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Das „Bimmelbähnchen“ auf der Gäubahn

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Allgemein, Presseberichte | 21. September 2017

Region Tuttlingen

LOKALE NACHRICHTEN

15.09.2017 | Christian Gerards

Das „Bimmelbähnchen“ auf der Gäubahn

Die FDP diskutiert mit ihrer lokalen Polit-Prominez über die Verkehrssituation in der Region – Unternehmer ist die Bahnstrecke mit Blick auf seine Gäste schon fast peinlich. Diskutieren über die Verkehrssituation in der Region (von links): Andreas Schmidt, Jürgen Keck, Paul Haug, Hans-Peter Bensch, Ernst Pfister, Willy Walter, Ernst Burgbacher und Dieter Teufel. Foto: Christian Gerards

 

Tuttlingen sz Mit ihrer geballten Politik-Prominenz aus dem Landkreis Tuttlingen hat die FDP am Donnerstagabend bei der Tuttlinger Vito AG sich mit der Frage „Verkehrsinfrastruktur für den Mittelstand – wo fehlt es?“ auseinandergesetzt. Der Tenor war schnell klar: Es müssen Investitionen in die Infrastruktur her – und vor allem die Gäubahn zweispurig ausgebaut werden.

Neben den Kreisräten Hans-Peter Bensch, Willy Walter und Paul Haug waren auch mit Ernst Pfister der ehemalige baden-württembergische Wirtschaftsminister und mit Ernst Burgbacher der ehemalige parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium vertreten. Auch der Konstanzer FDP-Landtagsabgeordnete Jürgen Keck und IHK-Präsident Dieter Teufel nahmen an der Diskussionsrunde teil. Dagegen fehlte der Direktkandidat Marcel Aulila, er war zeitgleich bei einer Podiumsdiskussion im Landkreis Rottweil eingespannt.

Lärmschutz an Autobahn 81

Paul Haug zeigte zunächst auf, wie wichtig eine neue Lärmschutzwand an der A 81 auf Höhe von Geisingen sei. Die Autobahn zerschneide die Stadt und würde dadurch zu einer kräftigen Lärmbelästigung führen. Solange die neue Wand nicht kommt, plädiere Geisingen für eine Temporeduzierung auf dem Streckenabschnitt. „Es ist nicht die Aufgabe der Stadt, den Lärmschutz für die Autobahn zu finanzieren“, sagte Haug. Einig waren sich die Liberalen auch darin, dass die Umfahrungen für Spaichingen und Immendingen dringend kommen müssen.

Ein zentraler Punkt der Diskussion war der zweispurige Ausbau der Gäubahn. Andreas Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Vito AG, meinte, dass es zu bestimmten Zeiten nicht schön sei, mit der Gäubahn zu fahren: „Manche unserer Gäste kommen zum ersten Mal nach Deutschland, da will man sie nicht unbedingt in diesen Regionalzug setzen. Da holen wir sie am Flughafen lieber mit dem Auto ab.“ Zudem würde der Flughafen in Zürich deutlich besser und zeitlich besser planbarer zu erreichen sein. Dem stimmte Pfister zu, aber nicht ohne den Hinweis, dass er den Trend nicht gut finde.

Die Bezeichnung „Regionalexpress“, der auf der Gäubahn unterwegs ist, sei für Burgbacher ein Euphemismus. Unter einem Express stelle er sich etwas anderes vor. Die Region dürfe es sich nicht weiter gefallen lassen, auf den Gäubahn-Ausbau zu warten.

Für Teufel ist der Name „Gäubahn“ zudem eine ungünstige Bezeichnung. Schließlich verbinde die Linie Stuttgart und Zürich und sei keine Bahnlinie in der Provinz. Dass der zweispurige Ausbau nun im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans sei, heiße allerdings nicht, dass „wir nächste Woche mit dem Ausbau anfangen“. So würde Stuttgart 21 auch nur Sinn machen, wenn die Gäubahn ertüchtigt wird.

Die Schweizer sind schon fertig

Keck wies darauf hin, dass die Strecke über Zürich weiter nach Mailand führen würde: „Für so eine Strecke fährt da ein Bimmelbähnchen“, meinte er. Während die Schweizer ihren Teil des Locarno-Abkommens, der den Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz verbessern soll, eingehalten haben, hinke Deutschland hinterher. Die Züge der Eidgenossen hätten eine deutlich bessere Qualität als die Züge der Deutschen Bahn: „Die Schweiz hat ihre Hausaufgaben gemacht.“

Bensch wies darauf hin, dass die Gäubahn laut SWR-Tickernachricht vom gleichen Tage an den Stuttgarter Tiefbahnhof  angeschlossen werden müsse. Kostenpunkt: 150 Millionen Euro. Die überparteiliche Koalition vor dem Bürgerentscheid zu Stuttgart 21 im November 2011 habe den Neubau des Bahnhofs immer mit dem Ausbau der Gäubahn verknüpft. Zudem müsse die Region laut Burgbacher aufpassen, dass der Flughafenanschluss der Gäubahn nach Stuttgart nicht wegbricht. „Rund 300 000 Passagiere aus diesem Einzugsgebiet fliegen pro Jahr von Stuttgart“, betonte er. Wenn der Anschluss wegbreche, dann würde sich der Ausbau der Gäubahn nicht rechnen.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 16.09.2017

Bundestagskandiaten im Porträt: Marcel Aulila (FDP)

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Allgemein, Presseberichte | 21. September 2017

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LOKALES

24.08.2017 | Regina Braungart

Bundestagskandiaten im Porträt: Marcel Aulila (FDP)

Die Dinge zielstrebig voranbringen, ist der Ansatz des FDP-Kandidaten Marcel Aulila

„Die Freiheit führt das Volk“ heißt das Bild von Eugène Delacroix zur französischen Revolution, das im Wohnzimmer Marcel Aulilas hängt. Sein Bild ist derzeit auf vielen Plakaten zu sehen. Foto: Regina Braungart

Tuttlingen/Spaichingen sz Ein wenig überrascht hat Marcel Aulila sein politischer Aufstieg selbst. „Eigentlich wollte ich Kommunalpolitik machen.“ Nach einer kurzen Phase in der Jungen Union Spaichingens gründete er die Jungen Liberalen in Spaichingen. Er war Kreisvorsitzender, dann Landesvorsitzender, setzte sich knapp durch, ist jetzt im FDP-Landesvorstand und wurde von den Delegierten des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen zum Bundestagskandidaten gewählt. Und obwohl sein Listenplatz erst bei bisher unrealistischen Prozentzahlen der FDP zu einem Mandat führen wird, hängt sich der 26-Jährige ins Zeug. Im September werden es dann mindestens 15 Termine in der Woche sein.

Urlaub ist in diesem Jahr gestrichen, die Arbeit in der Firma seines Vaters kann er sich selbst einteilen. Er baut dort ein europäisches Vertriebssystem auf und macht den Vertrieb im ganzen süddeutschen Raum für Sicherungssysteme an Maschinen. Maschinenbau und Automatisierungstechnik sind die Hauptbranchen, mit denen seine Firma kooperiert.

Schon als Landesvorsitzender der Jungen Liberalen habe er berufliche Termine mit politischen koordiniert. Überhaupt: Disziplin und Zielstrebigkeit scheinen zwei Haupt-Eigenschaften Aulilas zu sein. Dabei wirkt er immer gelassen-freundlich, ohne jede Verbissenheit.

„In der Regelstudienzeit“, drei Jahren, so bemerkt er nebenbei, habe er auch sein Bachelorstudium an der Zeppelin University Friedrichshafen absolviert. Das Politik-, Wirtschafts- und Soziologiestudium am Bodensee, begleitet von zahlreichen Praktika auch in Großstädten, ist ihm wichtig. Die Urkunde hängt im großen Wohn- und Küchenraum der modernen Wohnung im elterlichen Haus an der Wand. Neben Beruf und Politik besucht Aulia drei- bis viermal die Woche das Fitnesstudio. Das Schlagzeug-Spielen hat er aufgegeben.

„Nie wieder Großstadt“

Er bezeichnet sich als „Rückkehrer“ vom Studium und bilanziert: „Nie wieder Großstadt.“ Er habe als Erwachsener die Gegend ganz neu kennen gelernt, mit eigenem Auto und fühle sich in der gesunden und schönen Umgebung pudelwohl. Den Landkreis Tuttlingen kannte er auch durch seinen Zivildienst gut. Den machte er bei der Awo in Tuttlingen. Über Essen auf Rädern habe er in soziale Bereiche geblickt, die er vorher nicht kannte und, wie er ehrlich sagt, wohl auch nicht kennen gelernt hätte.

