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62. Agrar- und Verbrauchertag des FDP Bezirksverbandes Südbaden

Landwirtschaft Hand in Hand mit dem Tourismus

62. Agrar- und Verbrauchertag des FDP Bezirksverbandes Südbaden

In der langen Tradition dieser Veranstaltungsreihe stellen sich FDP Politiker Praktikern und Fachleuten aus dem ländlichen Raum. Als Experten diskutierten beim 62. Agrar- und Verbrauchertag des FDP Bezirksverbandes Südbaden in Neuhausen ob Eck die beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Marcel Klinge, Sprecher für Tourismus sowie Dr. Christoph Hoffmann, Sprecher für Entwicklungspolitik und stellv. Mitglied des Agrarausschusses des Bundestags und Franz Käppeler, erster Vizepräsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes und Kreisvorsitzender Stockach, sowie Traudl Brunner Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft  Urlaub auf dem Bauernhof in Baden Württemberg.

Experten-Podium beim 62. Agrar- und Verbrauchertag der FDP-Südbaden

Die Attraktivität des ländlichen Raumes für die Bewohner und Touristen lebt von der Kulturlandschaft, lebendigen Dörfern und dem Erhalt von Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Landschaftsbezogene Aktivitäten wie Wandern, Radfahren und das E-Bike, sind auch wieder für jüngere attraktiv. Besonders der südliche Teil Baden-Württembergs hat hier eine große Chance. Eine werthaltige Land- und Forstwirtschaft in ausreichender Zahl könnte hier noch den Markenkern der Erholungslandschaft bilden.

Franz Käppeler wies auf die oft existenziellen Sorgen auf den Höfen hin. Landwirtwirte sähen sich oft zu Unrecht in die illegale Ecke gedrängt. Besonders aggressive Tierschützer schaden ungerechtfertigt dem guten Ruf eines ganzen Berufsstandes. Die Bauern arbeiten hart für den Erhalt der Höfe. Ein großes Hemmnis für die weitere Entwicklung und Zukunftssicherung sind die überbordende Bürokratie und die einengenden Eingriffe in die Bewirtschaftung der Höfe.

Dr. Marcel Klinge MdB, Christoph Hoffmann MdB, Traudl Brunner, Franz Käppeler und Martin Cammerer

Traudl Brunner hat sich mit Ihrer Familie erfolgreich für den Landtourismus als zweites Standbein entschieden.  Sie konnte von einem größer werdenden  Interesse für den Urlaub im ländlichen Raum berichten. Es sei  immer wieder notwendig sich an Veränderungen anzupassen und zu modernisieren. Eine Vernetzung verschiedener Attraktionen der Region, Erzeugern regionaler Produkte und den kulturellen wie auch naturnahen Angeboten sollten weiter verbessert werden.

Alles blickt nach Brüssel, wo die neue Förderperiode 2021 – 2026 vorbereitet wird. Der FDP Politiker Marcel Klinge als Sprecher der Bundestagsfraktion für Tourismus möchte sich zielgerichtet für die Belange der von ihm vertretenen Region Südbaden einsetzen. Die Chancen die diese Kulturlandschaft uns bietet, sollten ergriffen werden. Naherholung Tourismus und Landwirtschaft könnten nur gemeinsam erfolgreich sein. Das Ziel sollte die Koexistenz von Naturschutz und lohnenswerter landwirtschaftlicher Nutzung sein. Das muss auch die unternehmerische Freiheit für die individuellen Entscheidungen der Betriebsleiter beinhalten.

Große Defizite im ländlichen Raum sieht MdB Dr. Christoph Hoffmann in der fehlenden Digitalisierung, dem zu geringen Angebot im ÖPNV und den unterschiedlichen Behördenentscheidungen bei Baugenehmigungen und der Förderung von investitionswilligen Betrieben. Michael Heizmann, Betreiber der Schwarzwald Gaudi Erlebniswelt berichtete aus dem zahlreichen Publikum von seinen Schwierigkeiten, Genehmigungen für den naturnahen Umbau und Ausbau seines Angebots zu erhalten. Zum Erfolg führende Einsprüche sind zeitraubend und binden unnötigerweise  Investitionsmittel.

