Archive for März, 2010

Strukturwandel wirft viele Fragen auf

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Allgemein | 24. März 2010

Geisingen (ph) – Strukturwandel in der Landwirtschaft: Ja oder Nein? Beim Agrar- und Verbrauchertag der FDP in Kirchen-Hausen ist bei dieser Frage kein Konsens erzielt worden. Experten aus Politik und Landwirtschaft diskutierten mit heimischen Landwirten.

Während sich Professor Dr. Karl-Heinz Kappelman von der Hochschule in Nürtingen für einen weiteren Strukturwandel und somit für noch größere Einheiten und Betriebe aussprach, sahen dies der Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands (BLHV), Werner Räpple, sowie die Landwirte anders. Im Schwarzwald und der Baar sei das meiste an Strukturwandel bereits erledigt, so das Argument. Noch größere Einheiten seien nicht möglich.

Gefordert wurde, Gesetze und Auflagen eins-zu-eins umzusetzen und damit aufzuhören, von Bund und Land alles, was von Brüssel kommt, besser machen zu wollen. Dies führe nur zu erheblichen Einschnitten.

"img_5032_250px"Der Bundestagsabgeordnete Professor Dr. Erik Schweikert, der Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist, bemängelte, dass die Landwirtschaft derzeit wenig Lobby habe. Es bestehe die Gefahr, dass die Landwirtschaft „hinten runterfällt“. „Der Agrar-Haushalt der EU wird nicht größer, wie sieht der Agrarbereich nach 2013 aus?“, stellte sich Schweikert die Frage. Die Förderungen würden vermutlich angeglichen, so Schweikert. Derzeit herrschten hier noch ein große Unterschiede.


„Die für den Tourismus bedeutsame Kulturlandschaft gibt es nicht zum Nulltarif“, stellte Schweikert fest und erhielt dabei Zustimmung von Räpple. „Das Erosionskataster ist völliger Blödsinn, aber das bekommen wir nicht mehr weg. Wir bearbeiten seit vielen Jahren die Flächen und wollen sie auch an die nächste Generation weitergeben“, betonte Räpple

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"img_5035_400px"Der Agrarökonom Otto Hertäg monierte, dass zwar alle gesund und genügend essen wollten: „Aber günstig muss es sein.“ Bei den Flächenprämien forderte Hertäg Toleranzen. „Es geht nicht, dass eine Anzeige oder gar der Staatsanwalt kommt, weil ein Landwirt beispielsweise ein Grundstück überpflügt hat.“ Strukturwandel sei notwendig, „aber mit Maß und Ziel“, so Hertäg.  

Der Diskussion voraus gegangen war eine Besichtigungstour. Die Teilnehmer schauten sich das Bioenergiedorf in Mauenheim an sowie die Betriebe Hans Albert Elsässer (Geflügel, Mutterkuhhaltung) und Familie Moriz (Melkroboter, Milchviehhaltung).


Foto oben: Beim FDP-Agrar- und Verbrauchertag wurde auch eine Führung durch den Geflügelbetrieb Elsässer angeboten. Dort schauten sich die Teilnehmer unter anderem die Eiersortieranlage an. Foto: ph

Foto 2: Professor Dr. Erik Schweikert bei seinem Impulsreferat Foto: hpb

Foto 3: Podiumsdiskussion mit Werner Räpple (nicht auf dem Bild), Professor Dr. Karl-Heinz Kappelman, Moderator Ernst Burgbacher MdB, Professor Dr. Erik Schweikert sowie Agrarökonom Dr. Otto Hertäg. Foto: hpb



Quelle: Schwäbische Zeitung Nr. 69 von Mittwoch, 24. März 2010, Regionalausgabe Gränzbote / Heuberger Bote / Trossinger Zeitung  /  Seite: Witthoh und Donau

FDP-Kreisverband Schwarzwald-Baar gewinnt Martini-Gans…

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Allgemein | 15. März 2010

..welche für den am stärksten vertretenen Kreisverband auf dem 55. Agrar- und Verbrauchertag des FDP-Bezirksverbandes in Kirchen-Hausen ausgelobt worden war.

Foto: Der stv. Vorsitzende des Kreisverbandes Tuttlingen Paul Haug überreicht dem stolzen Gewinner Jens Hagen, FDP-Kreisvorsitzender Schwarzwald-Baar, symbolisch eine lebende Gans.

Der Bericht zum Agrar- und Verbrauchertag ist nachstend im Presseartikel Strukturwandel wirft viele Fragen auf zu finden, weitere Fotoimpressionen stehen hier auf der Homepage in der Rubrik Bildergalerie bereit  …