Parlamentarischer Staatssekretär a. D. Martin Grüner (FDP) verstorben

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Allgemein | 12. Februar 2018

22. Neujahrs- und Bürgerempfang des FDP-Kreisverbandes Tuttlingen

In lockerer Interviewrunde: Stv. Kreisvorsitzende Paul Haug u. Marcel Aulila mit Prof. Dr. Feld | Foto: Simon Schneider, Schwäbische Zeitung

Einwanderungsgesetz soll klare Regeln schaffen

Neujahrs- und Bürgerempfang der FDP beschäftigt sich mit Bildung, Digitalisierung und Zuwanderung

Beim Neujahrs- und Bürgerempfang des Tuttlinger Kreisverbands der Freien Demokratischen Partei (FDP) am Samstag in der Stadthalle haben deren Mitglieder auf den Abbruch der Sondierungsgespräche geblickt und unter anderem über die Themen Bildung, Einwanderung, Finanzpolitik und Wirtschaft gesprochen.

Der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten Hans-Peter Bensch begrüßte im Kleinen Saal der Stadthalle mehr als 80 geladene Gäste und Parteigenossen, darunter den Südbadischen Bezirksvorsitzenden Marcel Klinge sowie den Professor für Wirtschaftspolitik Lars Peter Feld, der außerdem Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist…

Den vollständigen Artikel der Schwäbischen Zeitung. finden Sie hier:

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Einwanderungsges…

Impressionen vom 22. Neujahrs- und Bürgerempfang der Freien Demokraten Kreisverband Tuttlingen:

Hans-Peter Bensch, Vorsitzender der Freien Demokraten Kreisverband Tuttlingen, bei seiner Begrüßungsrede

FDP-Bezirksvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Dr. Marcel Klinge bei seinem Grußwort

Professor Dr. Dr. h. c. Lars Peter Feld 

Matthias Matzke beim musikalischen Ausklang „Sonate D-Dur“ von Joseph Haydn

Gute besuchter Neujahrs- und Bürgerempfang der Freien Demokraten

FDP-Ehrenvorsitzender Ernst Burgbacher, Bundestagsabgeodneter und Parl. Wirtschaftsstaatssekretär a. D.

Eine vergoldete Schere nebst Spätburgunder vom ehemaligen Tuttlinger Hausberg Hohentwiel als Dank an Prof. Feld

v.l.n.r. Marcel Aulila, Dr. Marcel Klinge, Hans-Peter Bensch, Prof. Dr. Lars P. Feld, Ernst Burgbacher, Dr. Gerhard Aden, Paul Haug | Foto: FDP

 

Neugewählter Kreisvorstand der FDP im Kreis Tuttlingen hat sich konstituiert  

 

Neugewählter Kreisvorstand der FDP im Kreis Tuttlingen hat sich konstituiert

 

In der konstituierenden Kreisvorstandssitzung der Freien Demokraten im Tuttlinger Gasthaus „Engel“ hat sich der im November neu gewählte Kreisvorstand auf das Jahr 2018 vorbereitet.

Neben der Aufgabenverteilung und den Vorbereitungen für den Dreikönigs-Parteitag am 5. Januar stand auch eine Diskussion über die gescheiterten Jamaika-Sondierungsgespräche auf dem Programm. Kreisvorsitzender Hans-Peter Bensch stellte sich dabei – wie der Kreisvorstand insgesamt – hinter Christian Lindner und den Kurs der FDP-Bundespartei.

Professor Dr. Dr. hc. Lars Peter Feld

Auf dem 117. Landesparteitag im Januar soll u. a. ein umfassender Antrag zur Bildungspolitik verabschiedet werden, der auch die Einführung des Ethikunterrichts ab der ersten Klasse beinhaltet sowie mehr Eigenverantwortung für die Schulen vor Ort und ein vielfältiges und mehrgliedriges Schulsystem fordert.

Als nächste Veranstaltung plant der FDP-Kreisverband seinen 22. traditionellen Neujahrs- und Bürgerempfang am 27. Januar um 15:00 Uhr in der Tuttlinger Stadthalle.

Prominenter Gastredner wird Prof. Dr. Lars P. Feld sein, der als Mitglied des Sachverständigenrates der Bundesregierung und Direktor des Walter Eucken Instituts zum Thema „zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik“ sprechen wird.

Interessenten sind herzlich Willkommen.

