FDP-Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch: Datenschutzregeln sind notwendig – aber sie müssen auch praktikabel und verhältnismäßig sein

Medieninformation – PRESSEMITTEILUNG ZUR DSGVO

FDP-Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch: Datenschutzregeln sind notwendig – aber sie müssen auch praktikabel und verhältnismäßig sein

Zum unmittelbar bevorstehenden Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung erklärt der Vorsitzende Hans-Peter Bensch der Freien Demokratischen Partei im Kreisverband Tuttlingen:

Neben dem gerade aus Sicht der Liberalen berechtigten Schutz der informationellen Selbstbestimmung der Bürger müssen rechtliche Regelungen auch praktikabel und verhältnismäßig sein. Die neuen Datenschutzregeln, die empfindliche Strafen vorsehen, betreffen eben nicht nur große globale Player wie Google oder Facebook, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen, Vereine und das Ehrenamt.

Die Bundesregierung hat es versäumt, die deutsche Wirtschaft und unsere zahlreichen Vereine ausreichend auf die DSGVO vorzubereiten und die Anpassung des deutschen Rechts bis zum 25.5.2018 nicht vollzogen.

Rechtsunsicherheit bezüglich der Veröffentlichung von Bildern ist ebenfalls ein Thema, das nicht unterschätzt werden darf. Die Regelungen, welche ab dem 25.5.2018 auf die Veröffentlichung von Bildern von Personen Anwendung finden wurden bisher nach den §§ 22 ff. Kunsturhebergesetz (KUG) beurteilt. Ob es Überschneidungen mit der DSGVO geben wird und welche Regelungen dann genau zu beachten sind, bleibt zunächst unklar.

Für uns Freie Demokraten ist klar: zunächst muss es gelten, Aufklärung über das neue Regelwerk zu betreiben, Ängste vor Datenschutz abzubauen und aufklärend und ermahnend auf Datenschutzverstöße zu reagieren.  Wir Freie Demokraten setzen  uns dafür ein, eine Abmahnwelle zu verhindern.

SPD-Kreisratskollege Dieter Müller hatte in der jüngsten Tuttlinger Kreistagssitzung in seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins für die Heime der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn sein Leid und seine Befürchtungen, die Vorgaben der DSGVO  bei der Umsetzung im Ehrenamt nicht oder nicht fristgerecht zum 25. Mai umsetzen zu können, zum Ausdruck gebracht. Landrat Stefan Bär pflichtete ihm bei.

Wir Freie Demokraten fordern die Bundesregierung daher auf, für Vereine eine „weichere“ Übergangsregelung noch vor dem 25. Mai 2018 zu schaffen, damit die sowieso schon mit bürokratischen Auflagen kämpfenden Ehrenamtlichen nicht auch noch mit saftigen Abmahnkosten rechnen müssen.

Hintergrund:

Am 25. Mai 2018 tritt die europaweit geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Sie sieht Auflagen vor, die auch Vereine, das Ehrenamt und Kleinstunternehmen im Umgang mit personenbezogenen Daten befolgen müssen.

Siehe auch: https://www.presseportal.de/pm/127650/3945192

 

Bundestagsabgeordneter Dr. Marcel Klinge besucht Landratsamt Tuttlingen

Foto (v.l.n.r.): Hans-Peter Bensch, Dr. Marcel Klinge, Landrat Stefan Bär, Paul Haug. Foto: Nadja Seibert

 

Antrittsbesuch des „Patenabgeordneten“ aus Villingen-Schwenningen bei Landrat Stefan Bär

Zu einem Antrittsbesuch durfte Landrat Stefan Bär den Bundestagsabgeordneten Dr. Marcel Klinge (FDP) im Landratsamt Tuttlingen begrüßen. Dr. Marcel Klinge zog im September 2017 für den Wahlkreis Schwarzwald-Baar in den Deutschen Bundestag ein und ist auch Betreuungsabgeordneter für den Landkreis Tuttlingen.