Außerdem begleitete er einen gelähmten Jungen im Gymnasium in Tuttlingen. Dessen Lebensprognose sei schlecht gewesen, „und jetzt hat er Abi gemacht und das Studium in Friedrichshafen begonnen.“ Für Aulila auch so ein Beispiel, wie stark der Wille zur Selbstbestimmung sein kann.

So bleibt von dieser Phase eine wichtige Erfahrung, auch wenn er den Zwang zum Zivildienst damals als ungerecht empfunden hatte.

Wohin man kommen kann, wenn man zielstrebig und pragmatisch ist, das hat Marcel Aulila immer auch in der Familie und der eng verbundenen donauschwäbischen Gemeinschaft gesehen. Der Vater ist in Darowa geboren, die Mutter sogar in Brasilien, weil deren Familie als Donauschwaben aus Jugoslawien vertrieben wurde. Sie kam als Kleinkind nach Aldingen, beziehungsweise Spaichingen. Keine einfachen Lebenswege. Und heute? Demnächst expandieren der Vater und der Sohn mit ihrer Firma.

Die väterliche Firma irgendwann einmal zu übernehmen, ist der Wunsch, sagt Marcel Aulila. Er nimmt sich einerseits Leo Grimm, den früheren FDP-Landtagsabgeordneten und Unternehmer, aber auch Franz Schuhmacher, der neben seinem Landtagsmandat auch sein Unternehmen weiter führte, zum Vorbild. Seit 2014 ist er im Gemeinderat.

An der Politik gefällt Aulila die Bewegung; Dinge voranbringen, nicht an Ideologien festhalten. Muss und darf so ein junger Mann nicht auch ein wenig querschießen? Er schmunzelt und zitiert nicht ganz ernst den Parteivorsitzenden Christian Lindner: „Wenn du heute deine Eltern ärgern willst, gehe zur FDP.“

Das Programm der FDP

Die Punkte, die er nennt, sind die aus dem FDP-Programm. Bildungspolitik etwa – Vereinheitlichung bundesweit, mehr Kompetenzen für den Bund und mehr für die Schulen selbst, um sich etwa auch einer bestimmten regionalen Wirtschaftsstruktur besser anpassen zu können oder auch ein eigenes Personalmanagement zu betreiben. Steuerpolitik: „Jeder Neunte zahlt den Spitzensteuersatz, da stimmt doch was nicht.“ 500 000 Euro Freibetragsgrenze für Grunderwerb – es ist klassisch liberale Politik, die Aulia vorschwebt.

Eingebettet worin? Bildung solle den Menschen ermächtigen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und die materielle Grundlage solle den jungen Leuten wie ihm ermöglichen, über materielle Werte ihre eigene Zukunft zu sichern, wenn die staatlichen Renten nicht mehr funktionieren werden.

Sein jugendliches Alter sieht er als starken Pluspunkt. Gerade was Digitalisierung und neue Medien angehe, sei die FDP als durchschnittlich junge Partei dafür prädestiniert, entsprechende Weichen zu stellen.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 24.08.2017

Kein Ende in Sicht

MS will weiter expandieren – FDP besichtigt MS Powertrain Technologie
Von Larissa Schütz

TROSSINGEN-SCHURA – Mehr als 700 Mitarbeiter insgesamt, zwei internationale Zweigstellen, ein Jahresumsatz von mehr als 180 Millionen Euro in der MS Powertrain Technology Group und insgesamt weltweit 238 Millionen Euro – die MS ist Trossingens größtes Unternehmen. Seit mehr als einem Jahr läuft die Produktion inzwischen im Schuraer Gewerbegebiet: Anlass für die Trossinger FDP, einen Besichtigungsbesuch bei der Firma zu unternehmen.

Die MS ist groß – und das Unternehmen möchte noch weiter expandieren.

Das war eine der ersten Informationen, die die Gäste von der FDP erhielten: „Wir werden ein deutliches Wachstum anstreben“, kündigte Vorstandsmitglied Armin Distel mit dem Hinweis auf neue Produkte an. „Wir haben alles so vorbereitet, dass schnell expandiert werden kann“, erläuterte auch Wolfgang Bieber, Geschäftsführer der MS Powertrain Technologie GmbH. Der Geschäftszweig, der sich mit Komponenten und Systemen für die Antriebstechnik befasst und unter anderem an Daimler, ZF, MAN oder Liebherr liefert, wurde mit dem Umzug von Spaichingen nach „Neuen II“ („Neuen I“ ist das Burgbacher-Areal am Ortsrand von Schura) großteils autark und erhielt einen eigenen Geschäftsführer.

Dieselbe Entwicklung durchlief das Geschäftsfeld Ultraschall, das als MS Ultraschall Technologie GmbH derzeit noch am alten Standort in Spaichingen auf 26 000 Quadratmetern Fläche residiert. Auf der Seite der Kreisstraße 5910, auf der bereits die MS Powertrain Technologie GmbH auf 18 000 Quadratmetern steht, wird noch ein Verwaltungstrakt gebaut. Auf der anderen – der Durchhausener – Straßenseite ist die Erweiterung „Neuen III“ bereits gerodet – und wartet auf die MS Ultraschall. Deren Umzug ins Gewerbegebiet Neuen ist geplant, aber „wir haben keinen solchen Zeitdruck wie damals beim Umzug der MS Powertrain“, sagte Distel. Mindestens denselben Platz wie in Spaichingen wird der Geschäftsbereich in „Neuen III“ benötigen, so Distel. Eine Verbindung über die K 5910 soll die Fabrikteile verbinden.

Eigenes Blockheiz-Kraftwerk

Vorerst gab es für die FDP aber nur die MS Powertrain zu besichtigen – die mit Produktion, Logistik, Personal und Versorgung einschließlich eigenem Blockheiz-Kraftwerk mehr als genug Stoff für einen ausgiebigen Rundgang bietet. Beim Gang durch die elf Meter hohe Produktionshalle fiel vor allem auf – Bieber betonte es auch -, dass die Luft sehr sauber ist. Dafür verantwortlich ist eine Schichtbelüftung, die für einen Luftstrom von unten nach oben sorgt. Bis ins Detail durchgetaktet sind die Arbeitsabläufe: Jeden Morgen wird der Tag in einem eigens dafür ausgestatteten Raum geplant (Bieber: „Hier findet der Showdown statt“). Wer hier wieder rausgeht, weiß genau, was er wann, wie und wo zu tun hat. Arbeitsflächen, Abläufe, Raumaufteilung: „Wir sind einem ständigen Optimierungsprozess ausgesetzt“, sagte Bieber, und fügte hinzu: „Das Thema Geschwindigkeit begleitet uns.“

Im Anschluss diskutierte die FDP mit Bieber und Distel über aktuelle Themen, die auch für die MS relevant sind, wie Elektromobilität, von der Distel nicht überzeugt ist („Sie wird sicher verstärkt kommen, aber nicht so flächendeckend, so schnell wie und anders als wir denken.“) und die Gewinnung von Fachkräften, bei der die MS laut Bieber auf regionales Marketing setzt – als nächstes beim Stadtfest Trops.

Quelle: Schwäbische Zeitung, Regionalausgabe Trossinger Zeitung, Redakteurin Larissa Schütz vom 29.06.2017

MS expandiert weiter

Bei MS Powertrain in Schura werden Teile für Antriebstechnik gefertigt. Mitglieder der FDP-Ortsgruppe Trossingen und FDP-Bundestagskandidat Marcel Aulila aus Spaichingen konnten sich bei einer Betriebsbesichtigung von der Leistungsfähigkeit der Firma überzeugen. Foto: Ingrid Kohler

 

Wirtschaft     FDP-Ortsgruppe Trossingen und Bundestagskandidat Marcel Aulila aus Spaichingen waren zu Besuch bei der neu firmierten MS Powertrain Technology in Schura.

Die ehemalige „MS Spaichingen“ hat sich nicht nur räumlich und örtlich verändert, sondern die Geschäftsfelder mit jeweils eigenen  Geschäftsführern neu bestellt. Am neuen Standort im Interkommunalen Gewerbegebiet in Schura, wo seit mehr als einem Jahr die Produktion läuft, befindet sich jetzt die „MS Powertrain Technologie  GmbH“, während am alten Standort in Spaichingen die „MS Ultraschall
Technologie GmbH“ produziert und sich die „MS Industrie-Verwaltungs GmbH“ befindet. Dies erfuhren die Teilnehmer der FDP Trossingen bei der Besichtigung der MS in Schura mit dem Geschäftsführer der Powertrain Technologie, Wolfgang Bieber, sowie Armin Distel, der gemeinsam mit Dr. Andreas Aufschnaiter und einem Bilanzbuchhalter den dreiköpfigen Vorstand der MS Insdustrie AG mit Sitz in München bildet. Auch Karl-Heinz Haller, in Spaichingen und Schura zuständig für das Marketing, begleitete die Besucher.