Presseartikel zum FDP-Kreisparteitag: „Hans-Pe­ter Bensch bleibt FDP-Kreis­vor­sit­zen­der“

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Allgemein, Presseberichte | 6. November 2017

Hans-Pe­ter Bensch bleibt FDP-Kreis­vor­sit­zen­der

Marcel Aulila rückt als dritter Kreisvorsitzender für Dirk Hetzer nach

Von Claudia Steckeler 6. November 2017

 

 

Neuwahlen beim FDP-Kreisparteitag (von links): Andreas Anton, Felix Cramer von Clausbruch, Marcel Aulila, Hans-Peter Bensch, Hilmar Fleischer, Florian Rosa, Claus Peter Fritz, Heinrich Lachenmaier, Ernst Pfister und Ernst Burgbacher (Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes). Auf dem Foto fehlen Paul Haug, Karl Haller und Thomas Teufel.  Foto: Claudia Steckeler

Tuttlingen/Kirchen-Hausen – Beim Kreisparteitag der Freien Demokraten am Samstagnachmittag im „Sternen“ in Kirchen-Hausen ist der bisherige Vorsitzende Hans-Peter Bensch bei den Wahlen einstimmig in seinem Amt bestätigt worden. Nur bei seinen Stellvertretern fand ein Wechsel statt. Da der bisherige dritte Kreisvorsitzende Dirk Hetzer aus beruflichen Gründen nach Durbach umgezogen ist, rückt für ihn Marcel Aulila nach.

Paul Haug gab in seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister von Geisingen (Walter Hengstler war krank) sowie als Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion einen kurzen Überblick über die Tätigkeiten der FDP: In Geisingen sei nach wie vor das Tempolimit auf der Autobahn ein Hauptthema, wobei Haug betonte: „Wir haben eine Lärmschutzwand gefordert, nicht mehr und nicht weniger.“ Im Kreistag sei das Thema Neubau des Landratsamts und die dafür notwendigen Parkplätze ein wichtiger Verhandlungspunkt sowie nach wie vor die Breitbandverkabelung.

Zwölf neue Mitglieder gewonnen

Einen Überblick über die rege Tätigkeit und Präsenz des Kreisverbands im vergangenen Jahr gab Hans-Peter Bensch. Erfreulich sei, dass der Kreisverband zwölf neue Mitglieder begrüßen konnte, teilweise noch vor, teilweise nach dem positiven Ergebnis der Bundestagswahl. „Bei allen Wahlkreisen aus Baden-Württemberg lag Tuttlingen am Ende an vierter Stelle“, so der Vorsitzende. Insgesamt gehören dem Kreisverband momentan 162 Mitglieder an.

Nachdem Kreisschatzmeister Heinrich Lachenmaier seinen Rechenschaftsbericht abgegeben hatte, bestätigte ihm Kassenprüfer Hans Peter Elsässer eine korrekte Kassenführung, sowie eine geordnete Vermögenslage.

Während der Wahlen und deren Auszählung nahm FDP-Mitglied Thomas Teufel die Gelegenheit wahr, um auf die Gefahren von zentralen Plattformen im Bereich der Digitalisierung aufmerksam zu machen. „Wir werden dominiert von zentralen Plattformen, die Daten sammeln. Wir müssen unser Wissen schützen, ansonsten werden wir in fünf bis zehn Jahren von den ,Big Five‘ beherrscht“, so Teufel. Um dem vorzubeugen, gäbe es nur eine Möglichkeit: Dezentrale Plattformen auf europäischer, Landes- und kommunaler Ebene, oder vom Unternehmer selbst zu schaffen. „Im Wahlkreis ist die Digitalisierung ein Thema bis 2021, und ich sehe durch diese eine Welle der Arbeitslosigkeit auf uns zukommen. Deshalb muss auch das bedingungslose Grundeinkommen diskutiert werden“, sagte Teufel.

Am Ende der Kreisverbandssitzung stellte Bensch den Antrag, dass der Landkreis aufgefordert werden solle, auf dem Alt- und/oder Neubau des Landratsamts so viel Fläche als möglich mit einer Fotovoltaikanlage zu bebauen. „Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien sollte die öffentliche Hand ein Stück voran gehen“, sagte Bensch. Er verwies darauf, dass die FDP auch eine Fotovoltaikanlage für den Neubau der Kreissporthalle beantragt habe, diese aber mit den Stimmen der Grünen abgelehnt worden sei. Und zwar, weil die bisherige Förderung der Anlagen, die eine Amortisierung in acht bis zehn Jahren vorsah, zurückgefahren worden sei, sodass sich eine Anlage inzwischen erst in etwa 20 Jahren amortisiere. „Aber wir wollen den Kreis ermuntern, das Thema fortzusetzen“, so Bensch.

Er gab auch noch die nächsten Termine bekannt: Den ordentlichen Landesparteitag am 5. Januar in Stuttgart mit der Dreikönigslounge; Die Dreikönigskundgebung am 6. Januar im Staatstheater in Stuttgart sowie den Neujahrsempfang des FDP-Kreisverbands Tuttlingen am selben Tag in der Stadthalle Tuttlingen, der in diesem Jahr erstmals als Bürgerempfang für alle interessierten Bürger geöffnet werden soll. Am 12. und 13. Mai folgt dann der 69. Bundesparteitag in Berlin.

 

Quelle: Schwäbische Zeitung, Regionalausgabe Gränzbote Tuttlingen, 6.11.2017

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Hans-Peter-Bensch-bleibt-FDP-Kreisvorsitzender-_arid,10764703_toid,705.html

 

Danke an unsere Wählerinnen und Wähler!

