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Terminhinweis: 60. Agrar- und Verbrauchertag des FDP-Bezirksverbandes

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Pressemitteilungen | 2. Oktober 2015

Haas-Manfred

Foto oben: Lädt zur Besichtigung seines Betriebs ein: Manfred Haas, der Vorsitzende des Kreisbauernverbands Rottweil. Archiv-Foto: him

REGION (pm) – In Flözlingen und Zimmern-Stetten veranstaltet der FDP-Bezirksverband Südbaden seinen 60. Agrar- und Verbrauchertag, so die FDP in einer Pressemitteilung. Als Experten diskutieren Erik Schweikert, Weinprofessor und ehemaliger Bundestagsabgeordneter sowie Dr. Friedrich Bullinger, Mitglied des Landtags zum Thema „Konventionelle Landwirtschaft: Ein Auslaufmodell?“ mit den Teilnehmern.

Der Agrar- und Verbrauchertag hat bei den Liberalen eine lange Tradition. Im Jahre 1953 veranstaltete der FDP-Bezirksverband Südbaden zum ersten Mal eine Informationsfahrt für Landwirte in Erzingen im Kreis Waldshut. Diese jährliche Veranstaltung fand sehr schnell großes Interesse bei Landwirten und Politikern. Bei der Agrar-Lehrfahrt 1957 in Herdwangen und Radolfzell konnten die Veranstalter über 500 Teilnehmer im Milchwerk in Radolfzell begrüßen.

Die Themen, anfänglich nur landwirtschaftlich orientiert, wurden im Laufe der Zeit „agrarpolitisch“ erweitert. Bei der Agrar-Lehrfahrt 1963 auf die Insel Reichenau und nach Bodmann konnte der spätere Bundes-Landwirtschaftsminister Josef Ertl 2000 „an der deutschen Agrarpolitik interessierte Männer und Frauen“ begrüßen.

Diese Tradition hat der Bezirksverband Südbaden bis heute weitergeführt. In diesem Jahr findet der Agrar- und Verbrauchertag im Kreis Rottweil, im Flözlingen und Zimmern-Stetten statt. Das Programm wurde vom langjährigen Vorsitzenden des Agrarausschusses der FDP Südbaden, Helmut Merkle aus Deißlingen in Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger Martin Kammerer, organisiert.

Eingeladen zur Veranstaltung am Samstag, 26. September sind nicht nur Landwirte und Unternehmer sondern auch alle an der deutschen und europäischen Agrarpolitik interessierten Männer und Frauen.

Das Programm beginnt um 10 Uhr mit der Begrüßung im Gasthaus Hirsch in Flözlingen durch den FDP-Bezirksvorsitzenden Dr. Marcel Klinge und dem FDP-Kreischef Dr. Gerhard Aden. 10.15 Uhr Besichtigung des Betriebs von Manfred Haas (Vorsitzender Kreisbauernverband) und Willi Haas in Flözlingen. 11.15 Uhr Besichtigung des Hofladens Claudius Jauch in Zimmern-Stetten. Um 14 Uhr Diskussion: Konventionelle Landwirtschaft: Ein Auslaufmodell? Mit Professor Erik Schweikert und Dr. Friedrich Bullinger, MdL.

Quelle: NRWZ-Redaktion Schramberg – 23. September 2015

Die FDP-SÜDBADEN wählt mit Marcel Klinge einen neuen Vorsitzenden

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Pressemitteilungen | 14. September 2014

von MICHAEL HABERER

Wenn der Bezirk eine Entscheidung gefällt habe, müsse die Südbaden-FDP mit einer Stimme im Landesverband sprechen, beschwor Klinge die gut 100 Delegierten in der Winzerhalle in Köndringen. Der Kreis- und Gemeinderat  aus Villingen-Schwenningen, bislang einer der stellvertretenden Vorsitzenden im Kreis, wusste, wovon er sprach. Südbaden habe im Landesverband nicht immer ein gutes Bild abgegeben, erklärte Klinge. Das wolle er ändern.