Organisator der Veranstaltung Martin Cammerer, fasste die für die von der FDP angestrebten Ziele der zukünftigen Förderpolitik für den ländlichen Raum zusammen. Dabei  sollte der Landtourismus als Teil der Förderung für den ländlichen Raum gesehen werden. Es sei zu überlegen, ob und wie der Kreis der Förderberechtigten auch über landwirtschaftliche Betriebe hinaus ausgeweitet werden kann. Auch sollte es kein Hinderungsgrund sein, wenn das Einkommen aus der Beherbergung überwiegt. Unzeitgemäß sei auch die Begrenzung auf 25 Betten. Weitere Ziele der zukünftigen Förderungen sollten auch die Vernetzung der regionalen Wirtschaftskreisläufe, die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, Erhöhung der Wertschöpfung und die Qualifizierung und Ausbildung sein.

Quelle / Fotos: Martin Cammerer, FDP-Bezirksverband Südbaden

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Freie Demokraten Südbaden wählen neuen Vorstand

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Allgemein | 14. August 2018

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Freie Demokraten Südbaden wählen neuen Vorstand

Marcel Klinge bleibt Chef der Bezirks-FDP – Asylchaos der Großen Koalition kritisiert

Die Freien Demokraten Südbaden haben am Wochenende auf ihrem Parteitag im Europapark in Rust ihren Vorstand neu gewählt. Als Vorsitzender des zweitgrößten FDP-Bezirksverbandes in Baden-Württemberg wurde der bisherige Amtsinhaber, Dr. Marcel Klinge, aus Villingen-Schwenningen mit 96 Prozent wiedergewählt. Es ist die dritte Amtszeit für den 37-jährigen Bundestagsabgeordneten. Die 125 Delegierten bestätigen auch Klinges drei Stellvertreter Dr. Johannes Huber (Ortenau), Felix Fischer (Emmendingen) und Dr. Andrea Kanold (Schwarzwald-Baar) sowie Schatzmeisterin Ramona Frank (Emmendingen) jeweils mit sehr guten Ergebnissen.

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Martin Cammerer (Bad Krotzingen), Birgitt Mauler (Emmendingen), Knud Oldörp (Freiburg), Marco Vogt (Lörach), Martin Gassner (Offenburg), Daniel Karrais (Rottweil), Christine Müller (Villingen-Schwenningen), Thomas Teufel (Tuttlingen) und Harald Ebi (Waldshut-Tiengen) gewählt.

Der Parteitag startete mit Grußworten von Jürgen Mack, Geschäftsführer des Europaparks, Nicola Beer MdB, Generalsekretärin der FDP, und Landeschef Michael Theurer MdB. Bezirkschef Klinge ging in einer anschließenden Rede auf das Regierungschaos der vergangenen Tage in der Asylpolitik ein: „Der Asylstreit der Bundesregierung kostet unendlich viel Vertrauen. Immer weniger Menschen haben Verständnis für das Zoffen und Zaudern. In der Sache steht für mich fest: Für eine erfolgreiche Asylpolitik sind ein besserer Schutz der europäischen Außengrenzen und der Erhalt der Reisefreiheit unverzichtbar. Grenzzurückweisungen sind ein richtiger und überfälliger Zwischenschritt.“

Klinge betonte: „Wir müssen jetzt zügig den Umgang mit Flüchtlingen in Europa reformieren. Dazu brauchen wir ein Dublin IV Abkommen. Zugleich ist eine deutlich bessere Ausstattung unseres europäischen Grenzschutzes Frontex notwendig. Allem voran ist aber wichtig: Kriegt die Bundesregierung das Heft des Handelns nicht rasch mit einem klaren Asyl-Kompass wieder in die Hand, dann schlägt allenfalls die AfD daraus Kapital für ihren Plan Europa abzuwickeln. Das kann nicht in unserem Interesse sein.“

Kritisch sah der Abgeordnete auch die Erhöhung der Parteienfinanzierung durch CDU/CSU und SPD in der vergangenen Woche um 25 Millionen Euro. „Die GroKo bringt null Leistung, stopft sich aber im Gegenzug die Tasche voll. Das versteht niemand in der Bevölkerung“. Das Parteien finanziell vernünftig ausgestattet werden sollen, stehe außer Frage. „Dafür müssen sie aber auch gute Politik machen und erst einmal bei sich selbst sparen. Aus diesem Grund hat die FDP-Bundestagsfraktion die Mittelerhöhung auch geschlossen abgelehnt“, betonte er.