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Allgemein | 6. Oktober 2017

 

 

BBT: Bildungsschwerpunkte wie „Digitalisierung und Industrie 4.0″

Foto oben: Die Kreistagsfraktion Tuttlingen der Freien Demokraten zu Besuch in der BBT: (v.l.n.r.) Kreisräte Leo Grimm und Paul Haug (Fraktionsvorsitzender), BBT-Geschäftsführer Harald Hauptmann, Kreisräte Willy Walter und Hans-Peter Bensch. Foto: FDP

 

Die FDP-Kreistagsfraktion stattet der in der Region etablierten Beruflichen Bildungsstätte Tuttlingen (BBT), eine Fort- und Weiterbildungseinrichtung der IHK und der Handwerkskammer Konstanz in Tuttlingen, einen Informationsbesuch ab. Eingangs wurden vom neuen Geschäftsführer Harald Hauptmann die zukünftig vorgesehenen Bildungs-Schwerpunkte wie „Digitalisierung und Industrie 4.0“, der demografische Wandel und die damit einhergehenden vielfältigen Anforderungen an die Wirtschaft und die Beschäftigten (u.a. lebenslanges Lernen), sowie der Themenkomplex „zukünftige Mobilitätsstrukturen“ vorgestellt.

Schulungsausstattung erfordert kontinuierliche Investitionen

Insbesondere die aktuelle Diskussion der Elektromobilität stellt auch die BBT, die als „Kompetenzzentrum Fahrzeugtechnik Baden-Württemberg“ in der Region eine herausragende Rolle bei der Berufsausbildung und Weiterbildung von KFZ-Beschäftigten innehat, vor großen Herausforderungen. Insbesondere die hierfür notwendige Schulungsausstattung wie aktueller  E-Fahrzeuge sowie umfangreiche Mess- und Testausstattungen  erfordern kontinuierliche Investitionen. Daher begrüßt Hauptmann auch vor allem die durch Bund als auch Land hierfür zur Verfügung gestellten Investitionszuschüsse, und hofft, dass diese auch in Zukunft weiterhin, und nach Möglichkeit in einer erhöhten Zuschussquote, zur Verfügung gestellt werden.

Chirurgiemechaniker aus ganz Deutschland bei der BBT

Beeindruckt waren die Mitglieder der FDP-Kreistagsfraktion von den zahlreichen Schulungs- und Weiterbildungsräumlichkeiten und deren Ausstattung. Lebenslanges Lernen ist für die Bildungseinrichtung ja kein leeres Wort, sondern Realität. Hier werden Auszubildende theoretisch und praktisch weitergebildet, aber auch Arbeitnehmer die jahrelang im Beruf sind weiterqualifiziert. Sei es im Beruf selbst oder die in Kursen auf Meisterprüfungen vorbereitet, sowohl berufsbegleitend wie auch in Vollzeit. Teilweise sind die Auszubildenden im Beruf Chirurgiemechaniker aus ganz Deutschland bei der BBT um weitergebildet zu werden. Ferner werden Qualifizierungskurse und Umschulungen mit dem Schwerpunkt Zerspanungsmechaniker angeboten.

Meist keine passenden Stellen für junge Meister in bisherigen Unternehmen

Ein Thema war auch die Facharbeitersituation. Kreisrat Leo Grimm bemängelte, dass das Bildungssystem den Schwerpunkt Studium empfiehlt und dafür Facharbeiter für Handwerk, Handel und Industrie fehlen. Ein Problem sieht Grimm auch darin, junge Meister im Alter von 21 bis 23 Jahren finden in den bisherigen Unternehmen meist keine passende Stelle und wechseln den Arbeitgeber. Auch mit der Meisterprüfung sind sie oft noch als solche überfordert. BBT-Geschäftsführer Harald Hauptmann bestätigte, dass oft die Akzeptanz älterer Kollegen für junge Meister fehle.

Qualifizierungen für Flüchtlinge bzw. anerkannte Asylbewerber

Kreisrat Willy Walter erkundigte sich nach Qualifizierungen für Flüchtlinge bzw. anerkannte Asylbewerber. Die Sprachkenntnisse, so Hauptmann, seien sehr wichtig. Studienabbrecher werden keine Ingenieure, aber eventuell qualifizierte Facharbeiter oder Techniker stellte Kreisrat Paul Haug fest, der sich nach solchen Angeboten erkundigte. Diese werden laut Harald Hauptmann auch angeboten, hier ist die Zusammenarbeit mit den beruflichen Schulen sehr wichtig.

Technologieoffenheit künftiger Antriebskonzeptionen notwendig

Hans Peter Bensch betonte, dass die Technologieoffenheit künftiger Antriebskonzeptionen wie Wasserstoff oder synthetische Dieselkraftstoffe mit sehr geringer Umweltbelastung ein wichtiger Übergangsschritt hin zur Elektromobilität sei, welche seiner Meinung nach nicht so kurzfristig und zeitnah umgesetzt werden könne.