Landrat Stefan Bär und Dr. Marcel Klinge tauschten sich gemeinsam mit dem FDP-Kreisvorsitzenden Hans-Peter Bensch sowie dem Vorsitzenden der FDP-Kreistagsfraktion Paul Haug zu verschiedenen kommunalpolitischen Gegenwarts- und Zukunftsthemen aus. So berichtete Landrat Bär dem Tourismuspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion Klinge über verschiedene touristische Aktivitäten und Attraktionen, die für den Landkreis Tuttlingen wichtige weiche Standortfaktoren darstellen. „Allerdings ist der Dienstleistungssektor im Landkreis Tuttlingen nicht zuletzt aufgrund der starken Industrie vergleichsweise schwach und viele Betriebe im Gastronomiegewerbe tun sich schwer, geeignetes Personal zu finden. Hinzu kommen Einschränkungen durch die Arbeitszeitregelungen“, erläuterte Landrat Bär. Marcel Klinge versicherte in diesem Zusammenhang, sich für eine Flexibilisierung der Arbeitszeitregelungen im Tourismus stark zu machen.

Zu den Gesprächsthemen gehörte auch das Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung. „Bei vielen Einrichtungen und vor allem auch bei ehrenamtlich geführten Vereinen stößt die Datenschutzgrundverordnung auf Verunsicherung. Für viele bedeutet dieses Gesetz zunächst eine Überforderung und die Folgen sind bislang unklar“, schilderte Landrat Bär und forderte in diesem Zusammenhang ein Nachjustieren der Politik, um beispielsweise über eine Öffnungsklausel Ausnahmen, Schwellenwerte oder zumindest Erleichterungen zu ermöglichen, so dass die Arbeit der kleinen Vereine und Einrichtungen nicht gefährdet wird. Dr. Marcel Klinge wies darauf hin, dass die FDP in diesem Zusammenhang bereits eine Anfrage im Bundestag gestellt habe. „Den Ehrenamtlichen sollte es nicht unnötig schwer gemacht und Öffnungsklauseln daher genutzt werden“, betonte er.

Einig waren sich die Gesprächspartner darin, dass ein Zuwanderungsgesetz benötigt wird. „Der geregelte Zuzug ist für die Entwicklung der Wirtschaft dringend erforderlich“, unterstrich der Landrat. „Das, was im Wahlkampf von allen Parteien versprochen wurde, sollte nun angegangen werden.“

In Sachen Breitbandausbau bat Landrat Stefan Bär den Bundestagsabgeordneten Marcel Klinge um Unterstützung: „Für unser Betreibermodell benötigen wir Planungssicherheit und eine Bestandsschutzgarantie.“ Wie Klinge erläuterte, plädiere auch die FDP dafür, dass die öffentliche Hand das Netz zur Verfügung stellt und die Nutzung dann im Wettbewerb erfolgen solle.

 

„FDP-Patenabgeordneter Dr. Marcel Klinge zu Gast bei der Stadt Tuttlingen“

FDP-Kreisvorsitzender, Stadt- u. Kreisrat Hans-Peter Bensch, Oberbürgermeister Michael Beck und Dr. Marcel Klinge, MdB-FDP

Tuttlingen. Der tourismuspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Dr. Marcel Klinge war im Rahmen seiner Antrittsbesuche bei Oberbürgermeister Michael Beck in Tuttlingen zu Gast. Begleitet wurde der Bundestagsabgeordnete aus Villingen-Schwenningen von Stadtrat Hans-Peter Bensch. Klinge: „Gerade Tuttlingen gegenüber fühlen wir Liberale uns in besonderem Maße verpflichtet. Der Kreis und die Stadt Tuttlingen haben eine lange liberale Tradition mit vielen großen Namen.“

Gesprächsthema war unter anderem, welche Schwierigkeiten Kommunen bei der Integration bewältigen müssen. Oberbürgermeister Beck betonte als ehemaliger Verwaltungsrichter hier auch die Notwendigkeit von zügigen Verfahren und einer guten personellen Ausstattung der Justiz, damit Bleiberechtsstreitfälle nicht jahrelang andauern.

Auch Marcel Klinge, der zum Thema Islam und Integration promovierte, sieht politischen Handlungsbedarf: „Wir müssen diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung mit zügigen Verfahren und geeigneten Regeln angehen. Es ist höchste Zeit, damit auch die Integration der bereits Angekommenen gelingt. Dazu muss die GroKo in Berlin ihre Hausaufgaben machen.“

Tuttlingens Oberbürgermeister informierte den Abgeordneten zudem über sein Unverständnis zum Tuttlinger Wehr. „Da wundern wir uns über den Verlauf des Genehmigungsverfahrens im Stuttgarter Umweltministerium“, konstatierte Beck. Es sei nach wie vor der Wunsch Tuttlingens, das Wehr oben zu lassen. Dies werte die Innenstadt auf und trage zur Verbesserung der Lebensqualität bei. „Das ist nicht zuletzt auch für den Tourismus in der Region wichtig“, bekräftigte Klinge.