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61. Agrar- und Verbrauchertag der FDP Südbaden

FDP will Glasfaser für alle

Die FDP Südbaden lud am vergangenen Samstag zu ihrem traditionellen Agrar- und Verbrauchertag in das Obstgut Siegel in Schallstadt-Mengen ein.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Michael Theurer (rechts) machte sich für Bürokratieabbau stark; neben ihm der Landwirt und Beisitzer im FDP-Landesvorstand Martin Cammerer. Foto: Padraig Elsner

 

Michael Theurer, Vorsitzender der FDP in Baden-Württemberg und Spitzenkandidat zur Bundestagswahl, und Christoph Hoffmann, FDP-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Lörrach, stellten sich den Fragen der Landwirte, Obstbauern und Verbraucher aus dem Markgräflerland.

In den Reden von Hoffmann und Theurer stachen zwei Themen heraus, mit denen die FDP auf Stimmenfang bei den Landwirten gehen möchten. Zum einen der Breitbandausbau im ländlichen Raum und zum zweiten die Entbürokratisierung.

Theurers Forderung „Glasfaser für alle“ verspricht schnelles Internet für jedermann. Um den Breitbandausbau zu finanzieren, will die FDP auch Telekom-Anteile verkaufen, erklärte der Europaparlamentarier. Christoph Hoffmann kann als Bürgermeister von Bad Bellingen Erfolge im Breitbandausbau vorweisen:

Seiner Gemeinde steht schon schnelles Internet zur Verfügung. Das Problembei der Förderung des Breitbandausbaus sind aus der Sicht von Hoffmann die unterschiedlichen Förderprogramme von Bund und Ländern mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Sie würden nur eine „Megabürokratie“ fördern, aber nicht den Breitbandausbau.

Egal, ob im Gemeinsamen Antrag oder in der Mindestlohnregelung, die FDP ist sich einig, dass die Auflagen nichtmehr zu verwalten seien. Als gelernter Förster, so versprach Hoffmann, werde er den Regelwald durchforsten, und auch Theurer sprach sich dafür aus, kleine und mittlere Unternehmen bei der Bürokratie zu entlasten.

Als Gastredner geladen war auch BLHV-Präsident Werner Räpple. Der forderte von der FDP, sich für einen für Landwirte bezahlbaren Mindestlohn einzusetzen und für die Einführung einer steuerfreien Risikorücklage für Landwirte.

Zum Thema Bürokratie lieferte Gastgeber Joel Siegel ein Paradebeispiel: Dass er für seinen mobilen Hühnerstall eine Baugenehmigung beantragen musste, ist schon schwer zu verstehen. Das Projekt wäre fast an den Auflagen gescheitert, schlussendlich wurde ihm der „Bau“ des mobilen Hühnerstalls genehmigt – aber nur auf einer eingegrenzten Fläche. Möchte er den mobilen Hühnerstall auf ein anderes Flurstück setzen, müsste er erneut eine Baugenehmigung einholen, erklärte Siegel.

Padraig Elsner

Quelle: Badische Bauernzeitung Nr. 37 vom 16.09.2017

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Impressionen vom 60. Agrar- und Verbrauchertag in Flözlingen

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Allgemein | 2. Oktober 2015

Einige Impressionen von unserem diesjährigen Agrar- und Verbrauchertag am Samstag, 26. September 2015 in Flözlingen und Zimmern-Stetten im Kreis Rottweil! War eine spannende Veranstaltung…Foto_AVT_2015_1 Foto_AVT_2015_2 Foto_AVT_2015_3 Foto_AVT_2015_4 Foto_AVT_2015_5 Foto_AVT_2015_6 Foto_AVT_2015_7 Foto_AVT_2015_8 Foto_AVT_2015_9

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Terminhinweis: 60. Agrar- und Verbrauchertag des FDP-Bezirksverbandes

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Pressemitteilungen | 2. Oktober 2015

Haas-Manfred

Foto oben: Lädt zur Besichtigung seines Betriebs ein: Manfred Haas, der Vorsitzende des Kreisbauernverbands Rottweil. Archiv-Foto: him

REGION (pm) – In Flözlingen und Zimmern-Stetten veranstaltet der FDP-Bezirksverband Südbaden seinen 60. Agrar- und Verbrauchertag, so die FDP in einer Pressemitteilung. Als Experten diskutieren Erik Schweikert, Weinprofessor und ehemaliger Bundestagsabgeordneter sowie Dr. Friedrich Bullinger, Mitglied des Landtags zum Thema „Konventionelle Landwirtschaft: Ein Auslaufmodell?“ mit den Teilnehmern.