Verwaltung zieht erst später um

18 000 Quadratmeter Fläche, davon 12 000 für die Produktion und jeweils 2000 für Verwaltung, Versorgung und Logistik, fasste Geschäftsführer Bieber die Gebäudeflächen am Standort in der Neuenbühlstraße 6 zusammen. Zusätzlich seien die gerodeten
Flächen bereits in Besitz von MS, und man werde bei Bedarf weitere angrenzende Flächen kaufen, betonte Armin Distel. Allerdings
habe man aktuell keinen Zeitdruck zum Bauen. Die MS Ultraschall Technologie in Spaichingen sei zwar auch sehr stark gewachsen
und wie die Powertrain weiter auf Expansionskurs, habe aber nunmehr in Spaichingen 26 000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Auch verbleibe die Verwaltung noch in Spaichingen. „Wir sind zwar an der Vermarktung der Immobilien in Spaichingen dran, aber alles noch ohne zeitliche Vorgabe“, so Distel. Erstrebtes Ziel sei aber, „alles an einem Standort“ und zwar in Schura mit angedachter Straßenüberquerung von der Powertrain zur Ultraschall. Was die MS Powertrain betrifft, seien dies derzeit 330 Mitarbeiter in Schura,
140 im Werk Zittau und 150 in Webberville in den USA. Insgesamt habe MS in allen Bereichen mehr als 600 Mitarbeiter und einen
Jahresumsatz von 170 bis 180 Millionen Euro, so Distel.

Beim Rundgang durch die Produktion wurden die Dimensionen des Gebäudes deutlich. Mehr als 100 Bearbeitungszentren laufen im Drei-Schicht-Verfahren. Streng getrennt von der normalen Serienfertigung ist die Prototypenfertigung, in die MS rund drei Millionen Euro investiert hat. Geprüft werden die Teile in klimatisierten Räumen mit 3 D-Messanlagen. Und was die Umwelttechnik betrifft, da ist MS auf dem neuesten Stand der Dinge. Fast schon klein erscheint der Logistikbereich, doch auch hier ist wie in der Produktion bis ins kleinste Detail alles durch getaktet. „Von 24 Mitarbeitern werden im Drei-Schicht-Betrieb zwischen 25 und 30 Lkw pro Tag beladen.

Beim Stadtfest dabei

Um Fachkräfte zu gewinnen, setzte man auf Marketing in der Region, so die Geschäftsführung auf die Frage Ernst Pfisters. Auch beim Stadtfest „Trops“ werde man sich präsentieren. iko

Quelle: Neckarquelle Online vom 27.06.2017

Delegation der FDP-Landtagsfraktion besucht das Medizintechnikcluster Tuttlingen

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Allgemein | 24. Mai 2017

Führung im KARL STORZ Besucherzentrum: Medical Mountains, IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Vertreter der Kommunen sowie Unternehmensvertreter im wirtschaftspolitischen Austausch mit den Vertretern der FDP-Landtagsfraktion unter Vorsitz von Dr. Ulrich Rülke.
Führung im KARL STORZ Besucherzentrum: Medical Mountains, IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Vertreter der
Kommunen sowie Unternehmensvertreter im wirtschaftspolitischen Austausch mit den Vertretern der FDP/DVP-
-Landtagsfraktion unter Vorsitz von Dr. Ulrich Rülke.

Tuttlingen, 16.05.2017: Zu einem politischen Austausch empfing die Clusterorganisation Medical Mountains sowie die Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg eine Delegation der FDP-Landtagsfraktion zum Gespräch über wirtschaftspolitische Anliegen im ländlichen Raum.

Im KARL STORZ Besucherzentrum begrüßte IHK-Präsident Dieter Teufel den Fraktionsvorsitzenden der FDP/DVP-Fraktion Dr. Ulrich Rülke mit drei weiteren Abgeordneten, den Ersten Bürgermeister der Stadt Tuttlingen Emil Buschle sowie den Wirtschaftsdezernenten des Landkreises Tuttlingen. In seinen einleitenden Worten nannte Teufel den zügigen Breitbandausbau, die Stärkung der dualen Ausbildung als gleichberechtigte Bildungsoption sowie die technologieoffene Diskussion zur Weiterentwicklung der Mobilität. „Dies sind die drei drängendsten Herausforderungen, die Wirtschaft und Politik gemeinsam zu bewältigen haben“, so fasste Dieter Teufel die Forderungen an die Politik zusammen.

Dr. Ulrich Rülke verdeutlichte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit zu unterscheiden, wann staatliche Hilfestellung notwendig ist und wann dementgegen der freie Marktmechanismus greifen muss. Bezüglich des Breitbandausbaus forderte Rülke mehr staatliches Engagement der baden-württembergischen Landesregierung, wohingegen er im Bereich der Mobilitätsentwicklung für eine ergebnisoffene Technologiediskussion plädiert, die durch reguläre Marktmechanismen entschieden werde sollte.

Nach Vorstellung der Clusterinitiative Medical Mountains und Technology Mountains verwies Yvonne Glienke (Vorstand Medical Mountains AG) auf die deutlich gestiegenen Anforderungen durch die nun in Kraft getretene Medizinprodukteverordnung, die für Medizintechnikunternehmen der Region zum Innovationshemmnis und zur Kostenbelastung wird. Beispielhaft wurde hierbei auf die Hochklassifizierung von Produkten, der gestiegenen Nachweispflicht durch klinische Studien oder auf die Doppelprüfungen durch Regierungspräsidien sowie Benannten Stellen verwiesen. Die Auswirkungen der neuen Verordnung können somit langfristig auch das Gesundheitssystem negativ beeinflussen, zum Beispiel durch mögliche Preissteigerungen oder durch die Tatsache, dass innovative Technologien, erst sehr spät oder im schlimmsten Falle gar nicht in den Markt kommen, da sich Unternehmen aus Nischenbereichen zurückziehen. „Vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen haben mit den neuen Regelungen und dem damit verbundenen Dokumentationsaufwand große Herausforderungen zu meistern“, so Yvonne Glienke. Dies bestätigten auch Herbert Maslanka (Geschäftsführer H. + H. Maslanka-Chirurgische Instrumente GmbH) sowie Landesinnungsmeister der Landesinnung Chirurgiemechanik Hans-Thomas Volzer.

In diesem Zusammenhang regte Dr. Martin Leonhard (Bereichsleiter Technologie Management bei KARL STORZ) erneut die Einberufung eines runden Tisches zwischen Industrie und Regierungspräsidien an, um über effektive Prüfbedingungen zu sprechen.

Zum Abschluss des Besuchs konnte sich die Delegation aus Stuttgart beim Rundgang durch das KARL STORZ Besucherzentrum einen konkreten Eindruck von der Innovationskraft des Medizintechnikclusters Tuttlingen verschaffen. Hierbei wurden unter anderem die Vorteile der 3D-Kameratechnolgie sowie die Fortschritte in der Operationssaalintegration von KARL STORZ präsentiert.

Quelle: Karl Storz GmbH, Link: https://www.karlstorz.com/be/de/delegation-der-fdp-landtagsfraktion-besucht-das-medizintechnikcluster-tuttlingen.htm

 

„Es gab für mich keine andere Partei als die FDP“

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Allgemein | 21. November 2016

Lokales | 20.11.2016 | Gabriel Rinaldi

„Es gab für mich keine andere Partei als die FDP“
Kreisverband ehrt Arnold Kutzli und Bernhard Märkt für 40 Jahre Mitgliedschaft

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Hatten gleich zwei Gründe zum Feiern: Der Ehrenvorsitzende Ernst Pfister, die Geehrten Arnold Kutzli und Bernhard Märkt mit Ehefrau Helga, der Ehrenvorsitzende Ernst Burgbacher und Hans-Peter Bensch, Kreisvorsitzender (von links). Foto: Gabriel Rinaldi

 

Trossingen sz Der Kreisverband der FDP hat am Sonntagmorgen gleich zwei Gründe zum Feiern gehabt: bei einer Matinee im Hotel „Bären“ wurden Bernhard Märkt und Arnold Kutzli für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Die Feierstunde begann mit einem musikalischen Intermezzo: Gérard Deleye und die zwei Ehrenvorsitzenden Ernst Pfister und Ernst Burgbacher, auch als „Liberales Panikorchester“ bekannt, spielten ein munteres Stück. „Wieso wir so heißen? Wir üben nicht und wissen bis zwei Minuten vor dem Auftritt nicht, was wir spielen“, erläuterte Pfister.