Beide Politiker betonten eine gute Zusammenarbeit über die Kreisgrenzen hinweg. So habe unter anderem der Ausbau der Gäubahnstrecke für Villingen-Schwenningen und Tuttlingen eine hohe Priorität. Klinge: „Wir haben viele gemeinsame Interessen – für unsere Wirtschaft und für die Menschen in der Region – die wir gemeinsam verfolgen werden.“

FDP-Kreistagsfraktion mit eigener Facebookseite online

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Allgemein | 5. Mai 2018

Die Fraktion der Freien Demokratischen Partei im Kreistag des Landkreises Tuttlingen verfügt nun auch über eine eigene Facebookpräsenz unter https://www.facebook.com/fdpkreistagsfraktiontuttlingen

Dort werden künftig aktuelle kreispolitische Themen behandelt und die Positionen der FDP-Fraktion dargestellt.

Parlamentarischer Staatssekretär a. D. Martin Grüner (FDP) verstorben

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Allgemein | 12. Februar 2018

22. Neujahrs- und Bürgerempfang des FDP-Kreisverbandes Tuttlingen

In lockerer Interviewrunde: Stv. Kreisvorsitzende Paul Haug u. Marcel Aulila mit Prof. Dr. Feld | Foto: Simon Schneider, Schwäbische Zeitung

Einwanderungsgesetz soll klare Regeln schaffen

Neujahrs- und Bürgerempfang der FDP beschäftigt sich mit Bildung, Digitalisierung und Zuwanderung

Beim Neujahrs- und Bürgerempfang des Tuttlinger Kreisverbands der Freien Demokratischen Partei (FDP) am Samstag in der Stadthalle haben deren Mitglieder auf den Abbruch der Sondierungsgespräche geblickt und unter anderem über die Themen Bildung, Einwanderung, Finanzpolitik und Wirtschaft gesprochen.

Der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten Hans-Peter Bensch begrüßte im Kleinen Saal der Stadthalle mehr als 80 geladene Gäste und Parteigenossen, darunter den Südbadischen Bezirksvorsitzenden Marcel Klinge sowie den Professor für Wirtschaftspolitik Lars Peter Feld, der außerdem Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist…

Den vollständigen Artikel der Schwäbischen Zeitung. finden Sie hier:

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Einwanderungsges…

Impressionen vom 22. Neujahrs- und Bürgerempfang der Freien Demokraten Kreisverband Tuttlingen:

Hans-Peter Bensch, Vorsitzender der Freien Demokraten Kreisverband Tuttlingen, bei seiner Begrüßungsrede

FDP-Bezirksvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Dr. Marcel Klinge bei seinem Grußwort

Professor Dr. Dr. h. c. Lars Peter Feld 

Matthias Matzke beim musikalischen Ausklang „Sonate D-Dur“ von Joseph Haydn

Gute besuchter Neujahrs- und Bürgerempfang der Freien Demokraten

FDP-Ehrenvorsitzender Ernst Burgbacher, Bundestagsabgeodneter und Parl. Wirtschaftsstaatssekretär a. D.

Eine vergoldete Schere nebst Spätburgunder vom ehemaligen Tuttlinger Hausberg Hohentwiel als Dank an Prof. Feld

v.l.n.r. Marcel Aulila, Dr. Marcel Klinge, Hans-Peter Bensch, Prof. Dr. Lars P. Feld, Ernst Burgbacher, Dr. Gerhard Aden, Paul Haug | Foto: FDP

 

Neugewählter Kreisvorstand der FDP im Kreis Tuttlingen hat sich konstituiert  

 

Neugewählter Kreisvorstand der FDP im Kreis Tuttlingen hat sich konstituiert

 

In der konstituierenden Kreisvorstandssitzung der Freien Demokraten im Tuttlinger Gasthaus „Engel“ hat sich der im November neu gewählte Kreisvorstand auf das Jahr 2018 vorbereitet.

Neben der Aufgabenverteilung und den Vorbereitungen für den Dreikönigs-Parteitag am 5. Januar stand auch eine Diskussion über die gescheiterten Jamaika-Sondierungsgespräche auf dem Programm. Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch stellte sich dabei – wie der Kreisvorstand insgesamt – hinter Christian Lindner und den Kurs der FDP-Bundespartei.