Kleinere Firmen bleiben auf der Strecke

Auf die Frage von Paul Haug nach den immer stärker werdenden internationalen Auflagen an die Chirurgiebranche und deren Zukunft prognostizierte der Geschäftsführer, dass seiner Meinung nach langfristig gerade die kleineren Firmen auf der Strecke bleiben würden. Auch und gerade die Zulieferer, insbesondere die Zerspaner vom Heuberg, müssten sich den Anforderungen der Zukunft stellen, wollen sie nicht auf der Strecke bleiben.

Hoher Stellenwert der Kommunikation in der BBT

Der Geschäftsleitung der BBT sei es sehr wichtig, die in den letzten Monaten begonnen, persönlichen Gespräche mit den verantwortlichen Entscheidungsträgern in den Unternehmen als auch den politisch verantwortlichen Akteuren  der Region weiter auszubauen. Daher ist es auch erklärter Wunsch von Herrn Hauptmann, den persönlichen Kontakt zu ihm und dem Team der BBT, wie beispielsweise gerade durch den Besuch der FDP-Kreistagsfraktion, zu suchen – für Gespräche und einer ausführlichen Vorstellung des vielfältigen Weiterbildungsangebots stünden alle  BBT-MitarbeiterInnen und -Mitarbeitersehr gerne zur Verfügung.

Kontaktaufnahme bitte unter Tel. 07461 / 92 90 17 (Frau Klaiber).

 

 

 

 

Marcel Aulila: „Habe noch keine Wohnung in Berlin“

23. September 2017

Marcel Aulila: „Habe noch keine Wohnung in Berlin“

Bundestagswahl: Marcel Aulila

Von Moni Marcel (mm)

Marcel Aulila. Foto: pm

Der 26-Jäh­ri­ge Mar­cel Auli­la hat kla­re Zie­le, „aller­dings hab ich noch kei­ne Woh­nung in Ber­lin.“ Gute Chan­cen rech­net sich der FDP-Kan­di­dat trotz­dem aus, in den Bun­des­tag zu kom­men, immer­hin steht er auf der Lis­te auf Platz 16.

Wie er zur Poli­tik gekom­men ist? „Ich hab frü­her gern SIM-City-gespielt“, ein Com­pu­ter­spiel, bei dem man Städ­te ent­wirft. Und dabei ist dem jun­gen Mar­cel all­mäh­lich klar gewor­den, was das bedeu­tet, dass eine Stra­ße nicht nur eine Stra­ße ist, son­dern dar­un­ter Ver­sor­gungs­lei­tun­gen lie­gen. Und dass sich die Bür­ger nicht gera­de freu­en, wenn man die Steu­ern erhöht. Das Inter­es­se an Kom­mu­nal­po­li­tik war geweckt.

Als er dann nach dem Abitur am Spai­chin­ger Gym­na­si­um nach Fried­richs­ha­fen ging, um Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten zu stu­die­ren, „hat­te ich ein libe­ra­les Umfeld um mich. Da lag es nahe, in die FDP ein­zu­tre­ten.“ Und dann tat er das, was vie­le sei­ner Kom­mi­li­to­nen belä­chel­ten: Er kehr­te in die alte Hei­mat zurück. In den Mona­ten, die er in Mün­chen und Schwe­den ver­brach­te, „wur­de mir klar, dass mir der länd­li­che Raum ein­fach fehlt.“

Er fand Arbeit, grün­de­te den Orts­ver­band der Jun­gen Libe­ra­len, die nach zwei Jah­ren schon 23 Mit­glie­der hat­ten. „Wir haben Voll­gas gege­ben.“ 2014 wur­de er in den Gemein­de­rat gewählt, 2015 zum Vor­sit­zen­den der Lan­des-Julis. Und das alles, wie er betont, ohne beson­de­re Kar­rie­re-Ambi­tio­nen: „Das hat sich ein­fach so ergeben.“

Nun also die Kan­di­da­tur für den Bun­des­tag, bei der er sich durch­aus Chan­cen errech­net. Immer­hin: Erfah­rung in der Kom­mu­nal­po­li­tik hat er schon gesam­melt, und das wünscht er sich eigent­lich für jeden, der im Bun­des­tag sitzt. „Mir ist es uner­klär­lich, wie jemand das machen kann, der noch nie in einem kom­mu­na­len Par­la­ment saß.“ Daher möch­te er auch in Spai­chin­gen wei­ter­ma­chen, soll­te er am Sonn­tag genug Stim­men für Ber­lin bekom­men. Und sei­ne The­men hat er auch schon klar gesetzt: Bil­dungs­po­li­tik kommt an ers­ter Stelle.