Theodor-Heuss-Ansteck-Pin in silber

Theodor-Heuss-Ansteck-Pin in silber

Beim Grußwort des Kreisvorsitzenden Hans-Peter Bensch wurde die Landesversammlung angesprochen, bei der die Listenplätze für die Bundestagswahl gewählt wurden – der Wahlkreis-Kandidat Marcel Aulila fand sich auf Platz 17 wieder. „Er hat gestern viele Reden gehalten und hatte heute Morgen keine Stimme mehr“, sagte Bensch über den deshalb entschuldigten Spaichinger.

Ohne Aulila, aber mit viel Witz und Weitsicht hielten Pfister und Burgbacher eine etwas andere Laudatio, die zur Diskussion am Bistrotisch umfunktioniert wurde. Ein besonders schönes und unschönes Erlebnis in 40 Jahren FDP-Arbeit, der Grund für den Parteieintritt oder sonstige Anekdoten wurden auf diese Weise erzählt.

Der Wurmlinger Bernhard Märkt stieß in seiner Zeit als FDPler oft aufWiderstand: „Nicht gut lief das Plakatieren, manchmal wurden unsere Plakate einfach abgerissen.“ Außerdem seien seine Lehrer-Kollegen nicht über die Mitgliedschaft erfreut gewesen. Der Liberalismus ist für ihn mehr als eine politische Denkweise: „Ich wurde bewegt durch die Aufklärung, die liberalen Ideen haben mich fasziniert und ich hatte das Bedürfnis, mich da zu zeigen. Es gab für mich keine andere Partei als die FDP.“

„Arnold hat Trossingen geprägt“

Sein Trossinger Mitstreiter Arnold Kutzli blickt ebenfalls auf eine lange Zeit als freier Demokrat zurück. Das „Multi-Talent“, wie Pfister ihn nannte, war in Trossingen überall tätig: lange Zeit als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, bei der Turngemeinde und vor allem in der Musik. „Trossingen gäbe es in der Form ohne Arnold Kutzli nicht“, meinte Ernst Burgbacher.

Musik als Markenzeichen für die Liberalen? „Kreativität ist wichtig für die Zukunft“, stellte Pfister am Ende der Laudatio fest. „Beide haben einen musikalischen Hintergrund, vielleicht zeichnet uns das aus.“

Nach der Übergabe der Urkunden und Theodor-Heuss-Medaillen in Silber bedankten sich die zwei Geehrten – Bernhard Märkt wünschte der Trossinger FDP für die Zukunft einen Bundestagskandidaten. Kurios: Seit diesem Jahr gibt es bei der FDP eigentlich eine Anstecknadel, Kutzli und Märkt bekamen trotzdem Nadel und Medaille: „Damit der Übergang leichter fällt“, stellte Hans-Peter Bensch klar.

 

Quelle: Schwäbische Zeitung Online
Link: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Es-gab-fuer-mich-keine-andere-Partei-als-die-FDP-_arid,10566639_toid,690.html

FDP-Kreisparteitag: Kreis-FDP schickt acht Delegierte ins Rennen

Lokales | 06.11.2016 | Katja Mielcarek

Kreis-FDP schickt acht Delegierte ins Rennen

Aufstellung der Landesliste am 19. November in Donaueschingen – Hoffnungen ruhen auf Marcel Aulila

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Geisingen/Tuttlingen sz Bei seinem ordentlichen Parteitag hat der FDP-Kreisverband Tuttlingen in Geisingen unter anderem die Delegierten für die Landesvertreterversammlung am 19. November gewählt. In Donaueschingen wird die Landesliste für die Bundestagswahl aufgestellt.

Der Kreisverband hofft auf einen guten Platz – möglichst unter den Top Fünf – für seinen Spitzenkandida-ten Marcel Aulila, den Landesvorsitzenden der Jung-Liberalen. Aulila stimmte knapp 30 Mitglieder auf die Herausforderungen der kommenden Monate ein.
Die Liberalen des Kreisverbandes Tuttlingen ziehen optimistisch in den anstehenden Bundestagswahl-kampf. Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch sprach beim Kreisparteitag in Geisingen-Kirchen-Hausen vorsichtig von sieben Prozent der Stimmen, die die FDP erreichen könne. Der einstige Landeswirtschafts-minister Ernst Pfister berichtete von diversen Gesprächen, in denen „geradezu eine große Sehnsucht“ nach einer liberalen Stimme im Bundestag zum Ausdruck komme. Und Marcel Aulila, der Spitzenkandidat der baden-württembergischen Jungliberalen, zeigte sich überzeugt, dass die FDP in Zukunft wieder eine wich-tigere Rolle in Deutschland spielen werde. Der Weg dorthin führe über die klassischen Werte der FDP, aber auch über die Bespielung neuer Themen, wie die Digitalisierung oder auch die Freigabe von Canna-bis. Die Partei müsse sowohl auf die erfahrenen Kräfte setzen, als auch auf neue, frische Gesichter.
Eines dieser frischen Gesichter sei Marcel Aulila, sagte der Kreisvorsitzende Hans-Peter Bensch. Der Kreisverband Tuttlingen hoffe, ihn bei der Landesvertreterversammlung auf einem der ersten fünf – und damit vergleichsweise sicheren – Plätze auf der Landesliste positionieren zu können. Allerdings werde das nicht ganz einfach sein.

Aktuelle Situation nicht einfach

Nicht ganz einfach ist auch die aktuelle Situation des Kreisverbandes, der mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen habe, wie der Vorsitzende sagte. Auch finanziell war das Jahr 2016 für die Liberalen an-spruchsvoll, berichtete Schatzmeister Heinrich Lachenmaier. Während das Jahr 2015 noch mit einem Plus von 35000 Euro abgeschlossen wurde, sei nun mit einem „deutlichen Fehlbetrag“ zu rechnen. Grund seien die deutlich zurückgegangenen Spenden, die Ausgaben für den Landtagswahlkampf und auch die Sonderumla-ge von 25 Euro pro Mitglied, die die Bundespartei von ihren Kreisverbänden fordere.

Paul Haug, der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, berichtete über den geplanten Neubau des Landrat-samts und die Diskussionen um die notwendigen Parkplätze. Er plädierte für ein Parkdeck auf dem ehema-ligen Schweickhardt-Gelände. Dem widersprach Hans-Peter Bensch, der für eine andere Lösung plädierte. Die könne aber aller Voraussicht nicht das Parkhaus sein, das Aesculap im Bereich des Bahnhofs bauen will. Dort würde eine Miete von 60 Euro pro Stellplatz fällig – ein Betrag, der den Angestellten im Land-ratsamt nicht zumutbar sein. Der Landkreis müsse dann die jeweils die Hälfte zusteuern. Problematisch sieht die Kreistags-FDP auch die Parksituation im Bereich der gewerblichen Schulen, sagte Paul Haug. Die Arbeitsbedingungen der Putzfrauen im Landratsamt (unser Bericht am Samstag) müssten unbedingt ge-klärt werden. So sinnvoll die Privatisierung in vielen Bereichen sein könne, in diesem Fall müsse ernsthaft überlegt werden, die Verträge zu kündigen. Oft würden Einsparungen auf Kosten des Personals durchge-setzt so Haug, der aber ausdrücklich keine Aussage zur Situation im Landratsamt machte. Er verwies auf das Klinikum, wo die Arbeiten jetzt zum Teil wieder mit einigen Leuten erledigt würden.

