Generationengerechtigkeit und Eigenverantwortung

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Hendrik Tzschaschel, Ingo Kuntermann, Dr. Birgit Arnold, Andrea Reister

„Wofür wir kämpfen sollen – für liberale Stärke“ unter diesem Thema hatte der Ortsverband Interessierte nach Dossenheim geladen. Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte aus Weinheim, Hirschberg, Schriesheim und Dossenheim konnte Hendrik Tzschaschel, Vorsitzender des Ortsverbands und des Kreisverbands Rhein-Neckar, neben sehr vielen weiteren Teilnehmern begrüßen.

„Eine liberale Kraft gehört in eine offene Gesellschaft“, so Tzschaschel, der sich dafür ausspricht, dass wir Bürgerinnen und Bürger eigenverantwortlich handeln und Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen. Wir Liberale kämpfen dafür, die Freiheit des Individuums zu erhalten. Der Staat gestaltet den Rahmen, damit Bürgerinnen und Bürger ihre Chancen ergreifen können, selbstbestimmt zu handeln. Entscheidend für eine Partei, die liberale Wertvorstellungen postuliert, ist es, sich inhaltlich klar zu positionieren, sowie die Freie Demokratische Partei. Die FDP ist dem Rechtsstaat verpflichtet, kämpft dafür, dass Bürokratie abgebaut wird, steht dem Mindestlohn kritisch gegenüber und fordert den Schuldenabbau, sowohl auf kommunaler Ebene als auch in Europa! „Wir stehen für Generationengerechtigkeit.“

Sowohl Andrea Reister, Ortsvorsitzende aus Weinheim, als auch Ingo Kuntermann, Ortsvorsitzender aus Schriesheim, möchten für die Liberalen in den Landtag einziehen und werden sich im Wahlkreis 39 um die Kandidatur bewerben. In der spannenden Debatte warben beide für ihre Argumente. Reister betonte, dass es ihr wichtig sei, in Baden-Württemberg Innovation und Forschung zu fördern, und Selbständige darin zu unterstützen, dass sie vor zu viel Bürokratie geschützt werden. „Der öffentliche Nahverkehr muss ausgebaut werden“, unterstrich Reister, die sich für den zügigen Ausbau der S-Bahn aussprach und Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen im Sinne der Bürger umsetzen möchte. Kuntermann hob hervor, dass den Menschen, die sich selbständig machen wollen, Mut zugesprochen werden sollte, damit sie ihre Chance nutzen. „Versuch und Irrtum muss möglich sein“, so Kuntermann, der feststellte, dass der Staat zuviel im Forschungsbereich vorgibt und reglementiert. Auf Nachfrage eines Dossenheimer Bürgers, welche Stellung die FDP bezüglich der inneren Sicherheit hat, antworteten die Bewerber unisono, dass die Polizeireform in Baden-Württemberg viele Mängel aufweisen würde. Beide würden Justiz und Polizei stärken und auf mehr Präsenz von Polizeibeamten vor Ort setzen.

Dr. Birgit Arnold, ehemalige Landtagsabgeordnete der FDP in Baden-Württemberg, bekräftigte in der Diskussion, dass Bildung für einen Staat von zentraler Bedeutung sei. Die FDP müsse zeigen, warum sie das beste Angebot habe. Eigenverantwortung im Bereich der Schule zu stärken, keine Strukturdebatte führen, sondern im Sinne der Kinder Entwicklungen weiter auszubauen, sei der richtige Ansatz.