Her­un­ter­ge­kom­me­ne Schu­len, „im Spai­chin­ger Gym­na­si­um geht’s noch, aber da ste­hen noch Tages­licht­pro­jek­to­ren“, da muss der Bund ran, das ist für ihn klar. Des­halb muss das Koope­ra­ti­ons­ver­bot weg, damit der Bund sanie­ren kann, wenn die Län­der kein Geld dafür haben. „Das könn­te man gleich am ers­ten Tag machen“, sofern die FDP dann in der Regie­rung mit­mischt. Ver­gleich­ba­re Abschlüs­se, das ist das nächs­te. Er hat es selbst erlebt im Stu­di­um, der Kom­mi­li­to­ne aus Ham­burg, des­sen Mathe­kennt­nis­se nicht über die zehn­te Klas­se der Schwa­ben hin­aus­reich­ten, „und damals gab es noch 13 Klas­sen.“ Das ist für den Ham­bur­ger doof, der dann nach­ler­nen muss, aber auch für den Baden-Würt­tem­ber­ger, der viel­leicht bes­ser ist als der Ham­bur­ger, aber den­noch ein schlech­te­res Abi­zeug­nis hat und daher bei der Stu­di­en­platz­ver­ga­be den Kür­ze­ren zieht.

Breit­band­aus­bau, das nächs­te The­ma: Da soll der Bund sei­ne Antei­le an Post und Tele­kom ver­kau­fen, mit dem Geld wird dann das schnel­le Inter­net für alle finan­ziert. Wich­tig, nicht nur für die Unter­neh­men, son­dern auch, damit die Jun­gen auf dem Land leben wol­len. „Die schau­en heu­te nicht mehr fern“, sie brau­chen Net­flix und Co. Da kommt gleich das nächs­te The­ma: Die GEZ-Gebüh­ren, das muss anders wer­den, fin­det Mar­cel Aulila.

Klar, ARD und ZDF sol­len wei­ter öffent­lich blei­ben, sich aber auch mehr anstren­gen, aktu­el­ler wer­den. Dass bei­de öffent­lich-recht­li­chen Sen­der am Abend des Put­sches in der Tür­kei erst ihre Spiel­fil­me fer­tig lau­fen lie­ßen, wäh­rend N24 längst live aus Istan­bul berich­te­te, geht gar nicht, fin­det der FDP-Kan­di­dat. Ein Ein­wan­de­rungs­ge­setz nach kana­di­schem Vor­bild („das for­dert die FDP schon seit 20 Jah­ren“), das enga­gier­te Immi­gran­ten för­dert, die Unwil­li­gen abschiebt. „Wir brau­chen Rege­lun­gen“, dass Leu­te abge­scho­ben wer­den, die im Beruf oder der Aus­bil­dung ste­hen, gehe nicht. „Wir ste­cken da Geld rein, und dann wer­den sie abgeschoben.“

 

Quelle: NRWZ – Neue Rottweiler Zeitung

Link: https://www.nrwz.de/topnews/marcel-aulila-habe-noch-keine-wohnung-berlin/181179

 

Firmenbesuch: Kraus setzt auf eigene Teilefertigung

LOKALES
20.09.2017al

Kraus setzt auf eigene Teilefertigung

FDP-Politiker besuchen den Spaichinger Maschinenbauer


Firmenchef Joachim Kraus zeigt den Politikern Papiere, die mit einer Maschine gezählt werden und/oder einen Code aufgedruckt bekommen (v.l.): Leo Grimm, Joachim Kraus, Michael Theurer und Marcel Aulila. Foto: Alois Groß

Spaichingen al Politischen Besuch hat die Firma Kraus Maschinenbau GmbH in Spaichingen erhalten: Der Spitzenkandidat der FDP in Baden-Württemberg zur Bundestagswahl, Michael Theurer MdEP sowie der Vorsitzende des FDP-Ortsverbands, Leo Grimm, und FDP-Wahlkreiskandidat Marcel Aulila informierten sich.

Firmeninhaber und Geschäftsführer Joachim Kraus, der kurz vor einer Maschinenabnahme durch die Bundesdruckerei stand, gab einen Überblick über seine noch recht junge Firma, die er am 1. Oktober 2008 gegründet hat. Die damalige Wirtschaftsflaute sei allerdings nicht der günstigste Zeitpunkt dafür gewesen, erinnert sich Kraus. Vor Firmengründung war er bereits zehn Jahre in der Branche tätig.

Mit fünf Personen hatte er begonnen. Anfangs wurde das Gebäude von der Firma Zuführtechnik Leo Grimm gemietet, wobei der hintere Teil sogar untervermietet wurde, da das Gebäude viel zu groß war. Heute, mit 35 Mitarbeitern, platze das Gebäude aus allen Nähten, sodass ein Neubau in unmittelbarer Nähe geplant ist. Der Firmenchef denkt an einen Einzug Ende 2018. Angesprochen auf Zuschüsse, etwa aus dem europäischen Fördertopf, konterte Kraus mit Lachen: „Hilf dir selber, dann weißt du, dass dir geholfen wird.“

Größter Konkurrent in Kanada

Inzwischen sei die Firma Kraus Maschinenbau in gewissen „Nischen“ zum Beispiel in der Pharmaindustrie und Kosmetik weltweit ohne viel Konkurrenten. Der größte sitzt in Kanada.