Quelle:  http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Kreis-FDP-schickt-acht-Delegierte-ins-Rennen-_arid,10557996_toid,705.html

Portrai Marcel Aulila: Er ist keiner der „Dummschwätzer“

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Allgemein, Presseberichte | 8. November 2016

Villingen-Schwenningen

Er ist keiner der „Dummschwätzer“

Von Jasmin Cools 19.09.2016 – 16:15 Uhr

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In seiner Heimatstadt Spaichingen ist Marcel Aulila Stadtrat. Hier hat er auch einst den Ortsverband der Jungen Liberalen gegründet. Fotos: Cools Foto: Schwarzwälder-Bote

„Um ganz offen zu sein…“, setzt Marcel Aulila an und legt die Fingerkuppen dabei aneinander. Noch während er spricht, ertappt er sich selbst bei der Politiker-Floskel und muss lachen. Sobald ein paar Reizworte fallen, schlüpft er kurz in die Rolle des Politikers, jedoch ohne dabei abgehoben oder distanziert zu wirken. Vielleicht liegt es daran, dass er noch so jung ist. Mit 25 Jahren hat er schon einiges erreicht. Der Spaichinger ist nicht nur FDP-Stadtrat in seiner Heimatstadt, sondern auch Landesvorsitzender der Jungen Liberalen. Im kommenden Jahr wird er seine politische Karriere damit krönen, dass er als Bundestagskandidat für die FDP in den Wahlkreisen Tuttlingen und Rottweil antritt.
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Der junge Mann hat seine Passion für die Politik schon früh entdeckt. „Alles begann, als ich zehn Jahre alt war und das Computerspiel SimCity 3000 gespielt habe“, erinnert er sich, nicht ohne grinsen zu müssen. Da habe er sich erstmals mit städtebaulicher Entwicklung, Infrastruktur – Verkehr wie auch gesellschaftlicher – und Steuern befasst. „Ich lernte schnell, dass mehr Steuern bedeuten, dass man mehr Geld zum Agieren hat, die Leute aber gleichzeitig ungehaltener werden“, bringt er die Zusammenhänge auf den Punkt. Kein Wunder, dass das erste politische Engagement nicht lange auf sich warten ließ.

In der elften Klasse kandidierte er am Spaichinger Gymnasium als Schülersprecher, trat vor 800 Schülern gegen vier andere Kandidaten an und gewann souverän. Sein erster Triumph: Aulila kämpfte für einen Billardtisch im Schülermitverwaltungszimmer und bekam ihn.

Man könnte sagen, dass er von diesem Moment an angefixt war. Beim Studium in Friedrichshafen vertiefte der Vertriebler für Maschinen-Sicherheitstechnik sein Wissen und führte so manche Diskussion über liberale Philosophen. Dann kam das dritte Semester und der heimatverbundene Aulila wollte etwas Parteipolitisches machen. „Also habe ich 2012 mit ein paar Freunden in Spaichingen den Ortsverband der ›Jungen Liberalen‹ gegründet“, erzählt er. Damals war er 22 Jahre alt. Mittlerweile hat der Ortsverband 24 Mitglieder.

2014 folgte der Posten des Stadtrats. Der nächste logische Schritt sei der Landesvorsitz gewesen, erklärt der 25-Jährige. Damals ging er auf Promo-Tour durch die Landkreise. „In einer knappen Kampfabstimmung bekam ich letztendlich 56 Prozent der Stimmen, obwohl mein Gegenkandidat besser vernetzt war“, sagt er nicht ohne Stolz. Seine Rede habe wohl den Ausschlag gegeben. „Trotz nicht so guter Deutschnoten bin ich rhetorisch relativ versiert, denke ich“, gibt er eine ehrliche Selbsteinschätzung ab.

Mit dem Problem, als Politiker nicht ernst genommen zu werden, hatte er weniger zu kämpfen. „Meine Vita hat mich qualifiziert, aber sicher, man muss sich seine Lorbeeren verdienen“, weiß er. Natürlich sei man als junger Mensch idealistischer veranlagt, aber wenn man sich langfristig engagiere und authentisch sei, würde man auch ernst genommen. Und sein Alter hat auch Vorteile. Er gilt im Verband als Schnittstelle zur Jugend, kämpft unter anderem für Themen wie die Abschaffung des Tanz- und Alkoholverkaufsverbots. „Wenn es um Themen geht, für die ich brenne, dann ist keine Diskussion zu mühselig“, beweist er langen Atem.

Generell sei es wichtig, junge Leute ernst zu nehmen. „Nur so begeistert man sie für die Politik“, findet Aulila. Die Jugendlichen seien heute viel informierter über die Politik dank der sozialen Medien. „Klassische Hinterzimmertreffen sind natürlich wenig attraktiv für junge Leute. Stattdessen sollte es eine Möglichkeit geben, online den Kurs zu bestimmen“, schlägt der Jungpolitiker vor.

Wenn es um seine politischen Ziele geht, ist er voll in seinem Element. Dann passen Gestik und Worte perfekt zum gebügelten Hemd und dem zurückgegelten Haar. Doch als typischer Politiker oder gar als abgehoben sieht sich der junge Mann keinesfalls. „Nur weil ich ein Hemd trage, heißt das nicht, dass ich nicht auch gern mal einen mit Freunden hebe“, stellt er klar. So hatte er früher nicht nur lange Haare, sondern war auch Schlagzeuger in einer Band. „Wir hießen ›Insane Eye‹ und haben Kurt Cobain nachgeeifert“, erinnert er sich lachend.

Viel Zeit für Privates hat er nicht mehr, aber wann immer es möglich ist, geht er squashen. Das Wichtigste sei, bodenständig zu bleiben, für seine Sache zu kämpfen und sich durchzubeißen, „auch wenn manche Leute sagen: ›Politiker sind alle die gleichen Dummschwätzer‹.“

Trotz der vielen bisherigen Erfolge findet Aulila nicht, dass er sich verändert hat. „Man muss ja kein homo politicus werden, sondern soll authentisch bleiben. Spaß haben gehört dazu“, betont er. Aber natürlich finde man keine „Saufbilder“ von ihm auf Facebook. Auf so etwas achte er, denn sein Profil repräsentiert ihn und seine Rolle.

Die Vorbereitungen für seine Bundestagskandidatur laufen bereits. „Momentan stelle ich mein Wahlkampfteam zusammen, suche lokale Themen und besuche im November den Parteitag der FDP mit 400 Delegierten“, erzählt er. Er will dort für die Top Fünf kandidieren. „Ich bringe viel Erfahrung mit und traue mir das zu“, sagt er ohne einen Hauch von Zweifel.

Ansonsten schluckt das Hobby Politik viel Zeit und Benzin. 20 Stunden pro Woche investiert er in seine Aufgaben als Landesvorsitzender, auf Veranstaltungen lokal wie landesweit zeigt er Präsenz und fährt mit seinem Audi um die 1500 Kilometer im Monat. Doch das alles tut er gern, denn: „Die Politik braucht junge Menschen.“

Vorstellungsmovie unseres Bundestagswahlkandidaten Marcel Aulila jetzt online

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Allgemein | 3. November 2016

FDP-Kreisausfahrt zum DAIMLER – Prüf- und Testzentrum in Immendingen

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FDP-BESUCHERGRUPPE auf dem DAIMLER Prüf- und Testzentrum in Immendingen. Guide Andrea Klotz erläutert das gigantische Bauprojekt mit aktuell europaweit größten Erdbewegungen… | Foto: FDP-KV-Tuttlingen

 

Kreisausfahrt der Freien Demokraten Kreisverband Tuttlingen zum DAIMLER – Prüf- und Testzentrum in Immendingen.

Bis zum letzten Platz ausgebucht – und noch Interessierte auf der Warteliste – war der Besichtungstermin am Sonntagvormittag um 10 Uhr. Im ehemaligen Soldatenheim bei Immendingen, dem aktuellen Daimler Projektbüro, wurden die 35 Teilnehmer begrüßt und mittels Videofilm in das Großprojekt Prüf- und Testzentrum Immendingen eingeführt.

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DAIMLER Prüf- und Teststrecke Immendingen | Foto: DAIMLER AG

Einen umfassenden Überblick über die riesige Erdbaustelle konnten die Teilnehmer bei der sich anschließenden Busfahrt mit Stopp an der Aussichtsplattform inmitten des Daimler Testovals bekommen.

Andrea Klotz, kompetente Führerin für diese Besichtigungstouren, informierte sehr detail- und kenntnisreich über alle Baumaßnahmen und künftigen Fahrzeug-Dauerlaufstrecken, darunter die „Berta-Teststrecke“, benannt nach der ersten Automobilistin Berta Benz.

Es war schon recht beeindruckend, welche Menge an Erdmodulierung hier mit zahlreichen Dumpern (großen Muldenkippern mit 30 t Fassungsvermögen) und anderen, z.T. gigantischen Baufahrzeugen stattfindet. Laut Projektleitern Dr. Lothar Ulsamer und Rainer Imdahl handele es sich um diei derzeit größte Erdbaustelle in ganz Europa.

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DAIMLER Albdauerlauf in der Prüf- und Teststrecke Immendingen | Foto: DAIMLER AG

Und wie mit großem Aufwand den Belangen des Umweltschutzes und dem Lebensumfeld der hier lebenden Tierwelt Rechnung getragen wird: Eine eigens und mit großem Aufwand zu erstellende Wildtierpassage wird quer durch das gesamte Testzentrum gebaut, darunter ein großflächiger Wildtier-Tunnel aus Beton unter der neuen Zufahrt zum Testgelände.