Professor Dr. Dr. hc. Lars Peter Feld

Auf dem 117. Landesparteitag im Januar soll u. a. ein umfassender Antrag zur Bildungspolitik verabschiedet werden, der auch die Einführung des Ethikunterrichts ab der ersten Klasse beinhaltet sowie mehr Eigenverantwortung für die Schulen vor Ort und ein vielfältiges und mehrgliedriges Schulsystem fordert.

Als nächste Veranstaltung plant der FDP-Kreisverband seinen 22. traditionellen Neujahrs- und Bürgerempfang am 27. Januar um 15:00 Uhr in der Tuttlinger Stadthalle.

Prominenter Gastredner wird Prof. Dr. Lars P. Feld sein, der als Mitglied des Sachverständigenrates der Bundesregierung und Direktor des Walter Eucken Instituts zum Thema „zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik“ sprechen wird.

Interessenten sind herzlich Willkommen.

Presseartikel zum FDP-Kreisparteitag: „Hans-Pe­ter Bensch bleibt FDP-Kreis­vor­sit­zen­der“

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Allgemein, Presseberichte | 6. November 2017

Hans-Pe­ter Bensch bleibt FDP-Kreis­vor­sit­zen­der

Marcel Aulila rückt als dritter Kreisvorsitzender für Dirk Hetzer nach

Von Claudia Steckeler 6. November 2017

 

 

Neuwahlen beim FDP-Kreisparteitag (von links): Andreas Anton, Felix Cramer von Clausbruch, Marcel Aulila, Hans-Peter Bensch, Hilmar Fleischer, Florian Rosa, Claus Peter Fritz, Heinrich Lachenmaier, Ernst Pfister und Ernst Burgbacher (Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes). Auf dem Foto fehlen Paul Haug, Karl Haller und Thomas Teufel.  Foto: Claudia Steckeler

Tuttlingen/Kirchen-Hausen – Beim Kreisparteitag der Freien Demokraten am Samstagnachmittag im „Sternen“ in Kirchen-Hausen ist der bisherige Vorsitzende Hans-Peter Bensch bei den Wahlen einstimmig in seinem Amt bestätigt worden. Nur bei seinen Stellvertretern fand ein Wechsel statt. Da der bisherige dritte Kreisvorsitzende Dirk Hetzer aus beruflichen Gründen nach Durbach umgezogen ist, rückt für ihn Marcel Aulila nach.

Paul Haug gab in seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister von Geisingen (Walter Hengstler war krank) sowie als Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion einen kurzen Überblick über die Tätigkeiten der FDP: In Geisingen sei nach wie vor das Tempolimit auf der Autobahn ein Hauptthema, wobei Haug betonte: „Wir haben eine Lärmschutzwand gefordert, nicht mehr und nicht weniger.“ Im Kreistag sei das Thema Neubau des Landratsamts und die dafür notwendigen Parkplätze ein wichtiger Verhandlungspunkt sowie nach wie vor die Breitbandverkabelung.

Zwölf neue Mitglieder gewonnen

Einen Überblick über die rege Tätigkeit und Präsenz des Kreisverbands im vergangenen Jahr gab Hans-Peter Bensch. Erfreulich sei, dass der Kreisverband zwölf neue Mitglieder begrüßen konnte, teilweise noch vor, teilweise nach dem positiven Ergebnis der Bundestagswahl. „Bei allen Wahlkreisen aus Baden-Württemberg lag Tuttlingen am Ende an vierter Stelle“, so der Vorsitzende. Insgesamt gehören dem Kreisverband momentan 162 Mitglieder an.

Nachdem Kreisschatzmeister Heinrich Lachenmaier seinen Rechenschaftsbericht abgegeben hatte, bestätigte ihm Kassenprüfer Hans Peter Elsässer eine korrekte Kassenführung, sowie eine geordnete Vermögenslage.