Der Agrar- und Verbrauchertag hat bei den Liberalen eine lange Tradition. Im Jahre 1953 veranstaltete der FDP-Bezirksverband Südbaden zum ersten Mal eine Informationsfahrt für Landwirte in Erzingen im Kreis Waldshut. Diese jährliche Veranstaltung fand sehr schnell großes Interesse bei Landwirten und Politikern. Bei der Agrar-Lehrfahrt 1957 in Herdwangen und Radolfzell konnten die Veranstalter über 500 Teilnehmer im Milchwerk in Radolfzell begrüßen.

Die Themen, anfänglich nur landwirtschaftlich orientiert, wurden im Laufe der Zeit „agrarpolitisch“ erweitert. Bei der Agrar-Lehrfahrt 1963 auf die Insel Reichenau und nach Bodmann konnte der spätere Bundes-Landwirtschaftsminister Josef Ertl 2000 „an der deutschen Agrarpolitik interessierte Männer und Frauen“ begrüßen.

Diese Tradition hat der Bezirksverband Südbaden bis heute weitergeführt. In diesem Jahr findet der Agrar- und Verbrauchertag im Kreis Rottweil, im Flözlingen und Zimmern-Stetten statt. Das Programm wurde vom langjährigen Vorsitzenden des Agrarausschusses der FDP Südbaden, Helmut Merkle aus Deißlingen in Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger Martin Kammerer, organisiert.

Eingeladen zur Veranstaltung am Samstag, 26. September sind nicht nur Landwirte und Unternehmer sondern auch alle an der deutschen und europäischen Agrarpolitik interessierten Männer und Frauen.

Das Programm beginnt um 10 Uhr mit der Begrüßung im Gasthaus Hirsch in Flözlingen durch den FDP-Bezirksvorsitzenden Dr. Marcel Klinge und dem FDP-Kreischef Dr. Gerhard Aden. 10.15 Uhr Besichtigung des Betriebs von Manfred Haas (Vorsitzender Kreisbauernverband) und Willi Haas in Flözlingen. 11.15 Uhr Besichtigung des Hofladens Claudius Jauch in Zimmern-Stetten. Um 14 Uhr Diskussion: Konventionelle Landwirtschaft: Ein Auslaufmodell? Mit Professor Erik Schweikert und Dr. Friedrich Bullinger, MdL.

Quelle: NRWZ-Redaktion Schramberg – 23. September 2015

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Die FDP-SÜDBADEN wählt mit Marcel Klinge einen neuen Vorsitzenden

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Pressemitteilungen | 14. September 2014

von MICHAEL HABERER

Wenn der Bezirk eine Entscheidung gefällt habe, müsse die Südbaden-FDP mit einer Stimme im Landesverband sprechen, beschwor Klinge die gut 100 Delegierten in der Winzerhalle in Köndringen. Der Kreis- und Gemeinderat  aus Villingen-Schwenningen, bislang einer der stellvertretenden Vorsitzenden im Kreis, wusste, wovon er sprach. Südbaden habe im Landesverband nicht immer ein gutes Bild abgegeben, erklärte Klinge. Das wolle er ändern.

Auch Sascha Fiek, bis gestern Bezirksvorsitzender, forderte ein Mindestmaß an Loyalität. Die Gemeinsamkeitsolle nach außen getragen werden, wenn Beschlüsse vorhanden seien.

„Glut für neues Feuer“

Gleichzeitig meinte Fiek, der nicht mehr kandidiert hat, dass die FDP den Richtungsstreit zwischen ihren unterschiedlichen Strömungen, zwischen Wirtschafts-,Sozial- und Ökoliberalen aushalten müsse. Fiek garnierte seine Ausführungen mit der nötigen Prise Zuversicht: Ersehe unter der Asche der gebeutelten FDP genug Glut für ein neues Feuer. „Die FDP muss sich nicht neu erfinden“, kommentierte er den Absturz in die parlamentarische Bedeutungslosigkeit. Allerdings müsse die FDP es verstehen, eine Partei für mehr als nur den mittelständischen Unternehmer zu werden, fand Fiek.

