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FDP-Kreisparteitag: Kreis-FDP schickt acht Delegierte ins Rennen

Lokales | 06.11.2016 | Katja Mielcarek

Kreis-FDP schickt acht Delegierte ins Rennen

Aufstellung der Landesliste am 19. November in Donaueschingen – Hoffnungen ruhen auf Marcel Aulila

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Geisingen/Tuttlingen sz Bei seinem ordentlichen Parteitag hat der FDP-Kreisverband Tuttlingen in Geisingen unter anderem die Delegierten für die Landesvertreterversammlung am 19. November gewählt. In Donaueschingen wird die Landesliste für die Bundestagswahl aufgestellt.

Der Kreisverband hofft auf einen guten Platz – möglichst unter den Top Fünf – für seinen Spitzenkandida-ten Marcel Aulila, den Landesvorsitzenden der Jung-Liberalen. Aulila stimmte knapp 30 Mitglieder auf die Herausforderungen der kommenden Monate ein.
Die Liberalen des Kreisverbandes Tuttlingen ziehen optimistisch in den anstehenden Bundestagswahl-kampf. Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch sprach beim Kreisparteitag in Geisingen-Kirchen-Hausen vorsichtig von sieben Prozent der Stimmen, die die FDP erreichen könne. Der einstige Landeswirtschafts-minister Ernst Pfister berichtete von diversen Gesprächen, in denen „geradezu eine große Sehnsucht“ nach einer liberalen Stimme im Bundestag zum Ausdruck komme. Und Marcel Aulila, der Spitzenkandidat der baden-württembergischen Jungliberalen, zeigte sich überzeugt, dass die FDP in Zukunft wieder eine wich-tigere Rolle in Deutschland spielen werde. Der Weg dorthin führe über die klassischen Werte der FDP, aber auch über die Bespielung neuer Themen, wie die Digitalisierung oder auch die Freigabe von Canna-bis. Die Partei müsse sowohl auf die erfahrenen Kräfte setzen, als auch auf neue, frische Gesichter.
Eines dieser frischen Gesichter sei Marcel Aulila, sagte der Kreisvorsitzende Hans-Peter Bensch. Der Kreisverband Tuttlingen hoffe, ihn bei der Landesvertreterversammlung auf einem der ersten fünf – und damit vergleichsweise sicheren – Plätze auf der Landesliste positionieren zu können. Allerdings werde das nicht ganz einfach sein.

Aktuelle Situation nicht einfach

Nicht ganz einfach ist auch die aktuelle Situation des Kreisverbandes, der mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen habe, wie der Vorsitzende sagte. Auch finanziell war das Jahr 2016 für die Liberalen an-spruchsvoll, berichtete Schatzmeister Heinrich Lachenmaier. Während das Jahr 2015 noch mit einem Plus von 35000 Euro abgeschlossen wurde, sei nun mit einem „deutlichen Fehlbetrag“ zu rechnen. Grund seien die deutlich zurückgegangenen Spenden, die Ausgaben für den Landtagswahlkampf und auch die Sonderumla-ge von 25 Euro pro Mitglied, die die Bundespartei von ihren Kreisverbänden fordere.

Paul Haug, der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, berichtete über den geplanten Neubau des Landrat-samts und die Diskussionen um die notwendigen Parkplätze. Er plädierte für ein Parkdeck auf dem ehema-ligen Schweickhardt-Gelände. Dem widersprach Hans-Peter Bensch, der für eine andere Lösung plädierte. Die könne aber aller Voraussicht nicht das Parkhaus sein, das Aesculap im Bereich des Bahnhofs bauen will. Dort würde eine Miete von 60 Euro pro Stellplatz fällig – ein Betrag, der den Angestellten im Land-ratsamt nicht zumutbar sein. Der Landkreis müsse dann die jeweils die Hälfte zusteuern. Problematisch sieht die Kreistags-FDP auch die Parksituation im Bereich der gewerblichen Schulen, sagte Paul Haug. Die Arbeitsbedingungen der Putzfrauen im Landratsamt (unser Bericht am Samstag) müssten unbedingt ge-klärt werden. So sinnvoll die Privatisierung in vielen Bereichen sein könne, in diesem Fall müsse ernsthaft überlegt werden, die Verträge zu kündigen. Oft würden Einsparungen auf Kosten des Personals durchge-setzt so Haug, der aber ausdrücklich keine Aussage zur Situation im Landratsamt machte. Er verwies auf das Klinikum, wo die Arbeiten jetzt zum Teil wieder mit einigen Leuten erledigt würden.