Während der Wahlen und deren Auszählung nahm FDP-Mitglied Thomas Teufel die Gelegenheit wahr, um auf die Gefahren von zentralen Plattformen im Bereich der Digitalisierung aufmerksam zu machen. „Wir werden dominiert von zentralen Plattformen, die Daten sammeln. Wir müssen unser Wissen schützen, ansonsten werden wir in fünf bis zehn Jahren von den ,Big Five‘ beherrscht“, so Teufel. Um dem vorzubeugen, gäbe es nur eine Möglichkeit: Dezentrale Plattformen auf europäischer, Landes- und kommunaler Ebene, oder vom Unternehmer selbst zu schaffen. „Im Wahlkreis ist die Digitalisierung ein Thema bis 2021, und ich sehe durch diese eine Welle der Arbeitslosigkeit auf uns zukommen. Deshalb muss auch das bedingungslose Grundeinkommen diskutiert werden“, sagte Teufel.

Am Ende der Kreisverbandssitzung stellte Bensch den Antrag, dass der Landkreis aufgefordert werden solle, auf dem Alt- und/oder Neubau des Landratsamts so viel Fläche als möglich mit einer Fotovoltaikanlage zu bebauen. „Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien sollte die öffentliche Hand ein Stück voran gehen“, sagte Bensch. Er verwies darauf, dass die FDP auch eine Fotovoltaikanlage für den Neubau der Kreissporthalle beantragt habe, diese aber mit den Stimmen der Grünen abgelehnt worden sei. Und zwar, weil die bisherige Förderung der Anlagen, die eine Amortisierung in acht bis zehn Jahren vorsah, zurückgefahren worden sei, sodass sich eine Anlage inzwischen erst in etwa 20 Jahren amortisiere. „Aber wir wollen den Kreis ermuntern, das Thema fortzusetzen“, so Bensch.

Er gab auch noch die nächsten Termine bekannt: Den ordentlichen Landesparteitag am 5. Januar in Stuttgart mit der Dreikönigslounge; Die Dreikönigskundgebung am 6. Januar im Staatstheater in Stuttgart sowie den Neujahrsempfang des FDP-Kreisverbands Tuttlingen am selben Tag in der Stadthalle Tuttlingen, der in diesem Jahr erstmals als Bürgerempfang für alle interessierten Bürger geöffnet werden soll. Am 12. und 13. Mai folgt dann der 69. Bundesparteitag in Berlin.

 

Quelle: Schwäbische Zeitung, Regionalausgabe Gränzbote Tuttlingen, 6.11.2017

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Hans-Peter-Bensch-bleibt-FDP-Kreisvorsitzender-_arid,10764703_toid,705.html

 

Danke an unsere Wählerinnen und Wähler!

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Allgemein | 6. Oktober 2017

 

 

BBT: Bildungsschwerpunkte wie „Digitalisierung und Industrie 4.0″

Foto oben: Die Kreistagsfraktion Tuttlingen der Freien Demokraten zu Besuch in der BBT: (v.l.n.r.) Kreisräte Leo Grimm und Paul Haug (Fraktionsvorsitzender), BBT-Geschäftsführer Harald Hauptmann, Kreisräte Willy Walter und Hans-Peter Bensch. Foto: FDP

 

Die FDP-Kreistagsfraktion stattet der in der Region etablierten Beruflichen Bildungsstätte Tuttlingen (BBT), eine Fort- und Weiterbildungseinrichtung der IHK und der Handwerkskammer Konstanz in Tuttlingen, einen Informationsbesuch ab. Eingangs wurden vom neuen Geschäftsführer Harald Hauptmann die zukünftig vorgesehenen Bildungs-Schwerpunkte wie „Digitalisierung und Industrie 4.0“, der demografische Wandel und die damit einhergehenden vielfältigen Anforderungen an die Wirtschaft und die Beschäftigten (u.a. lebenslanges Lernen), sowie der Themenkomplex „zukünftige Mobilitätsstrukturen“ vorgestellt.

Schulungsausstattung erfordert kontinuierliche Investitionen

Insbesondere die aktuelle Diskussion der Elektromobilität stellt auch die BBT, die als „Kompetenzzentrum Fahrzeugtechnik Baden-Württemberg“ in der Region eine herausragende Rolle bei der Berufsausbildung und Weiterbildung von KFZ-Beschäftigten innehat, vor großen Herausforderungen. Insbesondere die hierfür notwendige Schulungsausstattung wie aktueller  E-Fahrzeuge sowie umfangreiche Mess- und Testausstattungen  erfordern kontinuierliche Investitionen. Daher begrüßt Hauptmann auch vor allem die durch Bund als auch Land hierfür zur Verfügung gestellten Investitionszuschüsse, und hofft, dass diese auch in Zukunft weiterhin, und nach Möglichkeit in einer erhöhten Zuschussquote, zur Verfügung gestellt werden.