Ein vorzeigbares Beispiel gelungener Konversion und ein vielversprechender Neubeginn nach der Auflösung des Bundeswehrstandortes Immendingen.

Marcel Aulila verbreitet Aufbruchstimmung

FDP-Kreisverbände Tuttlingen und Rottweil nominieren Spaichinger als Bundestagskandidaten

Von Frank Czilwa 27. Juni 2016

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Foto oben: Der junge Kandidat (Dritter von rechts) wird von einem Kreis erfahrener „Politprofis“ unterstützt (von links): Tuttlingens FDP-Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch, Dieter Kleinmann MdL a.D., Rottweils FDP-Kreisvorsitzender Gerhard Aden MdL, Marcel Aulila, Ernst Burgbacher MdB a.D. und Ernst Pfister MdL a.D. Foto: Frank Czilwa
Trossingen – Marcel Aulila ist nun offiziell Bundestagskandidat der FDP für den Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen. Der 25-jährige Spaichinger ist in der Nominierungsversammlung am Samstag im Trossinger Kesselhaus von den anwesenden 45 Stimmberechtigen bei einer Enthaltung einstimmig gewählt worden.

Im Herbst 2017 findet die Wahl für den Deutschen Bundestag statt. Die FDP macht sich gute Hoffnung, dann wieder ins deutsche Parlament zurückkehren zu können. „Ich erlebe eine richtige Aufbruchstimmung“ mit vielen Neueintritten und steigendem Medieninteresse, meinte Marcel Aulila, als er sich den FDP-Mitgliedern aus den Kreisen Tuttlingen und Rottweil vor seiner Nominierung vorstellte. Auch der Trossinger Ernst Burgbacher, von 1998 bis 2013 Abgeordneter der FDP im Deutschen Bundestag, ist überzeugt, dass die Stimmung in der Bevölkerung den Liberalen gewogen sei: „Jeder sagt, ihr fehlt und wir warten, dass ihr wieder kommt.“

„Aus dem wird mal was“, war Ernst Burgbacher schon überzeugt, als er Marcel Aulila beim Europa-Wahlkampf 2014 kennen gelernt hatte. Burgbacher war es auch, der der Versammlung formell Aulila als Kandidat vorschlug.

„Mit Leidenschaft“

Marcel Aulila ist 25 Jahre alt und kommt aus Spaichingen. Seit 2015 ist er Landesvorsitzender der Jungen Liberalen (Julis), die er auch im Kreis führt. Zur FDP kam er, als er 2012 den Spaichinger Ortsverband der Julis mit gegründet hatte. Er ist – „mit Leidenschaft“, wie er sagt – Stadtrat in seiner Heimatstadt Spaichingen und war 2014 Kandidat für das Europa-Parlament und Zweitkandidat bei der Landtagswahl 2016.

Von 2010 bis 2013 hat er an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen Wirtschafts- und Politikwissenschaft studiert und arbeitet seit 2014 als Produktmanager im technischen Vertrieb des elterlichen Unternehmens.

Im Bundestag will er „urliberalen Positionen“ wieder Gehör verschaffen: „Es gibt einige Felder in Berlin, die darauf warten, von uns Liberalen bestellt zu werden.“

So sei Deutschland etwa beim digitalen Ausbau gegenüber anderen Ländern „hinterher“ – auch was die Akzeptanz digitaler Innovationen in der Bevölkerung angeht. „Wir wollen den Zugang zum Internet zu einer Art Grundrecht machen“, so der Kandidat. Dies sei gerade auch für den Mittelstand und das Handwerk wichtig. Die Datensouverenität des Einzelnen müsse vor der „Sammelwut deutscher Behörden“ geschützt werden, weswegen er gegen die anlasslose Vorratsdatenspeicherung eintreten werde.

Er wolle für den Mittelstand kämpfen und vor allem für Neugründer, die mehr Unterstützung und weniger bürokratische Fesseln bräuchten. Beim Thema Erbschaftssteuer fordert Aulila bürokratische Erleichterungen oder diese „am besten ganz abzuschaffen“; durch diese Steuer gingen Arbeitsplätze und Wohlstand verloren.

„Alle 16 Landesregierungen experimentieren auf dem Rücken der Schüler herum, oft aus ideologischen Gründen“, beklagte Aulila beim Thema Bildung. Er fordert bundesweite Standards für das Abitur – die sich an dem hohen Niveau von Baden-Württemberg und Bayern orientieren sollten. In der Europapolitik will er sich dafür einsetzen, dass sich die EU wieder auf ihre „Kernkompetenzen“ besinnt.

Vor Beginn der Versammlung, die vom gastgebenden Kreisvorsitzenden Hans-Peter Bensch geleitet wurde, gab es Grußworte des FDP-Ortsvorsitzenden Hilmar Fleischer und des Rottweiler FDP-Kreisvorsitzenden Gerhard Aden, der über seine ersten sechs Wochen als Abgeordneter im baden-württembergischen Landtag berichtete.

Am 19. November 2016 findet in Donaueschingen die Landesvertreterversammlung der FDP statt, in der die Liste für den Bundestagswahlkampf aufgestellt wird.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 27. Juni 2016, Regionalausgabe Gränzbote Tuttlingen, Heuberger Bote Spaichingen, Trossinger Zeitung, Redakteur Frank Czilwa

Junge Liberale: „Erneuerungsprozess personell vorantreiben“

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Allgemein | 20. Juni 2016

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„Erneuerungsprozess personell vorantreiben“
16/06/2016 by Carolin Grulms, Pressesprecherin der JuLis Baden-Württemberg

Junge Liberale wollen ihren Bundestagsspitzenkandidaten in der Top 5 platzieren

Auf der Klausurtagung am vergangenen Wochenende in Baden-Baden hat der Landesvorstand der Jungen Liberalen Baden-Württemberg (JuLis) beschlossen, den Juli-Spitzenkandidaten auf der FDP-Landesliste zur Bundestagswahl auf einen der vorderen Plätze zu positionieren.

Zum Beschluss sagt der Landesvorsitzende der Julis Baden-Württemberg Marcel Aulila: „Unser Ziel ist es, den JuLi-Spitzenkandidaten unter die Top fünf der Landesliste für die Bundestagswahl zu bringen.“ Aulila fordert im Hinblick auf die bereits genannten möglichen Kandidaturen, dass sich der Erneuerungsprozess der FDP auch personell widerspiegeln solle: „Es ist gut, dass viele der ehemaligen und erfahrenen Bundestagsabgeordneten wieder Verantwortung übernehmen und sich erneut zur Wahl stellen. Um aber den Erneuerungsprozess der Freien Demokraten glaubwürdig nach außen zu transportieren, müssen neben den Erfahrenen auch neue und junge Gesichter auf den vorderen Plätzen der Landesliste stehen!“

Zur Rolle der JuLis bei der Listenaufstellung sagt Aulila: „Die JuLis haben den Erneuerungsprozess der FDP personell und programmatisch unterstützt und begleitet. Wir brauchen künftig weiterhin junge Menschen, die mit ihren innovativen und frischen Ideen unsere liberale Politik vorantreiben. Den JuLis einen vorderen Listenplatz zu gewähren ist auch ein Zeichen der Wertschätzung der Nachwuchsarbeit. Die Landtagswahl in Baden-Württemberg hat gezeigt, dass die jungen Wähler die zweitstärkste Wählergruppe der Freien Demokraten bilden. Das sollte sich auch im Kandidatentableau zeigen.“

Der JuLi-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl wird auf dem 70. Landeskongress der JuLis  Baden-Württemberg am 17./ 18. September 2016 in Stuttgart gewählt.

Wahlkreiskonferenz zur Aufstellung des Bewerbers / der Bewerberin für die Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis 285 Rottweil-Tuttlingen

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Allgemein | 19. Juni 2016

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Wahlkreiskonferenz zur Aufstellung des Bewerbers / der Bewerberin für die Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen (285)

Einladung zur Aufstellung des Bewerbers / der Bewerberin für die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen gemäß § 30 Absatz 2 der FDP-Landessatzung zur

W a h l k r e i s k o n f e r e n z

am Samstag, den 25. Juni 2016 um 16.00 Uhr

Rathauslounge der „Kulturfabrik Kesselhaus“

Hans-Lenz-Straße 14, 78647 Trossingen

Telefon Festnetz: +49 7425 33 45 40

 

T a g e s o r d n u n g

  • Eröffnung und Begrüßung
  • Feststellung der Stimmberechtigung
  • Wahl eines Versammlungsleiters
  • Wahl eines Schriftführers
  • Wahl einer Zählkommission
  • Grußworte
  • Wahl eines Wahlkreisvorsitzenden und eines Stellvertreters1)
  • Wahl von zwei Mitgliedern zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung über die schriftliche und geheime Wahl der Bewerber
  • Wahl eines Vertrauensmannes und eines Stellvertreters
  • Wahl des Bewerbers / der Bewerberin
  • Wahl eines Organisationsausschusses1)
  • Termine / Verschiedenes / Schlusswort

Vielen Dank für Ihr Vertrauen!