Quelle:  http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Kreis-FDP-schickt-acht-Delegierte-ins-Rennen-_arid,10557996_toid,705.html

Portrai Marcel Aulila: Er ist keiner der „Dummschwätzer“

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Allgemein, Presseberichte | 8. November 2016

Villingen-Schwenningen

Er ist keiner der „Dummschwätzer“

Von Jasmin Cools 19.09.2016 – 16:15 Uhr

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In seiner Heimatstadt Spaichingen ist Marcel Aulila Stadtrat. Hier hat er auch einst den Ortsverband der Jungen Liberalen gegründet. Fotos: Cools Foto: Schwarzwälder-Bote

„Um ganz offen zu sein…“, setzt Marcel Aulila an und legt die Fingerkuppen dabei aneinander. Noch während er spricht, ertappt er sich selbst bei der Politiker-Floskel und muss lachen. Sobald ein paar Reizworte fallen, schlüpft er kurz in die Rolle des Politikers, jedoch ohne dabei abgehoben oder distanziert zu wirken. Vielleicht liegt es daran, dass er noch so jung ist. Mit 25 Jahren hat er schon einiges erreicht. Der Spaichinger ist nicht nur FDP-Stadtrat in seiner Heimatstadt, sondern auch Landesvorsitzender der Jungen Liberalen. Im kommenden Jahr wird er seine politische Karriere damit krönen, dass er als Bundestagskandidat für die FDP in den Wahlkreisen Tuttlingen und Rottweil antritt.
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Der junge Mann hat seine Passion für die Politik schon früh entdeckt. „Alles begann, als ich zehn Jahre alt war und das Computerspiel SimCity 3000 gespielt habe“, erinnert er sich, nicht ohne grinsen zu müssen. Da habe er sich erstmals mit städtebaulicher Entwicklung, Infrastruktur – Verkehr wie auch gesellschaftlicher – und Steuern befasst. „Ich lernte schnell, dass mehr Steuern bedeuten, dass man mehr Geld zum Agieren hat, die Leute aber gleichzeitig ungehaltener werden“, bringt er die Zusammenhänge auf den Punkt. Kein Wunder, dass das erste politische Engagement nicht lange auf sich warten ließ.

In der elften Klasse kandidierte er am Spaichinger Gymnasium als Schülersprecher, trat vor 800 Schülern gegen vier andere Kandidaten an und gewann souverän. Sein erster Triumph: Aulila kämpfte für einen Billardtisch im Schülermitverwaltungszimmer und bekam ihn.

Man könnte sagen, dass er von diesem Moment an angefixt war. Beim Studium in Friedrichshafen vertiefte der Vertriebler für Maschinen-Sicherheitstechnik sein Wissen und führte so manche Diskussion über liberale Philosophen. Dann kam das dritte Semester und der heimatverbundene Aulila wollte etwas Parteipolitisches machen. „Also habe ich 2012 mit ein paar Freunden in Spaichingen den Ortsverband der ›Jungen Liberalen‹ gegründet“, erzählt er. Damals war er 22 Jahre alt. Mittlerweile hat der Ortsverband 24 Mitglieder.

2014 folgte der Posten des Stadtrats. Der nächste logische Schritt sei der Landesvorsitz gewesen, erklärt der 25-Jährige. Damals ging er auf Promo-Tour durch die Landkreise. „In einer knappen Kampfabstimmung bekam ich letztendlich 56 Prozent der Stimmen, obwohl mein Gegenkandidat besser vernetzt war“, sagt er nicht ohne Stolz. Seine Rede habe wohl den Ausschlag gegeben. „Trotz nicht so guter Deutschnoten bin ich rhetorisch relativ versiert, denke ich“, gibt er eine ehrliche Selbsteinschätzung ab.