Die Firma entwickelt Lösungen für das Zuführen, Positionieren, Spenden, Zählen, Vereinzeln von Papier und flachen Produkten bis 30 Millimeter Dicke. Das können einzelne Papierbögen, Etiketten, Broschüren, Booklets, Gruß- und Glückwunschkarten, aber auch Kunststoffprodukte sein. Geht es um den Verpackungsprozess selbst, so sind es Karton- und Faltschachtelzuschnitte, die für weitere Veredelungsschritte vorbereitet werden können, stellte der Firmeninhaber Kraus die Leistungen in einem kurzen Überblick dar.

Um maximale Flexibilität schon im Prototypenbau und später bei der Projektmontage sicherzustellen, wurde 2012 eine eigene Teilefertigung geschaffen. Mit der eigenen Sonderteilefertigung bleibt das Know-How im Haus und Weiterentwicklungen können zeitnah umgesetzt werden. Auch Maschinen für die Bundesdruckerei werden nach Kundenwunsch gebaut, um Papiergeld zu zählen und sortieren.

In der Ausbildung von zum Beispiel Mechatronikern sieht man in der noch jungen Firma gute Perspektiven, um in Zukunft an wirklich gute Facharbeiter zu gelangen.

„Schnelles Internet“ ist essentiell

Auch das „schnelle Internet“ bildete ein Gesprächsthema in der Runde. Vorerst ginge zu Hause allerdings alles schneller als hier in der Firma, stellte Joachim Kraus fest. Eine Verbesserung sei allerdings bereits zugesagt worden. Kostenlos könne man auch kein schnelles Internet bekommen, wie viele erwarten. Man bekomme es, nur müsse man halt bezahlen, denn die Leitungen liegen parat, brachte Leo Grimm ein.

Auf einem Rundgang durch die Firma mit Montage erklärte Joachim Kraus den Gästen die Besonderheiten der verschiedenen Maschinen, die jeweils auf genauen Kundenauftrag angefertigt werden.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 20.09.2017

Wahlkampf ohne Schlagworte

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Allgemein, Presseberichte | 21. September 2017

TROSSINGEN/KREIS TUTTLINGEN

Donnerstag, 21. September 2017

Wahlkampf ohne Schlagworte

Parteien Der ehemalige FDP-Vorsitzende Dr. Wolfgang Gerhardt erklärt den Besuchern im gut besetzten Trossinger Kesselhaus, warum es aus seiner Sicht eine starke FDP braucht. Während der neue Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Trossingen, Andreas Anton, und Bundestagskandidat Marcel Aulila das neue Gesicht der FDP prägen, liefert ein Altvorderer noch einmal das Hauptreferat des Abends: Dr. Wolfgang Gerhardt, mittlerweile 73 Jahre alt und als Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung nicht mehr den Aufgeregtheiten der Tagespolitik verpflichtet. Als Aulila, Jahrgang 1991, geboren wurde, saß Gerhardt bereits im hessischen Landtag. Ernst Burgbacher, langjähriger politischer Weggefährte Gerhardts, wird später bemerken, dass Gerhardt „nie Schlagwortpolitik“ gemacht habe. Ein Eindruck, der sich auch beim Vortrag in Trossingen bestätigt.

Wahlkampf macht Spaß

Gerhardt, ehemaliger Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, hat sich noch einmal für den Wahlkampf einspannen lassen. „Das hat Spaß gemacht“, sagt er fünf Tage vor dem Wahltermin. Er lobt den jungen Kandidaten des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen und wünscht ihm politisches Durchhaltevermögen, nachdem Aulila der Einzug in den Bundestag dieses Mal wegen eines hinteren Listenplatzes wohlverwehrt bleibt. Den forschen Auftritten der nachfolgenden Politikgeneration setzt Gerhardt die Abgeklärtheit einer fünf Jahrzehnte währenden politischen Laufbahn entgegen. Der Name Lindner kommt in seinem40-minütigen Vortrag gar nicht vor. Scheel und Genscher durchaus. Nicht dass er den jungen FDP-Vorsitzenden nicht schätzen würde („Er macht seine Arbeit sehr, sehr gut“, sagt er im persönlichen Gespräch), doch den Personenkult überlässt er anderen.

Gerhardt registriert dieser Tage eine „gute Stimmung“ für die FDP. Ganz anders als noch vor vier Jahren, als sich die damalige FDP-Spitze am Wahlabend nach Bekanntwerden der schweren Niederlage recht schnell aus dem Staub machte, wie Gerhardt heute schmunzelnd erklärt. Er, schon damals nicht mehr in vorderster Reihe, habe dann das Debakel erklären müssen. „Wir sind nicht an Frau Merkel, sondern an uns selbst gescheitert“, sagt Gerhardt heute. Die ehemaligen Trossinger FDP-Spitzenpolitiker Ernst Burgbacher und Ernst Pfister nicken wissend.