Vor ihm hatte bereits der Landtagsabgeordnete Nico Reith seinen Parteifreunden Mut zugesprochen.„Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen“, erklärte Reith. Das Jammern und die Personaldiskussionen müssten ein Ende haben.

Marcel Klinge konnte die Vorsitzendenwahl mit 87 von 102 Stimmen deutlich für sich entscheiden. Das Ergebnis scheint sich abgezeichnet zu haben. So hielt Klinge sich recht knapp in seiner Bewerbung für das Amt. Er nahm eine Vorlage von Elmar Bingel, Schatzmeister der FDP im Kreis Freiburg, auf. Bingel hatte bezweifelt, dass die FDP in Südbaden überhaupt einen Bezirksverband brauche. Der Bezirk sei nötig, um die Themen dieses ländlichen Raums für Landes- und Bundesverband zu bündeln, erklärte Klinge.

Neben ihm bewarb sich auch Mechthild Wolber aus Rottweil um den Vorsitz. Wie Klinge gehörte sie bereits dem Bezirksvorstand an und votiert wie er im Landesvorstand. Wolber wurde schon ausführlicher und konkreter über den anstehenden „Langstreckenlauf“ der FDP als Klinge. Ihre Partei habe es verlernt, inhaltlich zu überzeugen, fand Wolber. Sie machte das unklare Bild in der Öffentlichkeit an der Bildungspolitik im Land fest: Die einen Mandatsträger seien für die Gemeinschaftsschule, die anderen dagegen. Außerdem müsse die FDP konstruktiv in der Öffentlichkeit auftreten, dürfe also nicht nur gegen die anderen Parteien argumentieren.

Idee der Freiheit fehlt

Den profundesten Zuspruch bekamen die FDP-Delegierten vom parteilosen Wirtschaftsweisen Lars Feld, Direktor desWalter-Eucken-Instituts in Freiburg. Die Idee der Freiheit habe ohne die FDP keine hörbare Stimme in den Parlamenten. Bei den Grünensehe er zu viel Staatsinterventionismus und bei der AFD zu viel nationalistisches und populistisches Fischen am rechten Rand. Damit sollte es der FDP gelingen, sich abzugrenzen gegendiese Parteien. In Sachen Wirtschaftzeigte sich Feld nicht so zuversichtlich. Er attestierte Angela Merkel und WolfgangSchäuble, viel wirtschaftspolitische Kompetenz auszustrahlen. Der Finanzminister schnitt überhaupt recht gut bei Feld ab.

In der Aussprache war kritisiert worden, dass angesichts der Staatseinnahmen nur ein ausgeglichener Bundeshaushalt herauskomme und man die Sparauflagen für die Länder lockern wolle. Ein Fuchs sei Schäuble, meinte Feld. Er geißelte allerdings Gesetze wie den Mindestlohn. Es habe den Mut eines Sozialdemokraten, nämlich Alt-Bundeskanzlers Gerhard Schröder, gebraucht, um die Ansätze des FDP-Wirtschaftministers Otto Graf Lambsdorff umzusetzen, meinte er zu der Wirtschaftspolitik, die er jetzt wieder auf dem Rückzug sieht.

Quelle: Der Sonntag vom14.09.2014, Ausgabe „im nördlichen Breisgau“

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Landwirte als Bausteine der Stabilität

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Allgemein | 8. April 2013

KANDERN-WOLLBACH (jut). Vorwiegend ein fachkundiges Publikum in Sachen Agrarpolitik sprach das öffentliche Forum des 58. Agrar- und Verbrauchertages der FDP Südbaden auf dem Rüttehof von Familie Fischer in Wollbach ein. Als Überschrift über der FDP-Veranstaltung stand das Motto „Nachhaltige Erhaltung und Förderung unserer Kulturlandschaft“.