Mit dem Problem, als Politiker nicht ernst genommen zu werden, hatte er weniger zu kämpfen. „Meine Vita hat mich qualifiziert, aber sicher, man muss sich seine Lorbeeren verdienen“, weiß er. Natürlich sei man als junger Mensch idealistischer veranlagt, aber wenn man sich langfristig engagiere und authentisch sei, würde man auch ernst genommen. Und sein Alter hat auch Vorteile. Er gilt im Verband als Schnittstelle zur Jugend, kämpft unter anderem für Themen wie die Abschaffung des Tanz- und Alkoholverkaufsverbots. „Wenn es um Themen geht, für die ich brenne, dann ist keine Diskussion zu mühselig“, beweist er langen Atem.

Generell sei es wichtig, junge Leute ernst zu nehmen. „Nur so begeistert man sie für die Politik“, findet Aulila. Die Jugendlichen seien heute viel informierter über die Politik dank der sozialen Medien. „Klassische Hinterzimmertreffen sind natürlich wenig attraktiv für junge Leute. Stattdessen sollte es eine Möglichkeit geben, online den Kurs zu bestimmen“, schlägt der Jungpolitiker vor.

Wenn es um seine politischen Ziele geht, ist er voll in seinem Element. Dann passen Gestik und Worte perfekt zum gebügelten Hemd und dem zurückgegelten Haar. Doch als typischer Politiker oder gar als abgehoben sieht sich der junge Mann keinesfalls. „Nur weil ich ein Hemd trage, heißt das nicht, dass ich nicht auch gern mal einen mit Freunden hebe“, stellt er klar. So hatte er früher nicht nur lange Haare, sondern war auch Schlagzeuger in einer Band. „Wir hießen ›Insane Eye‹ und haben Kurt Cobain nachgeeifert“, erinnert er sich lachend.

Viel Zeit für Privates hat er nicht mehr, aber wann immer es möglich ist, geht er squashen. Das Wichtigste sei, bodenständig zu bleiben, für seine Sache zu kämpfen und sich durchzubeißen, „auch wenn manche Leute sagen: ›Politiker sind alle die gleichen Dummschwätzer‹.“

Trotz der vielen bisherigen Erfolge findet Aulila nicht, dass er sich verändert hat. „Man muss ja kein homo politicus werden, sondern soll authentisch bleiben. Spaß haben gehört dazu“, betont er. Aber natürlich finde man keine „Saufbilder“ von ihm auf Facebook. Auf so etwas achte er, denn sein Profil repräsentiert ihn und seine Rolle.

Die Vorbereitungen für seine Bundestagskandidatur laufen bereits. „Momentan stelle ich mein Wahlkampfteam zusammen, suche lokale Themen und besuche im November den Parteitag der FDP mit 400 Delegierten“, erzählt er. Er will dort für die Top Fünf kandidieren. „Ich bringe viel Erfahrung mit und traue mir das zu“, sagt er ohne einen Hauch von Zweifel.

Ansonsten schluckt das Hobby Politik viel Zeit und Benzin. 20 Stunden pro Woche investiert er in seine Aufgaben als Landesvorsitzender, auf Veranstaltungen lokal wie landesweit zeigt er Präsenz und fährt mit seinem Audi um die 1500 Kilometer im Monat. Doch das alles tut er gern, denn: „Die Politik braucht junge Menschen.“

Marcel Aulila verbreitet Aufbruchstimmung

FDP-Kreisverbände Tuttlingen und Rottweil nominieren Spaichinger als Bundestagskandidaten

Von Frank Czilwa 27. Juni 2016

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Foto oben: Der junge Kandidat (Dritter von rechts) wird von einem Kreis erfahrener „Politprofis“ unterstützt (von links): Tuttlingens FDP-Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch, Dieter Kleinmann MdL a.D., Rottweils FDP-Kreisvorsitzender Gerhard Aden MdL, Marcel Aulila, Ernst Burgbacher MdB a.D. und Ernst Pfister MdL a.D. Foto: Frank Czilwa
Trossingen – Marcel Aulila ist nun offiziell Bundestagskandidat der FDP für den Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen. Der 25-jährige Spaichinger ist in der Nominierungsversammlung am Samstag im Trossinger Kesselhaus von den anwesenden 45 Stimmberechtigen bei einer Enthaltung einstimmig gewählt worden.