Vier Jahre später verheißen die Umfragen der Partei wieder Werte um die neun Prozent; der Wiedereinzug in den Bundestag dürfte gelingen. Auch Gerhardts Blick richtet sich auf den kommenden Sonntag und die Zeit danach. So ganz sicher ist er nicht, ob seiner Partei nicht noch vier Jahre in der Opposition ganz gut tun würden, sagt er am Rande der Veranstaltung. Andererseits dürften sich die Liberalen auch nicht verweigern, wenn sie zur Bildung einer tragfähigen Regierung gebraucht würden. „Es sind zu viele unterwegs, die zu bereitwillig das Geld anderer Leute ausgeben“, sagt der Wahlkämpfer. Auch dies sei ein Grund, warum dem neuen Bundestageine wieder erstarkte FDP gut tun würde.

Auch Gerhardt stimmt das hohe Lied der Eigenverantwortung an. Wer sich nicht in allem auf den Staat verlasse und gleichzeitig die Komplexität der heutigen Welt anerkenne, sei auch viel weniger anfällig für die „Märchenerzähler“. Wenn er damit meint, ist klar: die AfD, die sich dieser Tage anschickt, möglicherweise drittstärkste Kraft im neuen Bundestag zu werden. Deren Verachtung für die „Altparteien“ hält Gerhardt Verdienste mit durchaus historischer Dimension entgegen – etwa der Zwei-Plus-Vier-Vertrag Anfang der 90er-Jahre, den er als „Wunder der Weltgeschichte“ beschreibt. Gerhardt fordert „ein bisschen Stolz auf das Erreichte“ ein. „Wir müssen denen entgegentreten, die nur am Ressentiment arbeiten“, sagt der Liberale unter dem Applaus der Kesselhaus-Besucher.

Gerhardt zeigt sich als entschiedener Gegner einer Rückbesinnung auf die Nation. Den Brexit hält er für einen schlimmen Fehler, deren Protagonisten wie Boris Johnson für „extremkurzsichtig“. Und beim Gedanken an den amerikanischen Präsidenten: keine markige Ablehnung, eher entsetztes Schweigen eines engagierten Streiters für die transatlantische Allianz. Im weiteren Fortgang des Abends dekliniert der Gast aus Hessen das Wahlprogramm seiner Partei durch. Etwa die Kritik an der Bildungspolitik oder überzogenen Ansprüche vieler Eltern. Inklusion sieht er eher kritisch: „Ich glaube nicht, dass wir den Schwächeren gerecht werden, wenn wir die Stärkeren aufhalten.“

Beim Rentenalter will die Partei jeden Einzelnen entscheiden lassen, wann denn Schluss ist. In Sachen Europäischer Union fordert Gerhardt Härte gegenüber Staaten wie Ungarn ein. Für Länder, die Urteile des Europäischen Gerichtshof nicht akzeptierten, müsste der Rauswurf eine Option sein. Auf die Frage des ehemaligen FDP-Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Hilmar Fleischer, in wiefern wirtschaftlicher Druck zu politischen Einlenken führen könne, verweist Gerhardt darauf, dass diplomatisches Geplänkel der Marke Steinmeier gegenüber Russland nicht weiterhelfe. Putin brauche klare Ansagen.

Ernst Pfister optimistisch

Umrahmt vom FDP-Panikorchestermit Gérard Deleye, Ernst Pfister, Ernst Burgbacher und dem dezenten Perkussionisten Marcel Aulila geht ein Abend zu Ende, der eine durchaus selbstbewusste FDP zeigte. Als Ernst Pfister 20 Prozent plus X für das Zweitstimmenergebnis der Partei in Trossingen vorhersagt, schaut Aulila kurz irritiert und sagt: „Wäre schön.“ mas

”Es sind zu viele unterwegs, die zu bereitwillig das Geld anderer Leute ausgeben. Wolfgang Gerhardt zu den Gründen, warum die FDP aus einer Sicht wieder in den Bundestageinziehen muss. Wird Trossingen wieder zur FDP-Hochburg? Beim Vortrag von Wolfgang Gerhardt war das Kesselhaus gut gefüllt. Foto: Markus Schmitz

Quelle: Südwestpresse/Neckarquelle vom 21.09.2017

Das „Bimmelbähnchen“ auf der Gäubahn

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Allgemein, Presseberichte | 21. September 2017