Die Referate von Friedrich Bullinger, Mitglied des Landtages und Agrarpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, von Werner Räpple, dem Vorsitzenden des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes, Walter Holderried, als Erstem Landesbeamten und dem FDP- Bundestagsabgeordneten Professor Erik Schweickert drehten sich allerdings schwerpunktmäßig um die Förderungs- und Verdienstmöglichkeiten für Landwirte nach der Reformrunde, die die Rahmenbedingungen innerhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die Jahre 2014 bis 2020 festlegt.

Dabei machten auch die Moderatoren Martin Cammerer vom Agrarausschuss und Sascha Fiek als FDP-Bezirksvorsitzender klar, dass die FDP-Südbaden zum bisherigen Zwei-Säulen-Model steht. Die erste Säule innerhalb der Förderrichtlinien enthält die Direktzahlungen an die Landwirte, die zweite Säule legt den Schwerpunkt auf ländliche Entwicklung, darunter die Agrar- und Umweltmaßnahmen. Die Fördermittel sollen die Existenz der Landwirte sichern. Das Thema „greening“, die Regelung, die vorschreibt, das Ackerland nicht einfach in Ackerland umgewandelt werden kann, könnte ein „Kampfthema“ für die FDP werden, war man sich einig. Einig war man sich auch darin, dass durch viele neue Regelungen, der bürokratische Aufwand für Landwirte nicht abgenommen, sondern noch einmal zugenommen hat.

Bollinger vertrat die Ansicht, dass „die klassische Produktion der Landwirte in Baden-Württemberg ein Baustein für Stabilität“ sei und kritisierte die Landwirtschaftspolitik in Brüssel, die keine Rücksicht auf sehr unterschiedliche Landwirtschaftsräume nehme. Räpple war der Ansicht, dass es für Baden-Württemberg aber auch den Kreis Lörrach sehr wichtig werde, Bergbauern mit Viehhaltung finanziell zu unterstützen, sonst breche die Tierhaltung , die für die Landschaftsoffenhaltung nötig sei, komplett weg.

Walter Holderried bezeichnete Fördergelder kein als vom Himmel fallendes „Manna“ sondern als Arbeitsentgelt, gerade für die Nebenerwerbslandwirte im Kreis. Die Kritik an der Äußerung von Finanzminister Nils Schmid, dass man es sich leisten könne, „ein paar Schwarzwaldtäler zuwachsen zu lassen“, war deutlich. Niemand könne es sich leisten, Landschafts-Offenhaltungsprojekte zu bezahlen, falls sich die Landwirte aus der Landschaftspflege zurückziehen, so Holderried. Kritik an landwirtschaftlicher Politik kam von Verbraucherseite: Die Landwirte müssten durch Ehrlichkeit dazu beitragen, dass Verbraucher noch mehr regional einkaufen – „nur muss dann die Butter auch aus dem Schwarzwald und das Ei aus Bodenhaltung sein, wenn es draufsteht“, meinte eine Zuhörerin.

Quelle: Badische_Zeitung vom 8. April 2013

Link zur Online-Version: http://www.badische-zeitung.de/kreis-loerrach/landwirte-als-bausteine-der-stabilitaet–70691596.html

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Der 58. Agrar- und Verbrauchertag des FDP-Bezirksverbandes Südbaden findet statt am 06.04.2013 ab 10.00 Uhr auf dem Hofgut Rüttehof, 79400 Kandern-Wollbach, Rüttehof 1, Telefon 07626 8885 (siehe Homepage)

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Allgemein | 18. Februar 2013

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Einladung zum Bürgerempfang am Mittwoch, 6. Februar 2013

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Allgemein | 21. Januar 2013

Aktuelle Pressemitteilung

62. Agrar- und Verbrauchertag des FDP Bezirksverbandes Südbaden

Landwirtschaft Hand in Hand mit dem Tourismus

62. Agrar- und Verbrauchertag des FDP Bezirksverbandes Südbaden

In der langen Tradition dieser Veranstaltungsreihe stellen sich FDP Politiker Praktikern und Fachleuten aus dem ländlichen Raum. Als Experten diskutierten beim 62. Agrar- und Verbrauchertag des FDP Bezirksverbandes Südbaden in Neuhausen ob Eck die beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Marcel Klinge, Sprecher für Tourismus sowie Dr. Christoph Hoffmann, Sprecher für Entwicklungspolitik und stellv. Mitglied des Agrarausschusses des Bundestags und Franz Käppeler, erster Vizepräsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes und Kreisvorsitzender Stockach, sowie Traudl Brunner Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft  Urlaub auf dem Bauernhof in Baden Württemberg.