Im Herbst 2017 findet die Wahl für den Deutschen Bundestag statt. Die FDP macht sich gute Hoffnung, dann wieder ins deutsche Parlament zurückkehren zu können. „Ich erlebe eine richtige Aufbruchstimmung“ mit vielen Neueintritten und steigendem Medieninteresse, meinte Marcel Aulila, als er sich den FDP-Mitgliedern aus den Kreisen Tuttlingen und Rottweil vor seiner Nominierung vorstellte. Auch der Trossinger Ernst Burgbacher, von 1998 bis 2013 Abgeordneter der FDP im Deutschen Bundestag, ist überzeugt, dass die Stimmung in der Bevölkerung den Liberalen gewogen sei: „Jeder sagt, ihr fehlt und wir warten, dass ihr wieder kommt.“

„Aus dem wird mal was“, war Ernst Burgbacher schon überzeugt, als er Marcel Aulila beim Europa-Wahlkampf 2014 kennen gelernt hatte. Burgbacher war es auch, der der Versammlung formell Aulila als Kandidat vorschlug.

„Mit Leidenschaft“

Marcel Aulila ist 25 Jahre alt und kommt aus Spaichingen. Seit 2015 ist er Landesvorsitzender der Jungen Liberalen (Julis), die er auch im Kreis führt. Zur FDP kam er, als er 2012 den Spaichinger Ortsverband der Julis mit gegründet hatte. Er ist – „mit Leidenschaft“, wie er sagt – Stadtrat in seiner Heimatstadt Spaichingen und war 2014 Kandidat für das Europa-Parlament und Zweitkandidat bei der Landtagswahl 2016.

Von 2010 bis 2013 hat er an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen Wirtschafts- und Politikwissenschaft studiert und arbeitet seit 2014 als Produktmanager im technischen Vertrieb des elterlichen Unternehmens.

Im Bundestag will er „urliberalen Positionen“ wieder Gehör verschaffen: „Es gibt einige Felder in Berlin, die darauf warten, von uns Liberalen bestellt zu werden.“

So sei Deutschland etwa beim digitalen Ausbau gegenüber anderen Ländern „hinterher“ – auch was die Akzeptanz digitaler Innovationen in der Bevölkerung angeht. „Wir wollen den Zugang zum Internet zu einer Art Grundrecht machen“, so der Kandidat. Dies sei gerade auch für den Mittelstand und das Handwerk wichtig. Die Datensouverenität des Einzelnen müsse vor der „Sammelwut deutscher Behörden“ geschützt werden, weswegen er gegen die anlasslose Vorratsdatenspeicherung eintreten werde.

Er wolle für den Mittelstand kämpfen und vor allem für Neugründer, die mehr Unterstützung und weniger bürokratische Fesseln bräuchten. Beim Thema Erbschaftssteuer fordert Aulila bürokratische Erleichterungen oder diese „am besten ganz abzuschaffen“; durch diese Steuer gingen Arbeitsplätze und Wohlstand verloren.

„Alle 16 Landesregierungen experimentieren auf dem Rücken der Schüler herum, oft aus ideologischen Gründen“, beklagte Aulila beim Thema Bildung. Er fordert bundesweite Standards für das Abitur – die sich an dem hohen Niveau von Baden-Württemberg und Bayern orientieren sollten. In der Europapolitik will er sich dafür einsetzen, dass sich die EU wieder auf ihre „Kernkompetenzen“ besinnt.

Vor Beginn der Versammlung, die vom gastgebenden Kreisvorsitzenden Hans-Peter Bensch geleitet wurde, gab es Grußworte des FDP-Ortsvorsitzenden Hilmar Fleischer und des Rottweiler FDP-Kreisvorsitzenden Gerhard Aden, der über seine ersten sechs Wochen als Abgeordneter im baden-württembergischen Landtag berichtete.