Auch Sascha Fiek, bis gestern Bezirksvorsitzender, forderte ein Mindestmaß an Loyalität. Die Gemeinsamkeitsolle nach außen getragen werden, wenn Beschlüsse vorhanden seien.

„Glut für neues Feuer“

Gleichzeitig meinte Fiek, der nicht mehr kandidiert hat, dass die FDP den Richtungsstreit zwischen ihren unterschiedlichen Strömungen, zwischen Wirtschafts-,Sozial- und Ökoliberalen aushalten müsse. Fiek garnierte seine Ausführungen mit der nötigen Prise Zuversicht: Ersehe unter der Asche der gebeutelten FDP genug Glut für ein neues Feuer. „Die FDP muss sich nicht neu erfinden“, kommentierte er den Absturz in die parlamentarische Bedeutungslosigkeit. Allerdings müsse die FDP es verstehen, eine Partei für mehr als nur den mittelständischen Unternehmer zu werden, fand Fiek.

Vor ihm hatte bereits der Landtagsabgeordnete Nico Reith seinen Parteifreunden Mut zugesprochen.„Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen“, erklärte Reith. Das Jammern und die Personaldiskussionen müssten ein Ende haben.

Marcel Klinge konnte die Vorsitzendenwahl mit 87 von 102 Stimmen deutlich für sich entscheiden. Das Ergebnis scheint sich abgezeichnet zu haben. So hielt Klinge sich recht knapp in seiner Bewerbung für das Amt. Er nahm eine Vorlage von Elmar Bingel, Schatzmeister der FDP im Kreis Freiburg, auf. Bingel hatte bezweifelt, dass die FDP in Südbaden überhaupt einen Bezirksverband brauche. Der Bezirk sei nötig, um die Themen dieses ländlichen Raums für Landes- und Bundesverband zu bündeln, erklärte Klinge.

Neben ihm bewarb sich auch Mechthild Wolber aus Rottweil um den Vorsitz. Wie Klinge gehörte sie bereits dem Bezirksvorstand an und votiert wie er im Landesvorstand. Wolber wurde schon ausführlicher und konkreter über den anstehenden „Langstreckenlauf“ der FDP als Klinge. Ihre Partei habe es verlernt, inhaltlich zu überzeugen, fand Wolber. Sie machte das unklare Bild in der Öffentlichkeit an der Bildungspolitik im Land fest: Die einen Mandatsträger seien für die Gemeinschaftsschule, die anderen dagegen. Außerdem müsse die FDP konstruktiv in der Öffentlichkeit auftreten, dürfe also nicht nur gegen die anderen Parteien argumentieren.

Idee der Freiheit fehlt

Den profundesten Zuspruch bekamen die FDP-Delegierten vom parteilosen Wirtschaftsweisen Lars Feld, Direktor desWalter-Eucken-Instituts in Freiburg. Die Idee der Freiheit habe ohne die FDP keine hörbare Stimme in den Parlamenten. Bei den Grünensehe er zu viel Staatsinterventionismus und bei der AFD zu viel nationalistisches und populistisches Fischen am rechten Rand. Damit sollte es der FDP gelingen, sich abzugrenzen gegendiese Parteien. In Sachen Wirtschaftzeigte sich Feld nicht so zuversichtlich. Er attestierte Angela Merkel und WolfgangSchäuble, viel wirtschaftspolitische Kompetenz auszustrahlen. Der Finanzminister schnitt überhaupt recht gut bei Feld ab.

In der Aussprache war kritisiert worden, dass angesichts der Staatseinnahmen nur ein ausgeglichener Bundeshaushalt herauskomme und man die Sparauflagen für die Länder lockern wolle. Ein Fuchs sei Schäuble, meinte Feld. Er geißelte allerdings Gesetze wie den Mindestlohn. Es habe den Mut eines Sozialdemokraten, nämlich Alt-Bundeskanzlers Gerhard Schröder, gebraucht, um die Ansätze des FDP-Wirtschaftministers Otto Graf Lambsdorff umzusetzen, meinte er zu der Wirtschaftspolitik, die er jetzt wieder auf dem Rückzug sieht.

Quelle: Der Sonntag vom14.09.2014, Ausgabe „im nördlichen Breisgau“