Experten-Podium beim 62. Agrar- und Verbrauchertag der FDP-Südbaden

Die Attraktivität des ländlichen Raumes für die Bewohner und Touristen lebt von der Kulturlandschaft, lebendigen Dörfern und dem Erhalt von Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Landschaftsbezogene Aktivitäten wie Wandern, Radfahren und das E-Bike, sind auch wieder für jüngere attraktiv. Besonders der südliche Teil Baden-Württembergs hat hier eine große Chance. Eine werthaltige Land- und Forstwirtschaft in ausreichender Zahl könnte hier noch den Markenkern der Erholungslandschaft bilden.

Franz Käppeler wies auf die oft existenziellen Sorgen auf den Höfen hin. Landwirtwirte sähen sich oft zu Unrecht in die illegale Ecke gedrängt. Besonders aggressive Tierschützer schaden ungerechtfertigt dem guten Ruf eines ganzen Berufsstandes. Die Bauern arbeiten hart für den Erhalt der Höfe. Ein großes Hemmnis für die weitere Entwicklung und Zukunftssicherung sind die überbordende Bürokratie und die einengenden Eingriffe in die Bewirtschaftung der Höfe.

Dr. Marcel Klinge MdB, Christoph Hoffmann MdB, Traudl Brunner, Franz Käppeler und Martin Cammerer

Traudl Brunner hat sich mit Ihrer Familie erfolgreich für den Landtourismus als zweites Standbein entschieden.  Sie konnte von einem größer werdenden  Interesse für den Urlaub im ländlichen Raum berichten. Es sei  immer wieder notwendig sich an Veränderungen anzupassen und zu modernisieren. Eine Vernetzung verschiedener Attraktionen der Region, Erzeugern regionaler Produkte und den kulturellen wie auch naturnahen Angeboten sollten weiter verbessert werden.

Alles blickt nach Brüssel, wo die neue Förderperiode 2021 – 2026 vorbereitet wird. Der FDP Politiker Marcel Klinge als Sprecher der Bundestagsfraktion für Tourismus möchte sich zielgerichtet für die Belange der von ihm vertretenen Region Südbaden einsetzen. Die Chancen die diese Kulturlandschaft uns bietet, sollten ergriffen werden. Naherholung Tourismus und Landwirtschaft könnten nur gemeinsam erfolgreich sein. Das Ziel sollte die Koexistenz von Naturschutz und lohnenswerter landwirtschaftlicher Nutzung sein. Das muss auch die unternehmerische Freiheit für die individuellen Entscheidungen der Betriebsleiter beinhalten.

Große Defizite im ländlichen Raum sieht MdB Dr. Christoph Hoffmann in der fehlenden Digitalisierung, dem zu geringen Angebot im ÖPNV und den unterschiedlichen Behördenentscheidungen bei Baugenehmigungen und der Förderung von investitionswilligen Betrieben. Michael Heizmann, Betreiber der Schwarzwald Gaudi Erlebniswelt berichtete aus dem zahlreichen Publikum von seinen Schwierigkeiten, Genehmigungen für den naturnahen Umbau und Ausbau seines Angebots zu erhalten. Zum Erfolg führende Einsprüche sind zeitraubend und binden unnötigerweise  Investitionsmittel.

Organisator der Veranstaltung Martin Cammerer, fasste die für die von der FDP angestrebten Ziele der zukünftigen Förderpolitik für den ländlichen Raum zusammen. Dabei  sollte der Landtourismus als Teil der Förderung für den ländlichen Raum gesehen werden. Es sei zu überlegen, ob und wie der Kreis der Förderberechtigten auch über landwirtschaftliche Betriebe hinaus ausgeweitet werden kann. Auch sollte es kein Hinderungsgrund sein, wenn das Einkommen aus der Beherbergung überwiegt. Unzeitgemäß sei auch die Begrenzung auf 25 Betten. Weitere Ziele der zukünftigen Förderungen sollten auch die Vernetzung der regionalen Wirtschaftskreisläufe, die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, Erhöhung der Wertschöpfung und die Qualifizierung und Ausbildung sein.

Quelle / Fotos: Martin Cammerer, FDP-Bezirksverband Südbaden