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Allgemein | 21. März 2016

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Wahlaufruf zur Landtagswahl 2016

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Allgemein | 12. März 2016

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Freiheit als Lebensgefühl

Freiheit als Lebensgefühl

Die FDP im Landkreis Tuttlingen lädt am Samstag zu ihrem 20. Neujahrsempfang – Katja Suding ist als Gastrednerin dabei

Von Christian Gerards – 18. Januar 2016

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Foto: Beim Neujahrsempfang der Kreis-FDP (von links) der Ehrenvorsitzende Ernst Burgbacher, der Landtagsabgeordnete Niko Reith, Gastrednerin Katja Suding, Zweitkandidat Marcel Aulila sowie der stellvertretende Kreisvorsitzende Dirk Hetzer. Foto: Christian Gerards

Tuttlingen – Die FDP im Kreis Tuttlingen hat am Samstagmittag ihren inzwischen 20. Neujahrsempfang mit rund hundert Gästen im kleinen Saal der Tuttlinger Stadthal-le gefeiert. Gastrednerin war Katja Suding, eine der drei stellvertretenden Bundes-vorsitzenden der Partei und Mitglied der Hamburger Bürgerschaft.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende der Liberalen, Dirk Hetzer, blickt in seiner Begrüßung auf die vergangenen zwei Jahre. 2014 hatte der am Samstag erkrankte Kreisvorsitzende, Hans-Peter Bensch, nach der verlorenen Bundestagswahl davon gesprochen, dass die FDP wieder kommen werde. Im vergangenen Jahr hatte er betont, dass die FDP wieder da sein würde. „In 2016 folgt jetzt der nächste Schritt für unser Land“, betonte Hetzer. Die Liberalen wollen das Land „freier und freiheit-licher“ machen. Für die Landtagswahl am Sonntag, 13. März, habe die Partei Wahlprüfsteine für einen Politikwechsel beschlossen.

„Wenn unsere Positionen in einer Koalition nicht umsetzbar sind, dann gehen wir weitere fünf Jahre in die Opposition“, betonte der Spitzenkandidat für die Land-tagswahl im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen, der Landtagsabgeordnete Niko Reith. Daher gebe es von der Partei auch keine Koalitionsaussage: „Wir wollen über die Themen sprechen“, sagte er.

Gefühl der Unsicherheit

Freiheit sei laut Reith ein Lebensgefühl, das viel wert sei und für das jemand eintre-ten müssen. Auch wenn durch die vielen Flüchtlinge und die jüngsten islamisti-schen Terroranschläge in der Bevölkerung ein Gefühl der Unsicherheit herrsche, dürften sich die Liberalen davon nicht leiten lassen. „Angst darf unser Tun nicht bestimmen“, sagte der Landtagsabgeordnete. Er und Suding sprachen sich deutlich gegen eine Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung aus: „Wir können nicht 80 Millionen Deutsche unter Generalverdacht stellen“, sagte die Hamburgerin.

Mit Blick auf die Flüchtlingsbewegung sprach Reith von einem Versagen der Regie-rungen in Bund und Land. Ähnlich sieht es auch Katja Suding: „Die Gefährder müs-sen besser überwacht werden. Die Arbeit der Sicherheitsbehörden muss verbes-sert werden“, meinte sie. Reith sprach von tausend zusätzlichen Polizisten, die in Baden-Württemberg notwendig seien. Zudem mache sich die Partei darüber Ge-danken, wie die vielen Flüchtlinge untergebracht und versorgt sowie integriert werden könnten.

Mit Blick auf die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft im Februar 2015 betonte Su-ding, dass die Partei damals geschlossen, fast wie bei einem Bundestagswahl-kampf, zusammen gestanden habe. Ehrenvorsitzender Ernst Burgbacher bekräftig-te diese Geschlossenheit auch für den Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen.

Vor der Wahl in Hamburg waren die Prognosen die Liberalen bei zwei bis drei Pro-zent, am Ende zogen sie mit 7,4 Prozent wieder in die Bürgerschaft ein. Jetzt sei es selbstverständlich, dass die FDP in Baden-Württemberg, aber auch in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, wo die Bürger ebenfalls am 13. März zur Landtagswahl aufgerufen sind, gemeinsam auftreten werde.

Keine Gleichmacherei

Der Zweitkandidat der FDP im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen, der Spaichin-ger Marcel Aulia, sprach von einem wichtigen Jahr. Seine Partei wolle für weniger Bürokratie, ein gutes und starkes Bildungssystem sowie den Ausbau der (digitalen) Infrastruktur eintreten. In der Bildung gehe es um verlässliche Rahmenbedingun-gen: „Wir brauchen keine Gleichmacherei, sondern die passende Schule für je-den.“

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 18.01.2016, Regionalausgabe Gränzbote Tuttlingen,
Redakteur Christina Gerards (Redaktionsleiter)

Manfred Letters seit 60 Jahren in der FDP

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Allgemein | 11. Mai 2014

11.05.2014 (Aktualisiert 16:49 Uhr)
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Der „Bären“-Wirt bekommt Theodor-Heuss-Medaille in Gold

Foto: Manfred Letters (Dritter von rechts) und Werner Jundt (Dritter von links) haben die Theodor-Heuss-Medaille erhalten. Unser Bild zeigt sie mit (von links): Ernst Burgbacher, FDP-Kreisverbandsvorsitzendem Hans-Peter Bensch, Ernst Pfister, Europakandidat Marcel Aulila und Landtagsabgeordnetem Leo Grimm MdL. Foto: Bianka Roith

Trossingen (bro) Mit der Theodor-Heuss-Medaille, einmal in Silber, einmal in Gold, sind zwei langjährige FDP-Mitglieder in Trossingen ausgezeichnet worden: Manfred Letters für 60 Jahre und Werner Jundt für 25 Jahre Mitgliedschaft bei den Liberalen.

Der FDP-Kreisverband Tuttlingen lud zu einer Ehrungsmatinee ins Hotel „Bären“ ein, wo einer der Jubilare, Manfred Letters, auch der Hausherr ist. Es sei eine schöne Tradition, Jubilare nicht nur en Passant bei der Hauptversammlung zu ehren, sondern etwas Besonderes daraus zu machen, hob FDP-Ehrenvorsitzender Ernst Burgbacher die Bedeutung des Ehrenamts hervor.

Die Theodor-Heuss-Medaille in Gold plus eine Urkunde für 60 Jahre Mitgliedschaft in der FDP überreichte Ehrenvorsitzender Ernst Pfister an Manfred Letters. Pfister wartete mit statistischen Zahlen aus einer Meinungsumfrage auf, nach der die Lebenserwartung alle zehn Jahre um ein Jahr steige. „Und wenn man 60 Jahre in der FDP war, wird man 90 Jahre alt, wie Manfred Letters dieses Jahr.“

Ernst Pfister würdigte Manfred Letters für seinen Willen, an Entscheidungen für Deutschland mitzuwirken. Der Mittelstand war und sei ein großes Thema, weshalb ihn auch Umfrage-Ergebnisse erschrecken, nach denen die soziale Marktwirtschaft an Bedeutung verliere. Er könne verstehen, dass Zweifel aufkommen, doch dies sei die Wirtschaftsform, „die uns viel Wohlstand gebracht hat.“ Manfred Letters habe viel für Trossingen getan und sein Hotel „Bären“ sei das Zentrum der Stars gewesen, in dem sich alles traf, was Rang und Namen hatte, zum Beispiel Udo Jürgens, Heidi Brühl oder Hansjörg Felmy.

Ernst Burgbacher hielt die Laudatio auf Werner Jundt. Dieser ist 1989 in die FDP eingetreten. Werner Jundt habe sich auch im Ortsverband stark engagiert, kandidierte zwei Mal im Gemeinderat Trossingen und sei sehr lange Mitglied im Kreisvorstand gewesen. Seine Spezialthemen seien die Gesundheitspolitik und Energie, auch die Energieversorgung in Trossingen. „Wir brauchen so kritische, konstruktive Geister.“

Manfred Letters erklärte, er habe es mit der FDP gehalten wie mit seiner auch schon seit 60 Jahren bestehenden Ehe „In guten wie in schlechten Zeiten.“ Werner Jundt, sagte, er sei ein kritischer Geist gewesen und sei es trotz aller Kritik auch heute noch.

