Staufer Dialog: Effizienz und Innovation statt Windkraftwahn

Lauterstein (Weißenstein), 12. November 2015
Staufer-Dialog mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Andreas Glück

Das spannende Thema Energiepolitik stand beim Staufer Dialog mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Andreas Glück im Mittelpunkt. Der Einladung des FDP-Kreisverbands Göppingen folgten rund 20 interessierte Teilnehmer in den Landgasthof „Linde“ nach Lauterstein. Der FDP-Kreisvorsitzende Werner L. Simmling und der Landtagskandidat der Freien Demokraten im Wahlkreis 11 Geislingen Armin Koch brachten schnell auf den Punkt, worum es geht. „16 Windkraftanlagen sollen im Windpark Lauterstein entstehen, obwohl Windkraft hier so sinnvoll ist, wie Weinanbau in Grönland. Vor wenigen Wochen hat Umweltminister Untersteller unter Ausschluss der Öffentlichkeit „den ersten Spatenstich gesetzt“, so Koch.

Der umwelt- und energiepolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Andreas Glück machte deutlich, dass Baden-Württemberg das windärmste Bundesland in Deutschland sei. Trotzdem will die grün-rote Landesregierung 1.200 neue Windkraftanlagen bauen. Glück kritisierte die grün-rote Energiepolitik scharf. Die Energiewende könne nur funktionieren, wenn jede Region ihre Stärken spiele. Aktuell laufe bei der Energiewende einiges schief. So könne es nicht sein, dass statt C02-Einsparungen die C02-Emissionen steigen. Zudem werden Wirtschaft und Bevölkerung mit immer höheren Energiepreisen belastet, weil zu viel Geld für unsinnige Förderungen ausgegeben werde.

Die Energiewende müsse vom Kopf endlich wieder auf die Füße gestellt werden. Wie es nicht geht, zeige die grün-rote Landesregierung deutlich. An Stelle massiver Förderungen für Windkraftanlagen im windschwachen Baden-Württemberg müssten Innovationen, Energieeffizienz und energetische Sanierung treten. Neben dem Strom dürfe man bei der Energiewende die Wärme nicht aus dem Blick verlieren. Schließlich macht sie einen Großteil unserer benötigten Energie aus.

Zur energetischen Sanierung gehöre die steuerliche Abschreibbarkeit der energetischen Gebäudesanierung. Zudem gelte es die Übertragungsnetze auszubauen und endlich weitere Technologien für Stromspeicher zu erforschen. Gerade hierzu gebe es im Land interessante Projekte, die angemessen gefördert werden müssen. „Statt viel Geld für Schwachwindanlagen in Baden-Württemberg auszugeben, sollten wir lieber da investieren, wo unsere Stärken sind, nämlich bei der Energieeffizienz und bei der Entwicklung neuer Technologien,“ so Andreas Glück.

Staufer Dialog mit Armin Koch, Andreas Glück (MdL), Werner Simmling (von links nach rechts).

Staufer Dialog mit Armin Koch, Andreas Glück (MdL), Werner Simmling (von links nach rechts).

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