit gut läuft. Das ist aber ein wesentlicher Punkt, der forciert werden muss“, sagte er. Für Rülke stellt die „kümmerliche Finanzierung“ des schnellen Internets das Problem dar. Der Trosssinger FDP-Ortsverbandsvorsitzende, Hilmar Fleischer, betonte, dass nicht allein die Schule, sondern auch das Elternhaus für die gute Bildung ihrer Kinder Sorge tragen müsse: „Dort fehlt oft der Antrieb“, sagte er. Der FDP-Kreisvorsitzende, Hans-Peter Bensch, sieht hingegen durch die weggefallene Grundschulempfehlung, dass „schleichend das Leistungsprinzip verloren gegangen ist“.

In Sachen Flüchtlinge sprach sich Rülke dafür aus, dass schnell entschieden werden müsse, wer bleiben dürfe. In einem Zuwanderungsgesetz solle geregelt sein, wer in Deutschland gebraucht werde, und die Flüchtlinge, die hier bleiben dürfen, sollten „schnellstmöglich qualifiziert“ werden.

Quelle: Schwäbische Zeitung, Regionalausgabe Gränzbote Tuttlingen, Redaktionsleiter Christian Gerards, vom 8.01.2016