Der kritische Zeitgeist mache die FDP aus, meinte Leo Grimm, FDP-Landtagsabgeordneter. Er schätze die Eigenverantwortung von Werner Jundt. „Bleiben Sie so, wie Sie sind und bleiben Sie kritisch.“ An Manfred Letters gefalle ihm, dass er Höhen und Tiefen mitgemacht habe und seine Frau alles mittrug.

Quelle: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Manfred-Letters-seit-60-Jahren-in-der-FDP-_arid,10009844_toid,690.html

Burgbacher wirft CDU Wortbruch vor

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Allgemein | 23. Februar 2012

23.02.2012 – Blumberg-Achdorf

Foto: Arthur und Bärbel Giner (Mitte) aus Neuhaus werden in der Scheffellinde für 40 Jahre in der FDP geehrt. Links der Ortsvorsitzende Patrick Leismann und die Kreisvorsitzende Andrea Kanold, rechts Ernst Burgbacher, ganz rechts der FDP-Landtagsabgeordnete Leo Grimm.

Rund 40 Interessierte kamen gestern zum Politischen Aschermittwoch der FDP in die Scheffellinde, um den Parlamentarischen Staatssekretär Ernst Burgbacher zu hören. Es ging um die Kür von Joachim Gauck zum Kandidaten für das Bundespräsidentenamt.Die Gespräche hätten am Freitagabend begonnen.
Union und FDP hätten vereinbart, sich vor einer Einigung nicht öffentlich zu äußern. Trotzdem habe er am Samstag in der Zeitung gelesen, wer für die CDU nicht in Frage komme: Bundestagspräsident Norbert Lammert und Joachim Gauck.

Unerhört fand dabei Udo Reichmann aus Hüfingen, dass Kanzlerin Angela Merkel – während das FDP-Präsidium tagte – SPD-Chef Sigmar Gabriel angeboten habe, einen sozialdemokratischen Kandidaten zu stützen.

Von BERNHARD LUTZ

Zum Euro sagte Burgbacher, Deutschland profitiere davon mehr als alle anderen, „und wir werden alles tun, um den Euro zu retten.“ Die Krux sei Griechenland, weil es dort bis heute kein funktionierendes Steuersystem und kein Katasterwesen gebe.

Bei der Innenpolitik wünscht Burgbacher sich, dass man offensiver vertrete, was Unternehmen, Arbeitgeber und die Politik geschaffen hätten: dass wir in einem solchen Wohlstand und in Freiheit leben. Aufhören müsse allerdings die kalte Progression. Wichtig sei Wachstum, und hier unterscheide sich die FDP von allen anderen, weil sie Wachstum wolle. Es gelte, kluge Produkte zu erfinden, eine gewaltige Herausforderung für den Mittelstand.

Die FDP sieht Burgbacher auf dem richtigen Weg. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Partei bei den kommenden Wahlen wieder viel Zustimmung erhalten werde. Bertold Fries sprach die 25 Millionen Rentner an, die den Wohlstand erarbeitet hätten und nun immer weniger erhielten. Burgbacher antwortete, man brauche ein anderes System, sie hätten 2012 zum ersten Mal wieder eine Netto-Erhöhung der Renten.

Adolf Baumann aus Mundelfingen sprach die Verkehrspolitik mit Ausbau der Gäubahn und der B27 an. Leo Grimm antwortete, das Land habe für Straßen knapp 100 Millionen Euro, um planfestgestellte Vorhaben im Umfang einer Milliarde Euro zu bauen. In Baden-Württemberg sei der Straßenbaukilometer teurer als anderswo.

Alle waren von den Ausführungen nicht überzeugt. Ein Zuhörer äußerte: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“

Zum Schluss gab es auch noch eine Ehrung: Für 40 Jahre in der FDP ehrte der Ortsvorsitzende Patrick Leismann das Ehepaar Bärbel und Arthur Giner aus Nordhalden-Neuhaus. Er dankte ihnen für ihren Einsatz und überreichte ihnen die Urkunde eine Medaille. Persönliche Worte dazu hielt Udo Reichmann, der beide schon vorher kannte. Sie seien in einer Zeit in die Partei eingetreten, als der frühere CDU-Ministerpräsident Ernst Filbinger mit der Parole „Freiheit oder Sozialismus“ Wahlkampf geführt habe. Das sei mutig.

Anwesend war auch die neue FDP-Kreisvorsitzende Andrea Kanold aus Bad Dürrheim, die sich kurz vorstellte.

Bild/Autor: Bernhard Lutz

Quelle: Südkurier Online

Link: http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/blumberg/Burgbacher-wirft-CDU-Wortbruch-vor;art372508,5386025

FDP will „gegen den Strom schwimmen“

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Allgemein | 2. Februar 2012

Tuttlingen – Die Gitarrenklänge des Duos Kirschnick / Schimmel waren getragen, fast elegisch. In den Ansprachen aber gab sich die Kreis FDP optimistisch und tatendurstig. In der Stadthalle kamen die Liberalen gestern nachmittag zu ihrem Empfang zusammen, den auch zahlreiche Repräsentanten aus Wirtschaft, Kirchen und Politik besuchten – nicht zuletzt auch Vertreter anderer Parteien.

Unter den Gästen, die Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch begrüßte: die Präsidenten der Industrie-und Handelskammer und der Handwerkskammer, Dieter Teufel und Gotthard Reiner, mehrere Bürgermeister aus Kreisgemeinden und der Tuttlinger Dekan Matthias Koschar.

Von Dieter Kleibauer

Gerade von einem Besuch der Bundeswehrtruppen im Kosovo zurück, blickte der Landtagsabgeordnete Leopold Grimm nach vorn und nahm sich der Stuttgarter Regierung an: Die erwecke mit ihren vielen Reformen den Eindruck, dass sie „ein Entwicklungsland übernommen hat.“ Es seien aber Augenmaß und die Berücksichtigung der Wirtschaft vonnöten. Die FDP, so Grimm, sei hier mehr denn je als Anwalt des Mittelstands gefragt, da sich „sogar die CDU vom Mittelstand verabschiedet“ habe.

 

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            „Wer gegen den Strom schwimmt, stärkt seine Muskeln“: Das erklärte die Generalsekretärin
             der Landes-FDP, Gabriele Heise, beim gestrigen Neujahrsempfang der Kreis-Liberalen in 
             Tuttlingen. Foto: leu

Die Generalsekretärin des Landes-FDP, Gabriele Heise, machte ihrer Partei Mut und prophezeite eine Wiedererstarken der Partei – „die FDP wird noch gebraucht.“ Dabei beschäftigte sie sich vor allem mit Landesthemen; auf die Bundes-FDP ging sie in ihrer Rede kaum ein. Ihr Augenmerk richtete sie auf die grün-rote Landesregierung, die in vielen Feldern einen Fehlstart hingelegt habe: Energiewende ohne Blick auf den Netzausbau, Reform eines Schulsystems, das Spitzenresultate liefere, falsche Gewichtung in der Verkehrspolitik mit der Abkehr von Neubauprojekten, die ein wirtschaftsstarkes Land wie Baden-Württemberg doch so dringend benötige.

Immendinger Schießanlage: Burgbacher wirft Schmiedel Lüge vor

Scharfe Kritik am Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, Claus Schmiedel, hat Staatssekretär Ernst Burgbacher MdB beim Neujahrsempfang der FDP geübt. Es sei „unglaublich“, wenn Schmiedel in Sachen Schießanlage Immendingen „die Presse anruft“ und eine „pure Lüge“ verbreitet – dass nämlich der Verteidigungsausschuss auf den Erhalt der Schießanlage gepocht habe. Der Ausschuss, so Burgbacher, sei „nicht zuständig“ und habe „nichts zu entscheiden“. Tatsächlich würden der Bund und Daimler „gemeinsam dafür sorgen“, dass die Ansiedlung der Testanlage kommt. (leu)

Quelle: Schwäbische Zeitung Regionalausgabe Gränzbote / Heuberger Bote / Trossinger Zeitung vom 30. Januar 2012

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Allgemein | 15. Januar 2012

Delegierte des FDP-Kreisverbandes Tuttlingen auf dem 108. Landesparteitag in Stuttgart (v.l. n.r.): Pascal Bronner, Oswald Gassner, Stephan Nieberding, PSt Ernst Burgbacher MdB, Hans-Peter Bensch, Andreas Pauker, Daniel Flad, Claus-Peter Bensch, Karl Haller