Chirurgiemechaniker aus ganz Deutschland bei der BBT

Beeindruckt waren die Mitglieder der FDP-Kreistagsfraktion von den zahlreichen Schulungs- und Weiterbildungsräumlichkeiten und deren Ausstattung. Lebenslanges Lernen ist für die Bildungseinrichtung ja kein leeres Wort, sondern Realität. Hier werden Auszubildende theoretisch und praktisch weitergebildet, aber auch Arbeitnehmer die jahrelang im Beruf sind weiterqualifiziert. Sei es im Beruf selbst oder die in Kursen auf Meisterprüfungen vorbereitet, sowohl berufsbegleitend wie auch in Vollzeit. Teilweise sind die Auszubildenden im Beruf Chirurgiemechaniker aus ganz Deutschland bei der BBT um weitergebildet zu werden. Ferner werden Qualifizierungskurse und Umschulungen mit dem Schwerpunkt Zerspanungsmechaniker angeboten.

Meist keine passenden Stellen für junge Meister in bisherigen Unternehmen

Ein Thema war auch die Facharbeitersituation. Kreisrat Leo Grimm bemängelte, dass das Bildungssystem den Schwerpunkt Studium empfiehlt und dafür Facharbeiter für Handwerk, Handel und Industrie fehlen. Ein Problem sieht Grimm auch darin, junge Meister im Alter von 21 bis 23 Jahren finden in den bisherigen Unternehmen meist keine passende Stelle und wechseln den Arbeitgeber. Auch mit der Meisterprüfung sind sie oft noch als solche überfordert. BBT-Geschäftsführer Harald Hauptmann bestätigte, dass oft die Akzeptanz älterer Kollegen für junge Meister fehle.

Qualifizierungen für Flüchtlinge bzw. anerkannte Asylbewerber

Kreisrat Willy Walter erkundigte sich nach Qualifizierungen für Flüchtlinge bzw. anerkannte Asylbewerber. Die Sprachkenntnisse, so Hauptmann, seien sehr wichtig. Studienabbrecher werden keine Ingenieure, aber eventuell qualifizierte Facharbeiter oder Techniker stellte Kreisrat Paul Haug fest, der sich nach solchen Angeboten erkundigte. Diese werden laut Harald Hauptmann auch angeboten, hier ist die Zusammenarbeit mit den beruflichen Schulen sehr wichtig.

Technologieoffenheit künftiger Antriebskonzeptionen notwendig

Hans Peter Bensch betonte, dass die Technologieoffenheit künftiger Antriebskonzeptionen wie Wasserstoff oder synthetische Dieselkraftstoffe mit sehr geringer Umweltbelastung ein wichtiger Übergangsschritt hin zur Elektromobilität sei, welche seiner Meinung nach nicht so kurzfristig und zeitnah umgesetzt werden könne.

Kleinere Firmen bleiben auf der Strecke

Auf die Frage von Paul Haug nach den immer stärker werdenden internationalen Auflagen an die Chirurgiebranche und deren Zukunft prognostizierte der Geschäftsführer, dass seiner Meinung nach langfristig gerade die kleineren Firmen auf der Strecke bleiben würden. Auch und gerade die Zulieferer, insbesondere die Zerspaner vom Heuberg, müssten sich den Anforderungen der Zukunft stellen, wollen sie nicht auf der Strecke bleiben.

Hoher Stellenwert der Kommunikation in der BBT

Der Geschäftsleitung der BBT sei es sehr wichtig, die in den letzten Monaten begonnen, persönlichen Gespräche mit den verantwortlichen Entscheidungsträgern in den Unternehmen als auch den politisch verantwortlichen Akteuren  der Region weiter auszubauen. Daher ist es auch erklärter Wunsch von Herrn Hauptmann, den persönlichen Kontakt zu ihm und dem Team der BBT, wie beispielsweise gerade durch den Besuch der FDP-Kreistagsfraktion, zu suchen – für Gespräche und einer ausführlichen Vorstellung des vielfältigen Weiterbildungsangebots stünden alle  BBT-MitarbeiterInnen und -Mitarbeitersehr gerne zur Verfügung.

Kontaktaufnahme bitte unter Tel. 07461 / 92 90 17 (Frau Klaiber).