Region Tuttlingen

LOKALE NACHRICHTEN

15.09.2017 | Christian Gerards

Das „Bimmelbähnchen“ auf der Gäubahn

Die FDP diskutiert mit ihrer lokalen Polit-Prominez über die Verkehrssituation in der Region – Unternehmer ist die Bahnstrecke mit Blick auf seine Gäste schon fast peinlich. Diskutieren über die Verkehrssituation in der Region (von links): Andreas Schmidt, Jürgen Keck, Paul Haug, Hans-Peter Bensch, Ernst Pfister, Willy Walter, Ernst Burgbacher und Dieter Teufel. Foto: Christian Gerards

 

Tuttlingen sz Mit ihrer geballten Politik-Prominenz aus dem Landkreis Tuttlingen hat die FDP am Donnerstagabend bei der Tuttlinger Vito AG sich mit der Frage „Verkehrsinfrastruktur für den Mittelstand – wo fehlt es?“ auseinandergesetzt. Der Tenor war schnell klar: Es müssen Investitionen in die Infrastruktur her – und vor allem die Gäubahn zweispurig ausgebaut werden.

Neben den Kreisräten Hans-Peter Bensch, Willy Walter und Paul Haug waren auch mit Ernst Pfister der ehemalige baden-württembergische Wirtschaftsminister und mit Ernst Burgbacher der ehemalige parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium vertreten. Auch der Konstanzer FDP-Landtagsabgeordnete Jürgen Keck und IHK-Präsident Dieter Teufel nahmen an der Diskussionsrunde teil. Dagegen fehlte der Direktkandidat Marcel Aulila, er war zeitgleich bei einer Podiumsdiskussion im Landkreis Rottweil eingespannt.

Lärmschutz an Autobahn 81

Paul Haug zeigte zunächst auf, wie wichtig eine neue Lärmschutzwand an der A 81 auf Höhe von Geisingen sei. Die Autobahn zerschneide die Stadt und würde dadurch zu einer kräftigen Lärmbelästigung führen. Solange die neue Wand nicht kommt, plädiere Geisingen für eine Temporeduzierung auf dem Streckenabschnitt. „Es ist nicht die Aufgabe der Stadt, den Lärmschutz für die Autobahn zu finanzieren“, sagte Haug. Einig waren sich die Liberalen auch darin, dass die Umfahrungen für Spaichingen und Immendingen dringend kommen müssen.

Ein zentraler Punkt der Diskussion war der zweispurige Ausbau der Gäubahn. Andreas Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Vito AG, meinte, dass es zu bestimmten Zeiten nicht schön sei, mit der Gäubahn zu fahren: „Manche unserer Gäste kommen zum ersten Mal nach Deutschland, da will man sie nicht unbedingt in diesen Regionalzug setzen. Da holen wir sie am Flughafen lieber mit dem Auto ab.“ Zudem würde der Flughafen in Zürich deutlich besser und zeitlich besser planbarer zu erreichen sein. Dem stimmte Pfister zu, aber nicht ohne den Hinweis, dass er den Trend nicht gut finde.

Die Bezeichnung „Regionalexpress“, der auf der Gäubahn unterwegs ist, sei für Burgbacher ein Euphemismus. Unter einem Express stelle er sich etwas anderes vor. Die Region dürfe es sich nicht weiter gefallen lassen, auf den Gäubahn-Ausbau zu warten.

Für Teufel ist der Name „Gäubahn“ zudem eine ungünstige Bezeichnung. Schließlich verbinde die Linie Stuttgart und Zürich und sei keine Bahnlinie in der Provinz. Dass der zweispurige Ausbau nun im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans sei, heiße allerdings nicht, dass „wir nächste Woche mit dem Ausbau anfangen“. So würde Stuttgart 21 auch nur Sinn machen, wenn die Gäubahn ertüchtigt wird.

Die Schweizer sind schon fertig

Keck wies darauf hin, dass die Strecke über Zürich weiter nach Mailand führen würde: „Für so eine Strecke fährt da ein Bimmelbähnchen“, meinte er. Während die Schweizer ihren Teil des Locarno-Abkommens, der den Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz verbessern soll, eingehalten haben, hinke Deutschland hinterher. Die Züge der Eidgenossen hätten eine deutlich bessere Qualität als die Züge der Deutschen Bahn: „Die Schweiz hat ihre Hausaufgaben gemacht.“

Bensch wies darauf hin, dass die Gäubahn laut SWR-Tickernachricht vom gleichen Tage an den Stuttgarter Tiefbahnhof  angeschlossen werden müsse. Kostenpunkt: 150 Millionen Euro. Die überparteiliche Koalition vor dem Bürgerentscheid zu Stuttgart 21 im November 2011 habe den Neubau des Bahnhofs immer mit dem Ausbau der Gäubahn verknüpft. Zudem müsse die Region laut Burgbacher aufpassen, dass der Flughafenanschluss der Gäubahn nach Stuttgart nicht wegbricht. „Rund 300 000 Passagiere aus diesem Einzugsgebiet fliegen pro Jahr von Stuttgart“, betonte er. Wenn der Anschluss wegbreche, dann würde sich der Ausbau der Gäubahn nicht rechnen.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 16.09.2017