Am 19. November 2016 findet in Donaueschingen die Landesvertreterversammlung der FDP statt, in der die Liste für den Bundestagswahlkampf aufgestellt wird.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 27. Juni 2016, Regionalausgabe Gränzbote Tuttlingen, Heuberger Bote Spaichingen, Trossinger Zeitung, Redakteur Frank Czilwa

Freie Demokraten für einen Politikwechsel

Freie Demokraten für einen Politikwechsel

Fellbach, den 5.01.2016

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Anlässlich des Dreikönigsparteitags der FDP Baden-Württemberg in Fellbach erklärt der Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg, Michael Theurer MdEP und der Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Hans-Ulrich Rülke:

„Heute haben wir unsere Prüfsteine für den Politikwechsel verabschiedet. Wir werden diese inhaltlichen Positionen an unsere demokratischen Mitbewerber übermitteln. Unsere Mitbewerber können sich dann zu unseren Inhalten, unseren Punkten für eine andere Politik in Baden Württemberg äußern. Denn eins ist klar, wir werden nur dann Regierungsverantwortung übernehmen, wenn wir liberale Politik für Baden-Württemberg auch umsetzen können. Dabei sind unsere wichtigsten Punkte die Zukunftsthemen: Bildung, Infrastruktur, Wirtschaft. In die Zukunft zu investieren bringt das Land weiter. Dabei müssen wir Belastungen, Bürokratie und unfairen Wettbewerb abstellen und endlich an die Zukunftsfähigkeit unseres Landes denken. Nur mit den Freien Demokraten wird er gelingen. Der nächste Schritt für unser Land.“

In der einundhalb stündigen Rede des Landesvorsitzenden Michael Theurer wird klar, dass Baden-Württemberg und auch Deutschland die Freien Demokraten braucht: „Die schwarz-rote GroKo in Berlin setzt den Volksbeglückungsreigen munter fort – so als ob die künftigen Generationen nicht durch die Rente mit 63, durch die Erwerbsminderungsrente und durch die Mütterrente genug belastet worden wären“ so Theurer. „Ein Blick nach Berlin zeigt, zu was Christdemokraten fähig sind, wenn die Freien Demokraten als Gewissen der Sozialen Marktwirtschaft und als Korrektiv fehlen. Dann macht die CDU nur noch Sozialpolitik und verrät die Interessen des Mittelstands.“

„Wir als Freie Demokraten treten ein für eine offene Gesellschaft, in der jeder seinen eigenen Lebensentwurf verwirklichen kann. Jeder Mensch, egal welcher Herkunft, welchen Geschlechts, welcher Ethnie oder welcher Religion und auch welcher sexuellen Orientierung, Jeder Mensch muss eine faire Chance haben. Wir sind die politische Kraft, die Chancen eröffnet und möglich macht.“ So Theurer weiter.

Der Leitantrag wurde eingebracht durch den Spitzenkandidaten Hans-Ulrich Rülke: „Opposition ist nicht „Mist“, sondern wichtig für die parlamentarische Demokratie. Ich sage es ganz klar. Wir werden nur dann regieren, wenn die Inhalte stimmen. Deshalb haben wir heute ein inhaltliches Angebot gemacht. Wer mit uns regieren will, muss sich bewegen.“

Auf dem Dreikönigsparteitag in Fellbach durfte man sich über zahlreiche prominente Gäste Freuen. So gab es Grußworte von Lencke Steiner, Volker Wissing (Spitzenkandidat in Rheinland-Pfalz) und Nicola Beer (Generalsekretärin der Bundes-FDP) und zahlreicher Unternehmer. Ebenfalls zu Gast war Hans van Baalen, ein Vertreter der niederländischen Liberalen und Abgeordneter im Europäischen Parlament.

Quelle: FDP-Landesverband Baden-Württemberg

Die FDP startet in den Wahlkampf

Die FDP startet in den Wahlkampf

Am Donnerstagabend kommt ihr Spitzenkandidat, Hans-Ulrich Rülke, nach Tuttlingen

Von Christian Gerards

8. January 2016

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Mit ihrem Spitzenkandidaten, Hans-Ulrich Rülke (stehend) startete die FDP in den Wahlkampf. Mit dabei (vorne rechts) ist Niko Reith, der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen. Foto: cg

Tuttlingen – Einen Tag nach ihrem Dreikönigstreffen in Stuttgart hat die baden-württembergische FDP am Donnerstag den Wahlkampf für die Landtagswahl am 13. März auch im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen eröffnet. Dazu reiste extra ihr Spitzenkandidat, Hans-Ulrich Rülke, an.

