Februar 2013 – Eine gemeinschaftliche Aufgabe das Hanna-und-Simeon-Heim

Reinhard_Fischer Eugen Reinhard unde Hermann Fischer

Hanna-und Simeon-Heim – Eine gemeinschaftliche Aufgabe für die Zukunft!

„Wir wollen die beiden neu gegründeten Gesellschaften des Hanna-und-Simeon-Heims dahingehend unterstützen, dass sie ihre Arbeit für die älteren und hilfsbedürftigen Mitbürger in unserer Gemeinde erfolgreich gestalten können“, eröffnete der Ortsvorsitzende der FDP Dossenheim Hendrik Tzschaschel die Diskussion zu diesem Thema. Die aktuelle Debatte ist nicht zielführend! Bürgermeister Hans Lorenz, der unserer Einladung folgte, bestätigte in seinen Ausführungen, dass die Berichterstattung in den Gemeindenachrichten bei den Dossenheimern Unsicherheit hervorrufen würde. Richtig sei, dass das Heim eine komplexe Trägerstruktur habe. Die evangelische Kirchengemeinde, die Gemeinde Dossenheim und die Stadtmission seien an den neuen Gesellschaften beteiligt. „Die Verträge sind von Rechtsanwälten geprüft und als soweit korrekt  befunden worden“, betonte Lorenz, der damals dem Gemeinderat diese juristische Prüfung vorschlug. Mit den Stimmen der FDP hat die Mehrheit des Gemeinderats dieser Konstruktion zugestimmt.

Folgende Fakten wurden an diesem Abend vorgetragen:

  • Das neue Hanna-und Simeon-Heim startet bei null. Das heißt, es werden keine Schulden aus dem vorherigen Betrieb übernommen, aber auch keine finanziellen Mittel eingestellt!
  • Die Wirtschaftlichkeit des neuen Heims ist bei 95% Belegung gegeben.
  • Dieses Gebäude ist funktional geplant und lässt die Option zu, weitere Plätze vor Ort einzurichten – eine geniale Idee!
  • Die Leitung des Pflegeheims wird von einer qualifizierten Fachkraft ausgeübt.
  • Die Geschäftsführung haben Herr Pfarrer Billau und Frau Marianne Reiser inne. Sie üben diese Tätigkeit mit großem Engagement und ehrenamtlich in ihrer Freizeit aus.
  • Das Hanna-und-Simeon-Heim und auch das Haus Stephanus gehört laut Focus zu den besten 800 Pflegeheimen in Deutschland. Sie wurden mit der Note 1,0 bewertet.

 

„Es ist wichtig, ein Pflegeheim vor Ort zu haben, in dem Hilfsbedürftige betreut werden können. Ich weiß, was es bedeutet, Familienangehörige zu pflegen“, so Hildegard Fischer, die ihrer Betroffenheit über die Darstellungen der Artikel in den zurückliegenden Gemeindenachrichten Ausdruck verlieh. Wir leben in einer sich wandelnden Gemeinschaft. In Deutschland werden Bürgerinnen und Bürger immer älter. Im Zuge der individuellen Lebensplanung bilden sich vielfältige Ansprüche heraus, eigene Vorstellungen vom Leben verwirklichen zu wollen. Jemanden zu betreuen oder zu pflegen ist eine herausfordernde Aufgabe, die dazu führen kann, den eigenen Lebensrhythmus grundlegend zu verändern. „Die Übernahme von Verantwortung für andere ist eine tragende Säule in einer freien Gesellschaft. Sie baut auf Menschen, die eigenverantwortlich handeln und soziale Verantwortung übernehmen“, so Tzschaschel.

 

Fragwürdige Beziehung zur Transparenz

In den Gemeindenachrichten vom 25. Januar wurde  der Partei FDP vorgeworfen, eine fragwürdige Beziehung zur Transparenz zu haben. Um Gründe für diese Aussage zu erfahren, konnte die FDP Dossenheim den Gemeinderat der Fraktion  Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Katlun, begrüßen. Die FDP Dossenheim stellte fest, dass dieser Vorwurf nicht erhärtet worden ist, denn es wurden nur zwei Punkte angesprochen:

  1. Die Verbindlichkeiten der alten Betreibergesellschaft summierten sich auf über eine halbe Million Euro. Der Gemeinderat hätte diesbezüglich keine Information erhalten.
    Die FDP nimmt dazu wie folgt Stellung:
    In der Gesellschafterversammlung der früheren Betreibergesellschaft waren keine Mitglieder der FDP vertreten, sondern der Bürgermeister sowie jeweils ein Mitglied der CDU, FW und der Bündnis 90/Die Grünen. Die FDP hatte dadurch nicht Zugang zu den Daten und konnte somit nicht informieren.
  2. Der Gemeinderat hat die Vertreter der Gesellschafterversammlung ermächtigt Verkaufsverhandlungen mit einem Investor zuzustimmen. Es wären nicht hinreichend genügend Informationen in einer nichtöffentlichen Sitzung an die Mitglieder des Gemeinderats weitergegeben worden.
    Die FDP nimmt dazu wie folgt Stellung:
    Die Gemeinderäte der FDP konnten wie oben schon genannt nicht über diese Information verfügen! Ergänzend: Mit Stimmen der FDP hat die Mehrheit des Gemeinderats diesen Verkaufsverhandlungen zugestimmt. Die FDP-Gemeinderäte, Hermann Fischer und Eugen Reinhard, waren aus ihrer Sicht hinreichend informiert gewesen, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden, die richtige Entscheidung für unsere Gemeinde zu treffen. „Wichtig sei es, den Gemeinderäten zu vertrauen, da sie das Beste für ihre Kommune wollen“, so Sabine Pfisterer an diesem Abend.

Hans Lukan Hans Lukan

Beide Argumente sprechen nicht dafür, dass die Partei der FDP eine fragwürdige Beziehung zur Transparenz hätte. Entsprechend des Dossenheimer Leitbilds: „Transparenz und Kommunikation sind unverzichtbare Bedingungen für das Gelingen des bürgerschaftlichen Engagements“ setzt die Dossenheimer FDP voraus, dass in der kommunalpolitischen Debatte vor Ort sachbezogen kommuniziert wird. „Wir können nicht nachvollziehen, dass die Messer so heftig gewetzt werden. An solche Darstellungen im Amtsblatt kann ich mich nicht erinnern“, so das langjährige Mitglied der FDP Dossenheim Hans Lukan, der sich sehr wünschte, dass alle Akteure der Debatte auf die Sachebene zurückkehren würden.