Die erste Station im Landkreis Tuttlingen machte die FDP mit Rülke und ihrem lokalen Kandidaten und Landtagsabgeordneten, Niko Reith, im Möhringer Lädele. Für Rülke ist der genossenschaftlich organisierte Laden ein „tolles Projekt, das zunehmend ein Thema wird“. Wenn Leute ins Lädele investierten, dann hätten sie ein Interesse daran, dass der Laden läuft. „So etwas habe ich noch nicht gesehen“, sagte Rülke. Reith zeigte sich fasziniert, wie schnell das Lädele umgesetzt worden sei.

Am Abend beim Wirtschaftsstammtisch mit rund 25 Zuhörern im Tuttlinger „Engel“ kamen die harten Themen auf den Tisch. Rülke präsentierte eine FDP, die sich deutlich von der CDU abgrenzen möchte. So sei mit den Liberalen etwa ein sofortiger Stopp der Gemeinschaftsschule, wie es der CDU-Spitzenkandidat, Guido Wolf, verkündet habe, nicht zu machen. Auch wenn die FDP gegen „eine Gleichmacherei im Bildungsbereich“ sei, so sollte die Gemeinschaftsschule eine „faire Chance“ bekommen. Die Schulform könne die vielfältige Bildungslandschaft in Baden-Württemberg ergänzen, aber nicht ersetzen.

Die zentralen Themen der FDP

Für die FDP, so betonte Rülke, gebe es im Wahlkampf drei zentrale Themen: weniger Bürokratie, eine Bildungslandschaft, die den hohen Bildungsstand im Ländle weiter gewährleistet und die Schaffung einer Infrastruktur, die es ermöglicht, dass die Unternehmen in Baden-Württemberg weiter erfolgreich seien können. Bis zur Landtagswahl sei es die Aufgabe, diese Themen den Menschen näher zu bringen.

Reith betonte, dass das Land ein „mittelstandsfreundliches Klima“ brauche. Vieles, was Tuttlingen ausmache, würde von den liberalen Themen berührt werden. In Stuttgart habe er eine „Atmosphäre des Misstrauens“ ausgemacht, die mit „Verboten und Bevormundung“ einher gehe. Das Vertrauen in die Fähigkeit der Menschen sei das, was die Liberalen antreibe.

Der Mühlheimer Unternehmer Wolfram Hensle betonte, dass das schnelle Internet und die Bildung Themen seien, bei denen Baden-Württemberg hintendran sei: „Man ruht sich aus, weil es derzeit gut läuft. Das ist aber ein wesentlicher Punkt, der forciert werden muss“, sagte er. Für Rülke stellt die „kümmerliche Finanzierung“ des schnellen Internets das Problem dar. Der Trosssinger FDP-Ortsverbandsvorsitzende, Hilmar Fleischer, betonte, dass nicht allein die Schule, sondern auch das Elternhaus für die gute Bildung ihrer Kinder Sorge tragen müsse: „Dort fehlt oft der Antrieb“, sagte er. Der FDP-Kreisvorsitzende, Hans-Peter Bensch, sieht hingegen durch die weggefallene Grundschulempfehlung, dass „schleichend das Leistungsprinzip verloren gegangen ist“.

In Sachen Flüchtlinge sprach sich Rülke dafür aus, dass schnell entschieden werden müsse, wer bleiben dürfe. In einem Zuwanderungsgesetz solle geregelt sein, wer in Deutschland gebraucht werde, und die Flüchtlinge, die hier bleiben dürfen, sollten „schnellstmöglich qualifiziert“ werden.

Quelle: Schwäbische Zeitung, Regionalausgabe Gränzbote Tuttlingen, Redaktionsleiter Christian Gerards, vom 8.01.2016